Beschreibung
Das Seminar vermittelt den stabilen Betrieb einer Antora-Build- und Veröffentlichungsumgebung. Behandelt werden Logauswertung, reproduzierbare Fehleranalyse, Cache- und Arbeitsverzeichnisverhalten, defekte Inhaltsquellen, UI- und Konvertierungsfehler, Laufzeit- und Speicherengpässe sowie Runbooks für Wiederanlauf und Incident-Bearbeitung. Fehler werden anhand vorbereiteter Laborszenarien schrittweise eingegrenzt.
Inhaltsübersicht
- Betriebsmodell und Diagnosebasis
- Content-Quellen, Git und Arbeitsverzeichnisse
- Inhalts-, Verweis- und Konvertierungsfehler
- UI-, Erweiterungs- und Publikationsfehler
- Performance-Messung und Optimierung
- Runbooks, Wiederanlauf und Incident-Bearbeitung
Lernziele
- Build- und Veröffentlichungsfehler reproduzierbar eingrenzen.
- Logs, Exit-Codes und Pipeline-Artefakte als Diagnosebasis nutzen.
- Laufzeit-, Speicher- und I/O-Engpässe messen und priorisieren.
- Runbooks für Wiederanlauf, Rollback und Incident-Bearbeitung erstellen.
1. Betriebsmodell und Diagnosebasis
Eine belastbare Diagnose beginnt mit einer bekannten Laufzeit, unveränderten Eingaben und gesicherten Build-Artefakten.
Schritt-für-Schritt: Einen reproduzierbaren Diagnosefall vorbereiten
- Antora-, Node.js- und Paketversionen sowie Betriebssystem und Build-Parameter erfassen.
- Playbook, Lockdatei, relevante Umgebungsvariablen und Commitstände der Quellen sichern.
- Build mit definierter Logstufe und getrenntem Ausgabeverzeichnis erneut ausführen.
- Exit-Code, Laufzeit, Speicherbedarf und vollständiges Log als Incident-Artefakte speichern.
- Fehler auf Inhalt, Quellzugriff, Konvertierung, UI, Erweiterung oder Veröffentlichung vorläufig klassifizieren.
Praxisaufgabe
Ein nicht deterministischer Buildfehler wird in einen reproduzierbaren, dokumentierten Testfall überführt.
2. Content-Quellen, Git und Arbeitsverzeichnisse
Fehler beim Klonen, Aktualisieren oder Auswählen von Branches, Tags und Worktrees werden von Inhaltsfehlern getrennt untersucht.
Schritt-für-Schritt: Quellzugriffsfehler systematisch eingrenzen
- Erreichbarkeit, Berechtigung und ausgewählte Referenzen jeder Inhaltsquelle einzeln prüfen.
- Branch-, Tag- und Worktree-Muster mit den tatsächlich vorhandenen Git-Referenzen vergleichen.
- Cache- und temporäre Arbeitsverzeichnisse identifizieren und deren Besitzrechte kontrollieren.
- Build mit leerem Cache ausführen und Ergebnis mit dem inkrementellen Lauf vergleichen.
- Große oder fehlerhafte Repositories durch schrittweises Deaktivieren isolieren.
- Korrektur und Cache-Bereinigung so dokumentieren, dass kein unnötiger Datenverlust entsteht.
Praxisaufgabe
Mehrere vorbereitete Fehler zu Referenzmustern, Berechtigungen und veraltetem Cache werden diagnostiziert.
3. Inhalts-, Verweis- und Konvertierungsfehler
Warnungen zu fehlenden Ressourcen, ungültigen Includes oder AsciiDoc-Strukturen werden auf die verursachende Seite und den Buildkontext zurückgeführt.
Schritt-für-Schritt: Eine fehlerhafte Seite bis zur Ursache verfolgen
- Logmeldung nach Schweregrad, Komponente, Version und Quelldatei auswerten.
- Ressourcen-ID, Modul, Familie und tatsächlichen Dateipfad miteinander vergleichen.
- Include-, xref-, Bild- und Attributauflösung in der betroffenen Seite einzeln prüfen.
- Minimales Reproduktionsdokument erstellen und nicht beteiligte Inhalte entfernen.
- Korrektur in einem isolierten Build verifizieren und anschließend den Gesamtbuild ausführen.
- Regressionstest für den gefundenen Fehler in die Qualitätsprüfung aufnehmen.
Praxisaufgabe
Ein Satz aus defekten xrefs, Includes, Attributen und Seiteneigenschaften wird mit einer festen Diagnosefolge korrigiert.
4. UI-, Erweiterungs- und Publikationsfehler
Fehler nach der Inhaltskonvertierung können aus UI-Bundles, Helfern, Erweiterungen oder dem Zielsystem der Veröffentlichung entstehen.
Schritt-für-Schritt: Pipelineabschnitte gegeneinander abgrenzen
- Build zunächst mit bekanntem UI-Bundle und deaktivierten optionalen Erweiterungen ausführen.
- Erweiterungen einzeln aktivieren und Ereignis sowie Logausgabe des Fehlers bestimmen.
- UI-Templates, Helfermodule und statische Assets auf fehlende oder inkompatible Einträge prüfen.
- Erzeugte Site lokal kontrollieren, bevor ein Veröffentlichungsfehler untersucht wird.
- Schreibrechte, Zielpfade, atomare Umschaltung und Bereinigungsregeln des Publish-Schritts testen.
- Nach Korrektur sowohl Inhalt als auch Deployment mit einem Ende-zu-Ende-Test verifizieren.
Praxisaufgabe
Ein defektes UI-Bundle und ein fehlgeschlagener Publish-Schritt werden unabhängig diagnostiziert und behoben.
5. Performance-Messung und Optimierung
Optimierung erfolgt anhand gemessener Engpässe und nicht durch pauschale Cache- oder Parallelisierungseinstellungen.
Schritt-für-Schritt: Eine Performance-Baseline erstellen und verbessern
- Referenzbuild mit fester Eingabe und mindestens drei Messläufen durchführen.
- Zeitanteile für Quellabruf, Aggregation, Konvertierung, UI und Veröffentlichung soweit möglich erfassen.
- Repository-Größe, Seitenzahl, Asset-Volumen, Erweiterungen und Suchindex als Einflussgrößen dokumentieren.
- Engpass nach CPU, Speicher, Netzwerk oder Dateisystem klassifizieren.
- Jeweils eine Optimierungsmaßnahme anwenden und gegen die Baseline vergleichen.
- Verbesserung, Nebenwirkungen und Rückfallkriterium in einem Performance-Protokoll festhalten.
Praxisaufgabe
Eine langsame Beispielsite wird vermessen; Optimierungen werden mit nachvollziehbarem Vorher-Nachher-Vergleich bewertet.
6. Runbooks, Wiederanlauf und Incident-Bearbeitung
Betriebswissen wird in kurze, prüfbare Verfahren für Störung, Rücksetzung, Wiederanlauf und Eskalation überführt.
Schritt-für-Schritt: Ein Betriebsrunbook erstellen
- Häufige Störungsklassen und ihre ersten Prüfungen als Entscheidungsbaum formulieren.
- Sichere Schritte zum Stoppen, Sichern, Bereinigen und erneuten Starten festlegen.
- Kriterien für Rollback auf vorherige Pakete, UI-Bundles oder Site-Artefakte definieren.
- Benötigte Logs, Zuständigkeiten und Eskalationswege pro Fehlerklasse festhalten.
- Runbook in einer simulierten Störung ohne zusätzliches Expertenwissen ausführen.
- Unklare oder fehlende Schritte aus dem Probelauf unmittelbar korrigieren.
Praxisaufgabe
Zum Abschluss entsteht ein getestetes Runbook für Buildausfall, fehlerhafte Veröffentlichung und Performance-Regressionsalarm.
Zielgruppe und Voraussetzungen
Zielgruppe: Plattformbetrieb, DevOps und SRE, Build- und Release-Engineering, technische Dokumentationssysteme, Second-Level-Support und verantwortliche Entwicklerteams.
Voraussetzungen: Praktische Antora-Grundkenntnisse, sicherer Umgang mit Kommandozeile, Git und Node.js-Paketprojekten.
Methodik und Arbeitsweise
Die Inhalte werden durch strukturierte Erläuterungen, Demonstrationen, schrittweise Konfigurations- und Analyseaufgaben sowie kontrollierte Fehlerfälle vertieft. Jede Übung verwendet definierte Ausgangswerte, Prüfpunkte und Dokumentationsanforderungen, damit die erarbeiteten Abläufe im späteren Projekt- und Betriebsalltag reproduzierbar bleiben.
Fachbereichsleitung und Trainerteam
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Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de -

Paul Goldschmidt
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: paul.goldschmidt@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 2 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 1.198 zzgl. MwSt. Inhaus: € 3.400 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | Plattformbetrieb, DevOps und SRE, Build- und Release-Engineering, technische Dokumentationssysteme, Second-Level-Support und verantwortliche Entwicklerteams |
| Voraussetzungen: | Praktische Antora-Grundkenntnisse, sicherer Umgang mit Kommandozeile, Git und Node.js-Paketprojekten |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhouse, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmern |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja, selbstverständlich |
| Verpflegung: | Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch) |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055 |
Seminartermine
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