Inhaltsübersicht
- Seminarprofil
- Lernziele
- Zielgruppe und Voraussetzungen
- Seminarinhalte
- Praxislabor
- Methoden und Arbeitsweise
Seminarprofil
Das Seminar ordnet die Titan- beziehungsweise SecuStack-Umgebung in die Ziele und Prüfmechanismen des Sovereign Cloud Stack ein. Standards, Konformität, Portabilität, Betriebsautonomie und beschaffbare Nachweise werden praxisbezogen bewertet.
Lernziele
- SCS-Ziele und technische Ebenen korrekt einordnen
- geltende Anforderungen und Prüfumfänge strukturiert erfassen
- Konformität mit reproduzierbaren Tests und Evidenz bewerten
- Workload-Portabilität einschließlich versteckter Abhängigkeiten prüfen
- Souveränitäts- und Beschaffungsanforderungen messbar formulieren
Zielgruppe und Voraussetzungen
Zielgruppe: Cloud-Architektur, Plattformbetrieb, IT-Strategie, technische Beschaffung, Compliance, Interoperabilitäts- und Migrationsverantwortung.
Voraussetzungen: Grundverständnis von OpenStack, Kubernetes und Cloud-Betriebsmodellen. Kenntnisse zu Standards oder Ausschreibungen sind hilfreich.
Seminarinhalte
Tag 1: SCS-Ziele, Standards und Konformität
Die Themen werden in einer festen Reihenfolge aus Einordnung, technischer Umsetzung, Kontrolle und dokumentierter Prüfung bearbeitet.
Sovereign Cloud Stack im Überblick
SCS beschreibt offene Standards, Referenzimplementierungen und Konformitätsanforderungen für interoperable, souveräne Cloud-Infrastrukturen.
- Schritt 1 – Ziele einordnen: Interoperabilität, Portabilität, offene Schnittstellen, nachvollziehbarer Betrieb und Vermeidung proprietärer Abhängigkeiten werden betrachtet.
- Schritt 2 – Ebenen unterscheiden: IaaS-Standards, Kubernetes-Bezug, Betriebsanforderungen und Zertifizierungs- beziehungsweise Konformitätsaspekte werden getrennt.
- Schritt 3 – Plattformbezug herstellen: OpenStack-, Kubernetes- und Betriebsfunktionen der Titan- beziehungsweise SecuStack-Umgebung werden den SCS-Themenfeldern zugeordnet.
- Schritt 4 – Nutzen bewerten: Migration, Ausschreibung, Föderation, Mehranbieterstrategie und interne Standardisierung werden als konkrete Einsatzfelder bewertet.
Praxisbezug: Erstellung einer Zuordnung zwischen Plattformfunktionen und SCS-Zielen.
SCS-Standards und Konformitätsprüfung
Konformität wird anhand definierter Anforderungen, reproduzierbarer Tests und dokumentierter Abweichungen geprüft.
- Schritt 1 – Anforderungsstand festlegen: Gültige Standardversion, verpflichtende Kriterien, optionale Merkmale und Geltungsbereich werden dokumentiert.
- Schritt 2 – Ist-Zustand erfassen: API-Verhalten, Ressourcenmodelle, Versionen, Betriebsfunktionen und technische Grenzen werden erhoben.
- Schritt 3 – Tests durchführen: Automatisierte Prüfsuiten und ergänzende manuelle Kontrollen werden in einer reproduzierbaren Umgebung ausgeführt.
- Schritt 4 – Abweichungen behandeln: Ursache, Auswirkung, Korrektur, Ausnahme und erneute Prüfung werden nachvollziehbar gesteuert.
Praxisbezug: Planung einer SCS-Konformitätsprüfung mit Testumfang, Evidenz und Abweichungsprozess.
Interoperabilität und Workload-Portabilität
Portabilität hängt nicht nur von APIs, sondern auch von Images, Netzwerkmodellen, Storageklassen, Metadaten und Betriebsprozessen ab.
- Schritt 1 – Portabilitätsobjekte erfassen: Images, Instanzen, Volumes, Netzdefinitionen, Sicherheitsregeln, DNS und Automatisierungscode werden betrachtet.
- Schritt 2 – Abhängigkeiten markieren: Proprietäre Images, besondere Hardware, externe Dienste, feste Adressen und anbieterspezifische APIs werden identifiziert.
- Schritt 3 – Migrationspfad testen: Export, Konvertierung, Import, Netzanschluss und Funktionstest werden mit einer repräsentativen Workload durchgeführt.
- Schritt 4 – Grenzen dokumentieren: Nicht portable Funktionen, Datenvolumen, Ausfallzeit und notwendige Anpassungen werden offen festgehalten.
Praxisbezug: Entwicklung eines Portabilitätstests für eine kleine Drei-Schichten-Anwendung.
Tag 2: Souveränität, Beschaffung und Pilotnachweis
Die Themen werden in einer festen Reihenfolge aus Einordnung, technischer Umsetzung, Kontrolle und dokumentierter Prüfung bearbeitet.
Digitale Souveränität und Betriebsautonomie
Souveränität wird als tatsächliche Fähigkeit verstanden, Plattform, Daten, Schlüssel, Updates und Betrieb ohne unkontrollierbare Abhängigkeiten zu beherrschen.
- Schritt 1 – Abhängigkeiten erfassen: Software, Hardware, Wissen, Lieferkette, Schlüssel, Support, Telemetrie und externe Dienste werden untersucht.
- Schritt 2 – Kontrollrechte bewerten: Administrationszugang, Quelloffenheit, Datenexport, Schlüsselbesitz und Änderungsfähigkeit werden überprüft.
- Schritt 3 – Autonomiegrad bestimmen: Eigenbetrieb, Offline-Fähigkeit, lokales Wissen, Ersatzteilstrategie und Wiederaufbau werden messbar bewertet.
- Schritt 4 – Verbesserungen priorisieren: Kritische Abhängigkeiten werden nach Risiko, Aufwand und erreichbarem Autonomiegewinn geordnet.
Praxisbezug: Erstellung einer Souveränitätsmatrix mit Abhängigkeit, Kontrollgrad und Verbesserungsmaßnahme.
Anforderungsmanagement und Beschaffung
Technische Anforderungen werden so formuliert, dass Sicherheit, Offenheit, Betrieb und Abnahme überprüfbar ausgeschrieben werden können.
- Schritt 1 – Bedarf strukturieren: Workloads, Kapazität, Schutzbedarf, Standort, Offline-Fähigkeit und Betriebsmodell werden als Muss- und Soll-Kriterien formuliert.
- Schritt 2 – Nachweise verlangen: Architektur, Komponentenliste, Sicherheitskonzept, Standards, Testprotokolle und Lebenszyklusinformationen werden gefordert.
- Schritt 3 – Betriebsleistungen abgrenzen: Installation, Überwachung, Wartung, Support, Reaktionszeiten und Wissenstransfer werden eindeutig beschrieben.
- Schritt 4 – Abnahme verankern: Funktion, Performance, Sicherheit, Wiederanlauf, Dokumentation und Übergabe erhalten messbare Kriterien.
Praxisbezug: Entwicklung eines Anforderungskatalogs für eine souveräne On-Premises-Cloud.
Pilotierung und technische Validierung
Ein Pilot reduziert Unsicherheit, wenn repräsentative Workloads, Betriebsverfahren und Sicherheitskontrollen getestet werden.
- Schritt 1 – Pilotumfang festlegen: Workload, Datenklasse, Nutzergruppe, Integrationen und Erfolgskriterien werden begrenzt und repräsentativ gewählt.
- Schritt 2 – Testfälle ableiten: Funktion, Leistung, Ausfall, Backup, Sicherheit, Monitoring und Betrieb werden in konkrete Tests übersetzt.
- Schritt 3 – Ergebnisse messen: Messwerte, Abweichungen, Bedienaufwand und notwendige Anpassungen werden nachvollziehbar dokumentiert.
- Schritt 4 – Produktionsfreigabe entscheiden: Erfüllte Kriterien, Restpunkte, Risiken und Bedingungen werden in eine belastbare Freigabeentscheidung überführt.
Praxisbezug: Entwicklung eines Pilotplans für eine repräsentative Anwendung.
Praxislabor
- Erstellung einer Zuordnung zwischen Plattformfunktionen und SCS-Zielen.
- Planung einer SCS-Konformitätsprüfung mit Testumfang, Evidenz und Abweichungsprozess.
- Entwicklung eines Portabilitätstests für eine kleine Drei-Schichten-Anwendung.
- Erstellung einer Souveränitätsmatrix mit Abhängigkeit, Kontrollgrad und Verbesserungsmaßnahme.
- Entwicklung eines Anforderungskatalogs für eine souveräne On-Premises-Cloud.
- Entwicklung eines Pilotplans für eine repräsentative Anwendung.
Methoden und Arbeitsweise
Fachliche Einordnung, strukturierte Demonstrationen, geführte Systemübungen, technische Prüflisten und dokumentierte Störungsszenarien wechseln sich ab. Jeder Arbeitsschritt wird mit Ausgangszustand, erwarteter Wirkung, Prüfkriterium und Rückfallmöglichkeit beschrieben. Die Übungen verwenden realistische Rollen- und Fehlerbilder; produktive Zugangsdaten oder externe Verbindungen sind nicht erforderlich.
Seminar und Anbieter vergleichen
Öffentliche Schulung
Diese Seminarform ist auch als Präsenzseminar bekannt und bedeutet, dass Sie in unseren Räumlichkeiten von einem Trainer vor Ort geschult werden. Jeder Teilnehmer hat einen Arbeitsplatz mit virtueller Schulungsumgebung. Öffentliche Seminare werden in deutscher Sprache durchgeführt, die Unterlagen sind teilweise in Englisch.
Inhausschulung
Diese Seminarform bietet sich für Unternehmen an, welche gleiche mehrere Teilnehmer gleichzeitig schulen möchten. Der Trainer kommt zu Ihnen ins Haus und unterrichtet in Ihren Räumlichkeiten. Diese Seminare können in Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich gebucht werden.
Webinar
Diese Art der Schulung ist geeignet, wenn Sie die Präsenz eines Trainers nicht benötigen, nicht Reisen können und über das Internet an einer Schulung teilnehmen möchten.
Fachbereichsleitung und Trainingskoordination
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René Launa
Telefon: + 43 (720) 022000
E-Mail: rené.launa@seminar-experts.at -

Adam Steyer
Telefon: + 43 (720) 022000
E-Mail:
Seminardetails
| Dauer: | 2 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich und Webinar: € 1.198 zzgl. MwSt. Inhaus: € 3.400 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | Cloud-Architektur, Plattformbetrieb, IT-Strategie, technische Beschaffung, Compliance, Interoperabilitäts- und Migrationsverantwortung. |
| Voraussetzungen: | Grundverständnis von OpenStack, Kubernetes und Cloud-Betriebsmodellen. Kenntnisse zu Standards oder Ausschreibungen sind hilfreich. |
| Standorte: | Bregenz, Graz, Innsbruck, Klagenfurt, Linz, Salzburg, Wien |
| Methoden: | Fachliche Einordnung, Demonstrationen, praktische Übungen am System, Prüflisten und dokumentierte Störungsszenarien |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmern |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja, selbstverständlich |
| Verpflegung: | Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch) |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 43 (720) 022000 |
Seminartermine
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