Seminar Fox-IT Acquire – Datenträgerabbilder, Loader und verschlüsselte Targets

Datenträgerabbilder und verschlüsselte Volumes erfordern eine saubere Trennung zwischen Quellformat, Loader, Volume-Struktur, Dateisystem und Erfassungsprofil. Das Seminar führt diese Ebenen in einem reproduzierbaren Arbeitsablauf zusammen.

Inhaltsverzeichnis

  1. Einordnung und Lernziele
  2. Zielgruppe
  3. Vorausgesetzte Kenntnisse
  4. Seminarinhalte
  5. Tag 1: Target-Erkennung, Imageformate und Loader
  6. Tag 2: Verschlüsselung, Fallback und Containerprüfung
  7. Praxisübungen
  8. Arbeitsweise und Unterlagen

Einordnung und Lernziele

Das Seminar ist auf praktische Anwendung, nachvollziehbare Entscheidungen und technisch prüfbare Erfassungsergebnisse ausgerichtet.

  • Geeignete Loader für lokale Datenträger und forensische Images auswählen.
  • Verschachtelte Targets und Child-Systeme kontrolliert erfassen.
  • BitLocker- und LUKS-Schlüssel über Keychain-Dateien oder Einzelwerte bereitstellen.
  • Fallback-Verfahren und Qualitätsprüfungen risikobewusst einsetzen.

Zielgruppe

Digitale Forensiker, Incident Responder, eDiscovery-Techniker und Administratoren forensischer Laborumgebungen.

Vorausgesetzte Kenntnisse

Grundkenntnisse zu Datenträgern, Partitionen, Dateisystemen und Acquire-Basisbedienung.

Seminarinhalte

Die Inhalte werden in aufeinander aufbauenden Schritten vermittelt. Jeder Themenblock endet mit einer technischen Kontrolle des erzeugten Ergebnisses.

Tag 1: Target-Erkennung, Imageformate und Loader

Der Seminartag verbindet konzeptionelle Einordnung, geführte Demonstration und eigenständige Laborarbeit.

Modul 1: Quelltypen und Target-Modell

  1. Schritt 1: Das Zielmedium wird als lokales System, physischer Datenträger, Raw-Image, E01-Abbild oder virtuelles Laufwerk klassifiziert.
  2. Schritt 2: Datenträger, Volumes und Dateisysteme werden als getrennte Ebenen erfasst.
  3. Schritt 3: Vor der Sammlung werden Schreibschutz, verfügbare Kopie und Arbeitsverzeichnis festgelegt.
  4. Schritt 4: Ein kurzer Vorabtest prüft, ob das Target vollständig und ohne unerwartete Seiteneffekte geladen wird.

Modul 2: Automatische und explizite Loader-Auswahl

  1. Schritt 1: Zunächst wird die automatische Erkennung mit ausführlicher Protokollierung getestet.
  2. Schritt 2: Bei Mehrdeutigkeit wird ein spezifischer Loader vorgegeben und das Ergebnis verglichen.
  3. Schritt 3: Fehlerhafte Formatannahmen werden anhand von Signaturen, Dateierweiterung und Strukturhinweisen eingegrenzt.
  4. Schritt 4: Die gewählte Loader-Entscheidung wird im Fallprotokoll festgehalten.

Modul 3: Child-Targets in Abbildern und virtuellen Strukturen

  1. Schritt 1: Enthaltene Systeme werden mit der Child-Auflistung inventarisiert.
  2. Schritt 2: Ein einzelnes Child wird über Index oder Pfad für eine Testsammlung ausgewählt.
  3. Schritt 3: Rekursive Strukturen werden nur nach kontrollierter Größen- und Laufzeitabschätzung aktiviert.
  4. Schritt 4: Parent- und Child-Erfassung werden abhängig vom Untersuchungsziel getrennt oder kombiniert.

Tag 2: Verschlüsselung, Fallback und Containerprüfung

Der Seminartag verbindet konzeptionelle Einordnung, geführte Demonstration und eigenständige Laborarbeit.

Modul 4: Keychain und Schlüsselbereitstellung

  1. Schritt 1: Benötigte Passphrasen, Recovery Keys oder Schlüsseldateien werden fallbezogen inventarisiert.
  2. Schritt 2: Mehrere Werte werden in einer strukturierten Keychain-Datei abgelegt.
  3. Schritt 3: Einzelwerte werden nur für kontrollierte Tests direkt übergeben.
  4. Schritt 4: Fehlerhafte oder unpassende Schlüssel werden anhand der Lade- und Mountmeldungen erkannt.

Modul 5: BitLocker- und LUKS-Targets

  1. Schritt 1: Die Volume-Struktur wird vor der Schlüsselübergabe dokumentiert.
  2. Schritt 2: Nach erfolgreicher Entschlüsselung werden Dateisystem und relevante Artefaktpfade stichprobenartig geprüft.
  3. Schritt 3: Das Erfassungsprofil wird an Zweck, Zeitbudget und Datenmenge angepasst.
  4. Schritt 4: Schlüsselmaterial wird getrennt vom Ergebniscontainer behandelt und geschützt abgelegt.

Modul 6: Fallback, Nachsammlung und Validierung

  1. Schritt 1: Nicht unterstützte oder fehlerhaft geladene Dateisysteme werden zunächst ohne Fallback diagnostiziert.
  2. Schritt 2: Fallback oder erzwungener Fallback wird nur beim lokalen Target und mit dokumentierter Begründung eingesetzt.
  3. Schritt 3: Bericht, Protokoll und Containerinhalt werden auf ausgelassene Pfade geprüft.
  4. Schritt 4: Fehlende Artefakte werden in einer gezielten Nachsammlung ergänzt, statt unkontrolliert eine Vollsammlung zu starten.

Praxisübungen

  • Erfassung aus Raw-, E01- und virtuellem Datenträgerabbild.
  • Loadervergleich bei einem absichtlich mehrdeutigen Target.
  • Öffnen eines verschlüsselten Volumes mit Keychain-Werten.
  • Child-Auswahl und gezielte Nachsammlung aus einem verschachtelten Target.

Arbeitsweise und Unterlagen

Vortrag, Live-Demonstrationen, angeleitete Schrittfolgen, eigenständige Übungen, Fehlerdiagnose und fallbezogene Checklisten werden kombiniert. Alle Übungen arbeiten mit klar getrennten Testtargets, Ausgabeverzeichnissen und Prüfprotokollen.

Fachbereichsleiter / Leiter der Trainer / Ihre Ansprechpartner

Seminardetails

   
Dauer: 2 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr
Preis: Öffentlich oder Live Stream: € 1.198 zzgl. MwSt.
Inhaus: € 3.400 zzgl. MwSt.
Teilnehmeranzahl: min. 2 - max. 8
Teilnehmer: Digitale Forensiker, Incident Responder, eDiscovery-Techniker und Administratoren forensischer Laborumgebungen.
Voraussetzungen: Grundkenntnisse zu Datenträgern, Partitionen, Dateisystemen und Acquire-Basisbedienung.
Standorte: Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg
Methoden: Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System, angeleitete Fallstudien
Seminararten: Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht
Durchführungsgarantie: ja, ab 2 Teilnehmern
Sprache: Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich
Seminarunterlage: Dokumentation auf Datenträger oder als Download
Teilnahmezertifikat: ja, selbstverständlich
Verpflegung: Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch)
Support: 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten
Barrierefreier Zugang: an den meisten Standorten verfügbar
  Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055

Seminartermine

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Seminar Startdatum Enddatum Ort Dauer
Linz 2 Tage
Salzburg 2 Tage
Graz 2 Tage
Wien 2 Tage
Inhaus / Firmenseminar 2 Tage
Stream live 2 Tage
Innsbruck 2 Tage
Stream gespeichert 2 Tage
Klagenfurt 2 Tage
Bregenz 2 Tage
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