Seminar / Training
Butane beschreibt den gewünschten Maschinenzustand in lesbarem YAML und erzeugt daraus die von Ignition beim ersten Start angewendete JSON-Konfiguration. Das Seminar führt von der Bootlogik über Benutzer, Dateien, Datenträger und systemd bis zu dynamischen Daten, Konfigurationszusammenführung, Validierung und reproduzierbaren Tests.
Lernziele
- Bootprozess, Einmaligkeit und Fehlergrenzen von Ignition verstehen
- Butane-Konfigurationen strukturiert, versioniert und streng validiert erstellen
- Benutzer, Dateien, Datenträger, Netzwerke und systemd-Einheiten deklarieren
- Dynamische Daten und wiederverwendbare Konfigurationsbausteine sicher einsetzen
- Provisionierung lokal testen, diagnostizieren und produktionsreif freigeben
Inhaltsübersicht
- Bootprozess und Ausführungsmodell
- Butane-Struktur und strikte Validierung
- Benutzer, SSH und Dateien
- Datenträger und Dateisysteme
- systemd- und Netzwerkkonfiguration
- Dynamische Daten und Konfigurationsbausteine
- Lokale Tests mit QEMU
- Produktionsmuster und Freigabe
Kapitel 1: Bootprozess und Ausführungsmodell
Inhaltsverzeichnis des Kapitels: initramfs-Phase; erste Initialisierung; Konfigurationsquelle; Fehlerzustände.
- Schritt 1: Ausgangslage, Zielzustand und Abhängigkeiten für initramfs-Phase erfassen.
- Schritt 2: erste Initialisierung anhand fachlicher, technischer und betrieblicher Kriterien strukturieren.
- Schritt 3: Konfigurationsquelle mit messbaren Prüfkriterien und klaren Verantwortlichkeiten bewerten.
- Schritt 4: Entscheidungen zu Fehlerzustände in einer nachvollziehbaren Architektur- oder Betriebsmatrix dokumentieren.
Praxisübung: Der Start eines Knotens wird anhand der Ignition-Phasen nachvollzogen; Erfolgs- und Fehlerpfade werden als Ablaufdiagramm dokumentiert.
Kapitel 2: Butane-Struktur und strikte Validierung
Inhaltsverzeichnis des Kapitels: variant und version; YAML-Struktur; butane --strict; Ignition-JSON.
- Schritt 1: Eine passende Flatcar-Variante und Spezifikationsversion festlegen und die Datei mit einem eindeutigen Dokumentkopf beginnen.
- Schritt 2: Benötigte Abschnitte in YAML ergänzen und Einrückung, Datentypen sowie Dateimodi vor der Umwandlung prüfen.
- Schritt 3: Die Konfiguration mit
butane --strictin Ignition-JSON umwandeln und Warnungen als Fehler behandeln. - Schritt 4: Das erzeugte JSON maschinenlesbar validieren, mit der Quellversion verknüpfen und nur als Build-Artefakt verteilen.
Praxisübung: Eine minimale Butane-Datei wird erstellt, streng validiert, in JSON umgesetzt und versionskontrolliert abgelegt.
Kapitel 3: Benutzer, SSH und Dateien
Inhaltsverzeichnis des Kapitels: passwd-Bereich; SSH-Schlüssel; Dateiinhalte; Berechtigungen.
- Schritt 1: Schutzbedarf, Bedrohungen und zulässige Vertrauensgrenzen für passwd-Bereich bestimmen.
- Schritt 2: SSH-Schlüssel nach dem Prinzip minimaler Rechte konfigurieren und versionieren.
- Schritt 3: Die Wirksamkeit der Kontrolle für Dateiinhalte mit erlaubten und unerlaubten Testfällen prüfen.
- Schritt 4: Nachweise, Ausnahmen und Wiederherstellungsweg für Berechtigungen dokumentieren.
Praxisübung: Ein administrativer Benutzer mit minimalen Rechten sowie mehrere Konfigurationsdateien mit korrekten Eigentümern und Modi werden angelegt.
Kapitel 4: Datenträger und Dateisysteme
Inhaltsverzeichnis des Kapitels: Partitionen; Dateisysteme; LUKS; Mount Units.
- Schritt 1: Datenklasse, Gerätepfad und Wiederherstellungsziel für Partitionen festlegen.
- Schritt 2: Dateisysteme deklarativ einrichten und Abhängigkeiten zu Boot, Netzwerk oder Diensten definieren.
- Schritt 3: Integrität, Persistenz und Ausfallverhalten von LUKS mit kontrollierten Tests prüfen.
- Schritt 4: Sicherung, Wiederanbindung und Rückfall für Mount Units dokumentieren.
Praxisübung: Ein zusätzlicher Datenträger wird partitioniert, formatiert, optional verschlüsselt und über eine systemd-Mount-Unit eingebunden.
Kapitel 5: systemd- und Netzwerkkonfiguration
Inhaltsverzeichnis des Kapitels: Service Units; Drop-ins; networkd-Dateien; Abhängigkeiten.
- Schritt 1: Konfigurationsziel und erforderliche Eingaben für Service Units festlegen.
- Schritt 2: Drop-ins in versionierten Dateien umsetzen und vor der Bereitstellung syntaktisch prüfen.
- Schritt 3: networkd-Dateien in einer isolierten Testumgebung anwenden und mit Status-, Log- und Funktionsprüfungen verifizieren.
- Schritt 4: Abhängigkeiten als Änderungs- oder Fehlerfall testen und den Rücknahmeweg dokumentieren.
Praxisübung: Ein Containerdienst und eine statische Netzwerkkonfiguration werden gemeinsam bereitgestellt und in korrekter Startreihenfolge geprüft.
Kapitel 6: Dynamische Daten und Konfigurationsbausteine
Inhaltsverzeichnis des Kapitels: Metadaten; Remote-Ressourcen; Config Merge; Integritätsprüfung.
- Schritt 1: Eingaben, Zustandsgrenzen und gewünschtes Ergebnis für Metadaten modellieren.
- Schritt 2: Remote-Ressourcen als wiederverwendbaren, versionierten Automatisierungsbaustein implementieren.
- Schritt 3: Config Merge mit Plan-, Syntax- und Integrationstests gegen eine isolierte Umgebung prüfen.
- Schritt 4: Drift, Fehler und Rücknahme im Bereich Integritätsprüfung automatisiert erkennen und dokumentieren.
Praxisübung: Eine Basiskonfiguration wird mit umgebungsspezifischen Daten kombiniert, ohne Geheimnisse oder unprüfbare Inhalte in die Quelle einzubauen.
Kapitel 7: Lokale Tests mit QEMU
Inhaltsverzeichnis des Kapitels: Testimage; serielle Konsole; journalctl -u ignition*; Wiederholungszyklus.
- Schritt 1: Das Fehlerbild im Bereich Testimage reproduzieren und eine unveränderte Zeitlinie sichern.
- Schritt 2: Logs, Statusdaten und Abhängigkeiten zu serielle Konsole erfassen und gegeneinander abgleichen.
- Schritt 3: Die Ursache durch gezielte Prüfungen von journalctl -u ignition* eingrenzen und die kleinste wirksame Korrektur anwenden.
- Schritt 4: Wiederherstellung, Nachkontrolle und Prävention für Wiederholungszyklus in einem Runbook festhalten.
Praxisübung: Eine fehlerhafte Konfiguration wird lokal gestartet, anhand der Ignition-Logs korrigiert und bis zum reproduzierbaren erfolgreichen Boot iteriert.
Kapitel 8: Produktionsmuster und Freigabe
Inhaltsverzeichnis des Kapitels: Repository-Struktur; CI-Prüfung; Artefaktversion; Rollout-Freigabe.
- Schritt 1: Eingaben, Zustandsgrenzen und gewünschtes Ergebnis für Repository-Struktur modellieren.
- Schritt 2: CI-Prüfung als wiederverwendbaren, versionierten Automatisierungsbaustein implementieren.
- Schritt 3: Artefaktversion mit Plan-, Syntax- und Integrationstests gegen eine isolierte Umgebung prüfen.
- Schritt 4: Drift, Fehler und Rücknahme im Bereich Rollout-Freigabe automatisiert erkennen und dokumentieren.
Praxisübung: Für eine Beispielorganisation wird eine Build- und Freigabekette von Butane-Quelle bis signiertem Provisionierungsartefakt entworfen.
Methodik und Arbeitsumgebung
Inhaltsverzeichnis des Kapitels: Lernform; Laboraufbau; Validierung; Fehlerfälle und Rücknahme.
Vortrag, technische Einordnung, Live-Demonstrationen und geführte Übungen wechseln sich ab. Jede Konfiguration wird in einer isolierten Laborumgebung erstellt, versioniert, geprüft, angewendet und anhand von Status-, Log- und Funktionskontrollen abgenommen. Fehlerfälle und Rücknahmewege sind Bestandteil der Übungen.
Fachbereichsleiter / Leiter der Trainer / Ihre Ansprechpartner
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Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de -

Paul Goldschmidt
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: paul.goldschmidt@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 3 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage: 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 1.797 zzgl. MwSt. Inhaus: € 5.100 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | Linux-Administration, DevOps, SRE, Cloud Engineering, Plattformteams und technische Architektinnen und Architekten. |
| Voraussetzungen: | Sichere Linux-Grundkenntnisse, YAML- und JSON-Grundverständnis sowie Erfahrung mit systemd und Shell-Kommandos. |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmern |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja, selbstverständlich |
| Verpflegung: | Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch) |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055 |
Seminartermine
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