Seminar Joe Sandbox – Memory Dumps, Unpacking und Code-Artefakte

Das Seminar behandelt tiefe Laufzeitartefakte aus Joe-Sandbox-Analysen. Speicherabbilder, Speicherstrings, entpackte PE-Dateien, .NET-Artefakte, IDA-Brückendateien, Prozessinjektion, nachgeladene Payloads und Execution-Graph-Informationen werden sicher extrahiert, validiert und für weiterführende Reverse-Engineering- und Incident-Prozesse aufbereitet.

Inhaltsübersicht

  • Lernziele und fachliche Einordnung
  • Schrittweise Seminarinhalte
  • Praxisübungen und Laborszenarien
  • Zielgruppe und Voraussetzungen
  • Didaktik und Arbeitsweise

Lernziele

  • Speicher- und Code-Artefakte zielgerichtet auswählen und sicher behandeln.
  • Entpackte, entschlüsselte und nachgeladene Payloads identifizieren.
  • Injection-, Reflection- und Laufzeitladeverfahren anhand der Artefakte bewerten.
  • Execution Graph und Codeabdeckung zur Priorisierung weiterer Analyse nutzen.
  • Ein reproduzierbares Reverse-Engineering- und DFIR-Handoff erstellen.

Schrittweise Seminarinhalte

1. Artefaktinventar und sichere Handhabung

Schwerpunkt: Speicherabbilder, Speicherstrings, entpackte PE-Dateien, abgelegte Dateien, IDA-Artefakte, Prüfsummen, Kennwörter, Quarantäne und Zugriffsschutz.

  1. Analyseziel, Ausgangslage und Abnahmekriterien für den Themenblock „Artefaktinventar und sichere Handhabung“ festlegen.
  2. Relevante Objekte, Datenquellen, Rollen und Einstellungen anhand von Speicherabbilder, Speicherstrings, entpackte PE-Dateien, abgelegte Dateien, IDA-Artefakte, Prüfsummen, Kennwörter, Quarantäne und Zugriffsschutz strukturiert vorbereiten.
  3. Den vorgesehenen Analyse-, Konfigurations- oder Integrationsablauf in der Laborumgebung schrittweise durchführen und Zwischenergebnisse sichern.
  4. Ergebnisqualität, Fehlerszenarien, Berechtigungen und Sicherheitswirkung mit definierten Positiv- und Negativtests prüfen.
  5. Als Arbeitsergebnis einen sicheren Artefakt- und Chain-of-Custody-Prozess dokumentieren, fachlich prüfen und in einen wiederholbaren Standard überführen.

2. Speicherabbilder und Prozesskontext

Schwerpunkt: Prozesszuordnung, Zeitbezug, Speicherregionen, Module, Threads, Handles, eingebettete Konfiguration, Klartextdaten und flüchtige IOCs.

  1. Analyseziel, Ausgangslage und Abnahmekriterien für den Themenblock „Speicherabbilder und Prozesskontext“ festlegen.
  2. Relevante Objekte, Datenquellen, Rollen und Einstellungen anhand von Prozesszuordnung, Zeitbezug, Speicherregionen, Module, Threads, Handles, eingebettete Konfiguration, Klartextdaten und flüchtige IOCs strukturiert vorbereiten.
  3. Den vorgesehenen Analyse-, Konfigurations- oder Integrationsablauf in der Laborumgebung schrittweise durchführen und Zwischenergebnisse sichern.
  4. Ergebnisqualität, Fehlerszenarien, Berechtigungen und Sicherheitswirkung mit definierten Positiv- und Negativtests prüfen.
  5. Als Arbeitsergebnis eine kommentierte Speicher- und Prozessübersicht dokumentieren, fachlich prüfen und in einen wiederholbaren Standard überführen.

3. Strings, Konfiguration und Geheimnisse

Schwerpunkt: Speicherstrings, Dateistrings, Domains, URLs, Pfade, Befehle, Schlüsselmaterial, Konfigurationsblöcke und Datenbereinigung.

  1. Analyseziel, Ausgangslage und Abnahmekriterien für den Themenblock „Strings, Konfiguration und Geheimnisse“ festlegen.
  2. Relevante Objekte, Datenquellen, Rollen und Einstellungen anhand von Speicherstrings, Dateistrings, Domains, URLs, Pfade, Befehle, Schlüsselmaterial, Konfigurationsblöcke und Datenbereinigung strukturiert vorbereiten.
  3. Den vorgesehenen Analyse-, Konfigurations- oder Integrationsablauf in der Laborumgebung schrittweise durchführen und Zwischenergebnisse sichern.
  4. Ergebnisqualität, Fehlerszenarien, Berechtigungen und Sicherheitswirkung mit definierten Positiv- und Negativtests prüfen.
  5. Als Arbeitsergebnis einen validierten Konfigurations- und IOC-Auszug dokumentieren, fachlich prüfen und in einen wiederholbaren Standard überführen.

4. Unpacking und nachgeladene Payloads

Schwerpunkt: entpackte PE-Dateien, Reflection, Ressourcen, Shellcode, Stager, Loader, Folgepayloads, Dateibeziehungen und Hashkorrelation.

  1. Analyseziel, Ausgangslage und Abnahmekriterien für den Themenblock „Unpacking und nachgeladene Payloads“ festlegen.
  2. Relevante Objekte, Datenquellen, Rollen und Einstellungen anhand von entpackte PE-Dateien, Reflection, Ressourcen, Shellcode, Stager, Loader, Folgepayloads, Dateibeziehungen und Hashkorrelation strukturiert vorbereiten.
  3. Den vorgesehenen Analyse-, Konfigurations- oder Integrationsablauf in der Laborumgebung schrittweise durchführen und Zwischenergebnisse sichern.
  4. Ergebnisqualität, Fehlerszenarien, Berechtigungen und Sicherheitswirkung mit definierten Positiv- und Negativtests prüfen.
  5. Als Arbeitsergebnis eine vollständige Payload- und Ladebeziehungskarte dokumentieren, fachlich prüfen und in einen wiederholbaren Standard überführen.

5. .NET- und weitere Code-Artefakte

Schwerpunkt: .NET-Metadaten, dekompilierbare Module, dynamisches Laden, obfuskierte Ressourcen, IDA-Brückendateien und Priorisierung für Reverse Engineering.

  1. Analyseziel, Ausgangslage und Abnahmekriterien für den Themenblock „.NET- und weitere Code-Artefakte“ festlegen.
  2. Relevante Objekte, Datenquellen, Rollen und Einstellungen anhand von .NET-Metadaten, dekompilierbare Module, dynamisches Laden, obfuskierte Ressourcen, IDA-Brückendateien und Priorisierung für Reverse Engineering strukturiert vorbereiten.
  3. Den vorgesehenen Analyse-, Konfigurations- oder Integrationsablauf in der Laborumgebung schrittweise durchführen und Zwischenergebnisse sichern.
  4. Ergebnisqualität, Fehlerszenarien, Berechtigungen und Sicherheitswirkung mit definierten Positiv- und Negativtests prüfen.
  5. Als Arbeitsergebnis einen priorisierten Code-Analyseplan dokumentieren, fachlich prüfen und in einen wiederholbaren Standard überführen.

6. Injection, Execution Graph und Abdeckung

Schwerpunkt: fremde Speicherbereiche, API-Ketten, Prozessmanipulation, Ausführungspfade, nicht erreichte Zweige, Sleeps, Logikbedingungen und Coverage.

  1. Analyseziel, Ausgangslage und Abnahmekriterien für den Themenblock „Injection, Execution Graph und Abdeckung“ festlegen.
  2. Relevante Objekte, Datenquellen, Rollen und Einstellungen anhand von fremde Speicherbereiche, API-Ketten, Prozessmanipulation, Ausführungspfade, nicht erreichte Zweige, Sleeps, Logikbedingungen und Coverage strukturiert vorbereiten.
  3. Den vorgesehenen Analyse-, Konfigurations- oder Integrationsablauf in der Laborumgebung schrittweise durchführen und Zwischenergebnisse sichern.
  4. Ergebnisqualität, Fehlerszenarien, Berechtigungen und Sicherheitswirkung mit definierten Positiv- und Negativtests prüfen.
  5. Als Arbeitsergebnis eine Injection- und Codepfadbewertung dokumentieren, fachlich prüfen und in einen wiederholbaren Standard überführen.

7. Validierung und Analyseübergabe

Schwerpunkt: Artefaktintegrität, Wiederholungsanalyse, YARA-Erstellung, Detection-Ideen, Reverse-Engineering-Fragen, Incident-Bezug und Dokumentation.

  1. Analyseziel, Ausgangslage und Abnahmekriterien für den Themenblock „Validierung und Analyseübergabe“ festlegen.
  2. Relevante Objekte, Datenquellen, Rollen und Einstellungen anhand von Artefaktintegrität, Wiederholungsanalyse, YARA-Erstellung, Detection-Ideen, Reverse-Engineering-Fragen, Incident-Bezug und Dokumentation strukturiert vorbereiten.
  3. Den vorgesehenen Analyse-, Konfigurations- oder Integrationsablauf in der Laborumgebung schrittweise durchführen und Zwischenergebnisse sichern.
  4. Ergebnisqualität, Fehlerszenarien, Berechtigungen und Sicherheitswirkung mit definierten Positiv- und Negativtests prüfen.
  5. Als Arbeitsergebnis ein reproduzierbares Reverse-Engineering- und DFIR-Handoff dokumentieren, fachlich prüfen und in einen wiederholbaren Standard überführen.

Praxisübungen und Laborszenarien

  • Extraktion und Zuordnung entpackter Payloads aus einer mehrstufigen Probe.
  • Auswertung eines Speicherabbilds und der dazugehörigen Speicherstrings.
  • Erstellung eines priorisierten Reverse-Engineering-Arbeitsauftrags mit Artefaktpaket.

Zielgruppe und Voraussetzungen

Zielgruppe: Malware-Analysten, Reverse Engineering, DFIR, Threat Research, Detection Engineering und Incident Response.

Voraussetzungen: Erfahrung mit Windows-Prozessen, PE-Dateien, Speicheranalyse und grundlegender statischer Analyse.

Didaktik und Arbeitsweise

Kurze Fachimpulse werden unmittelbar durch Demonstrationen, strukturierte Analyseschritte, praktische Übungen und kontrollierte Fehlerfälle vertieft. Jede Übung verwendet definierte Ausgangswerte, Prüfpunkte und Dokumentationsanforderungen, damit die erarbeiteten Abläufe als Analyse-, Integrations- oder Betriebsstandard wiederholbar bleiben.

Fachbereichsleitung und Trainerteam

Seminardetails

   
Dauer: 2 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr
Preis: Öffentlich oder Live Stream: € 1.198 zzgl. MwSt.
Inhaus: € 3.400 zzgl. MwSt.
Teilnehmeranzahl: min. 2 - max. 8
Teilnehmer: Malware-Analysten, Reverse Engineering, DFIR, Threat Research, Detection Engineering und Incident Response
Voraussetzungen: Erfahrung mit Windows-Prozessen, PE-Dateien, Speicheranalyse und grundlegender statischer Analyse
Standorte: Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg
Methoden: Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System
Seminararten: Öffentlich, Webinar, Inhouse, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht
Durchführungsgarantie: ja, ab 2 Teilnehmern
Sprache: Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich
Seminarunterlage: Dokumentation auf Datenträger oder als Download
Teilnahmezertifikat: ja, selbstverständlich
Verpflegung: Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch)
Support: 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten
Barrierefreier Zugang: an den meisten Standorten verfügbar
  Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055

Seminartermine

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Seminar Startdatum Enddatum Ort Dauer
Linz 2 Tage
Salzburg 2 Tage
Graz 2 Tage
Wien 2 Tage
Stream live 2 Tage
Inhaus / Firmenseminar 2 Tage
Stream gespeichert 2 Tage
Innsbruck 2 Tage
Klagenfurt 2 Tage
Bregenz 2 Tage
Klagenfurt 2 Tage
Bregenz 2 Tage
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