Mehrsprachige und zugängliche Oberflächen benötigen eine gemeinsame Struktur. Übersetzung, Locale-Auswahl, Zeit- und Zahlenformate, semantische Templates, Formulare und Fehlerzustände dürfen nicht erst kurz vor Veröffentlichung ergänzt werden.
Das Seminar verbindet Internationalisierung mit barrierearmer Template- und Formularentwicklung. Sprachvarianten und zentrale Zugänglichkeitsregeln werden durch automatisierte sowie definierte manuelle Prüfungen abgesichert.
Inhaltsübersicht
- Locale-Ermittlung und Übersetzungskataloge
- Datums-, Zeit-, Zahlen- und Währungsformate
- Template-Vererbung und Layoutstruktur
- Makros, Includes und wiederverwendbare Komponenten
- Barrierearme Templates und Formulare
- Tests für Übersetzung und Barrierearmut
- Routen- und Browserfluss-Tests
- Praxisprojekt und Wissenssicherung
Lernziele
- Locale-Auswahl und Fallback-Regeln nachvollziehbar implementieren.
- Übersetzungskataloge entwickeln und zuverlässig aktualisieren.
- Zeit, Datum, Zahl und Währung korrekt lokalisieren.
- Semantische, tastaturbedienbare Templates und Formulare aufbauen.
- Sprach- und Zugänglichkeitsprüfungen in Tests und CI integrieren.
Zielgruppe
Flask-Entwickler, Frontend-nahe Backend-Teams und Produktteams mit mehrsprachigen oder öffentlich zugänglichen Anwendungen.
Voraussetzungen
Flask-, Jinja- und HTML-Grundkenntnisse. Erfahrung mit Formularen ist hilfreich.
Seminarinhalte
1. Locale-Ermittlung und Übersetzungskataloge
Sprache wird nachvollziehbar ausgewählt und alle sichtbaren Texte über wartbare Kataloge übersetzt.
- Schritt 1: Unterstützte Sprachen und Fallback-Regeln festlegen.
- Schritt 2: Locale aus Konto, URL oder Accept-Language in definierter Priorität bestimmen.
- Schritt 3: Texte markieren, Kataloge extrahieren und Übersetzungen aktualisieren.
- Schritt 4: Fehlende Übersetzungen und gemischte Sprache automatisiert erkennen.
2. Datums-, Zeit-, Zahlen- und Währungsformate
Internationale Darstellung wird von Speicherung und fachlicher Berechnung getrennt.
- Schritt 1: Zeitpunkte intern eindeutig speichern und erst bei Ausgabe in die Nutzerzeitzone umwandeln.
- Schritt 2: Datum, Uhrzeit, Dezimalzahl und Währung mit Locale-Regeln formatieren.
- Schritt 3: Lokalisierte Eingaben kontrolliert parsen und mehrdeutige Formate vermeiden.
- Schritt 4: Sommerzeitwechsel, negative Werte und große Zahlen mit Tests abdecken.
3. Template-Vererbung und Layoutstruktur
Gemeinsame Layoutteile werden zentral gepflegt, während einzelne Seiten nur ihre fachlichen Bereiche definieren.
- Schritt 1: Basistemplate mit Kopf, Navigation, Hauptbereich und Fußbereich erstellen.
- Schritt 2: Blöcke für Titel, Metadaten, Inhalte und Skripte gezielt freigeben.
- Schritt 3: Unterlayouts und verschachtelte Templates ohne zyklische Abhängigkeiten aufbauen.
- Schritt 4: Aktive Navigation, Fehlermeldungen und Seitentypen über einheitliche Kontextdaten steuern.
4. Makros, Includes und wiederverwendbare Komponenten
Wiederkehrende Oberflächenelemente werden als kleine, testbare Template-Komponenten gekapselt.
- Schritt 1: Makros für Formularfelder, Tabellen, Hinweise und Pagination definieren.
- Schritt 2: Includes nur für klar abgegrenzte Fragmente verwenden und Kontextübergaben explizit machen.
- Schritt 3: Komponentenvarianten über Parameter statt kopierter Templates abbilden.
- Schritt 4: HTML-Ausgabe der wichtigsten Komponenten mit Snapshot- oder Strukturtests prüfen.
5. Barrierearme Templates und Formulare
Semantische Struktur, Tastaturbedienung und verständliche Rückmeldungen werden in die Komponenten eingebaut.
- Schritt 1: Überschriftenhierarchie, Landmarken und sinnvolle Linktexte im Basistemplate festlegen.
- Schritt 2: Formularfelder mit Labels, Hilfetexten und programmatisch zugeordneten Fehlermeldungen versehen.
- Schritt 3: Fokusführung, Tastaturreihenfolge und sichtbare Fokuszustände prüfen.
- Schritt 4: Automatisierte Prüfungen durch manuelle Tastatur- und Screenreader-Szenarien ergänzen.
6. Tests für Übersetzung und Barrierearmut
Sprachvarianten und grundlegende Zugänglichkeitsregeln werden Bestandteil der regulären Qualitätssicherung.
- Schritt 1: Test-Client mit verschiedenen Locales und Zeitzonen konfigurieren.
- Schritt 2: Übersetzte Templates auf fehlende Schlüssel, Platzhalter und unerwünschte Fallbacks prüfen.
- Schritt 3: Formulare, Fehlermeldungen und Navigation in jeder Hauptsprache testen.
- Schritt 4: A11y-Linting, HTML-Validierung und definierte manuelle Prüfschritte in die CI aufnehmen.
7. Routen- und Browserfluss-Tests
HTTP-Verhalten wird ohne realen Server über den Flask-Test-Client geprüft.
- Schritt 1: GET-, POST- und Redirect-Ketten mit Statuscodes und Headern testen.
- Schritt 2: Formular-, JSON-, Datei- und Cookie-Daten realistisch übermitteln.
- Schritt 3: Anmeldezustand und Request-Kontext kontrolliert erhalten.
- Schritt 4: HTML-Inhalte gezielt auf Semantik und Fehlermeldungen statt auf vollständige Zeichenketten prüfen.
Praxisprojekt
Eine bestehende Oberfläche wird auf zwei Sprachen erweitert, erhält localeabhängige Formate und eine korrigierte semantische Struktur. Formulare, Navigation und Fehlermeldungen werden mit automatisierten und manuellen Prüfschritten getestet.
Methodik
Kurze fachliche Einordnungen wechseln mit Demonstrationen, geführten Umsetzungen, Fehleranalysen und eigenständigen Übungen. Jede größere Änderung wird durch einen Test, eine Diagnose oder eine betriebliche Prüfroutine abgesichert. Die Arbeitsstände werden schrittweise zu einem durchgängigen Beispielprojekt zusammengeführt.
Fachbereichsleitung / Trainerteam / Ansprechpartner
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Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 2 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage: 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 1.198 zzgl. MwSt. Inhaus: € 3.400 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | Flask-Entwickler, Frontend-nahe Backend-Teams und Produktteams mit mehrsprachigen oder öffentlich zugänglichen Anwendungen. |
| Voraussetzungen: | Flask-, Jinja- und HTML-Grundkenntnisse. Erfahrung mit Formularen ist hilfreich. |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmern |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja, selbstverständlich |
| Verpflegung: | Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch) |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055 |
Seminartermine
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