Eine Firmwarefreigabe benötigt mehr als einen fehlerfreien Einzellauf. Das Seminar entwickelt aus Plattformvarianten, FWTS-Profilen, Referenzständen, bekannten Abweichungen und risikobasierten Regeln einen belastbaren OEM-Freigabeprozess.
Inhaltsverzeichnis
- Zielsetzung
- Zielgruppe
- Voraussetzungen
- Seminarinhalte
- Praxislabor
- Methodik
Zielsetzung
- Ein risikobasiertes FWTS-Freigabemodell entwerfen
- Plattformvarianten und Testprofile kontrolliert verwalten
- Regressionen, bekannte Abweichungen und Flaky Tests unterscheiden
- Qualitäts-Gates mit nachvollziehbarem Entscheidungs- und Rücktestprozess betreiben
Zielgruppe
OEM- und ODM-Qualitätssicherung, Firmware-Release-Management, Plattformprogrammleitung, Testarchitektur, Laborbetrieb und technische Freigabegremien.
Voraussetzungen
FWTS-Praxis, Erfahrung mit Firmwaretest oder Releaseprozessen und grundlegendes Verständnis von Automatisierung.
Seminarinhalte
1. Freigabegegenstand und Risiko
- Schritt 1: Firmwarekomponenten und Produktvarianten abgrenzen
- Schritt 2: Änderungsumfang und betroffene Funktionen erfassen
- Schritt 3: Risiken nach Auswirkung und Eintrittswahrscheinlichkeit bewerten
- Schritt 4: Prüftiefe und Freigabeverantwortung ableiten
2. Plattform- und Variantenmatrix
- Schritt 1: Hardware-, Region- und Konfigurationsvarianten katalogisieren
- Schritt 2: Repräsentative und verpflichtende Prüfmuster auswählen
- Schritt 3: Gemeinsame und variantenspezifische Tests zuordnen
- Schritt 4: Abdeckungsgrad transparent berechnen
3. FWTS-Testarchitektur
- Schritt 1: Basis-, Funktions-, Power- und Sonderprofile definieren
- Schritt 2: Interaktive und risikobehaftete Tests getrennt planen
- Schritt 3: Versionen, Parameter und Voraussetzungen festschreiben
- Schritt 4: Profiländerungen kontrolliert reviewen
4. Baseline und Regression
- Schritt 1: Freigegebenen Firmwarestand als Referenz sichern
- Schritt 2: Ergebnisse normalisieren und vergleichbar machen
- Schritt 3: Neue, behobene und unveränderte Befunde klassifizieren
- Schritt 4: Regression mit gezieltem Einzeltest bestätigen
5. Triage und Verantwortlichkeit
- Schritt 1: Befund nach Firmware, Kernel, Hardware oder Umgebung vorsortieren
- Schritt 2: Eigentümer und Reaktionsfrist zuweisen
- Schritt 3: Belege und Minimalreproduktion bereitstellen
- Schritt 4: Entscheidung und Rückteststatus zentral nachhalten
6. Ausnahmen und bekannte Abweichungen
- Schritt 1: Technische Begründung und Auswirkung dokumentieren
- Schritt 2: Gültigkeitsbereich auf konkrete Varianten begrenzen
- Schritt 3: Kompensation, Eigentümer und Ablaufdatum festlegen
- Schritt 4: Ausnahme bei jedem Kandidaten automatisiert erneut prüfen
7. Qualitäts-Gates
- Schritt 1: Blockierende und nicht blockierende Regeln definieren
- Schritt 2: Mindestabdeckung und zulässige Fehlerbudgets festlegen
- Schritt 3: Gateentscheidung aus unveränderlichen Artefakten erzeugen
- Schritt 4: Manuelle Übersteuerung mit Vier-Augen-Prinzip protokollieren
8. Flaky Tests und Laborqualität
- Schritt 1: Instabile Tests über Wiederholungen erkennen
- Schritt 2: Umgebungs-, Geräte- und Testursachen trennen
- Schritt 3: Quarantäne mit klarer Rückkehrbedingung verwalten
- Schritt 4: Laborzustand und Messsystem regelmäßig qualifizieren
9. Trend und Audit
- Schritt 1: Befunddichte, Durchlaufquote und Reparaturzeit messen
- Schritt 2: Trends nach Plattform und Firmwarezweig auswerten
- Schritt 3: Freigabeentscheidung mit Artefaktkette belegen
- Schritt 4: Regelwerk nach Felddaten und Rückläufern aktualisieren
Praxislabor
- Erstellen einer Plattform- und Risikomatrix
- Entwerfen gestufter FWTS-Testprofile
- Bewerten eines Regressionsergebnisses
- Einrichten eines befristeten Ausnahmeworkflows
- Durchspielen einer dokumentierten Gateentscheidung
Methodik
Die Durchführung kombiniert strukturierte Fachinputs, nachvollziehbare Demonstrationen, geführte Schritt-für-Schritt-Übungen und eigenständige Diagnoseaufgaben. Jeder Laborlauf beginnt mit dokumentierten Voraussetzungen, erzeugt prüfbare Artefakte und endet mit einer technischen Bewertung sowie einem definierten Rücktest.
Fachbereichsleitung und Trainerteam
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Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de -

Paul Goldschmidt
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: paul.goldschmidt@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 4 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 2.396 zzgl. MwSt. Inhaus: € 6.800 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | OEM- und ODM-Qualitätssicherung, Firmware-Release-Management, Plattformprogrammleitung, Testarchitektur, Laborbetrieb und technische Freigabegremien. |
| Voraussetzungen: | FWTS-Praxis, Erfahrung mit Firmwaretest oder Releaseprozessen und grundlegendes Verständnis von Automatisierung. |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Fachinput, Demonstrationen, schrittweise praktische Übungen und Auswertung am System |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhouse, Workshop - Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar bei ausdrücklicher Beauftragung |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmern |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja, selbstverständlich |
| Verpflegung: | Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch) |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055 |
Seminartermine
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