vLEI verbindet eine global geregelte Organisationsidentität mit kryptographisch prüfbaren Rollen- und Autorisierungsnachweisen. Der Nutzen entsteht erst, wenn Governance, Identity Verification, Credential-Ausgabe, Status, technische Trust Chain und Fachanwendung konsistent zusammenspielen.
Inhaltsübersicht
- Seminarprofil
- Zielgruppe
- Lernziele
- Seminarinhalte
- Praxisanteile
- Voraussetzungen
Seminarprofil
Der Kurs fasst die vier vLEI-Einzelseminare zu einem vollständigen Qualifizierungs- und Integrationsprogramm zusammen. Teilnehmer entwickeln Prozesslandkarte, Rollenmodell, technische Architektur, Verifier-Policy, Auditnachweise und Einführungsplan.
Zielgruppe
QVI-Kandidaten, Finanz- und RegTech-Unternehmen, IAM- und Compliance-Teams, Enterprise Architects, Entwickler, Auditoren und Verantwortliche für digitale Organisationsidentität.
Lernziele
- vLEI-Governance und operative Rollen vollständig einordnen
- Credential-Typen und Autorisierungsketten korrekt anwenden
- QVI-Issuance, Revocation, Audit und Kontrollen entwerfen
- KERI/ACDC/IPEX-basierte technische Architektur verstehen
- Verifier und Unternehmensanwendungen sicher integrieren
Seminarinhalte
Schritt 1: Ökosystem, Governance und Trust Chain ordnen
GLEIF, QVI, Legal Entity, LAR, Role Holder und Verifier werden mit ihren Rechten, Pflichten und Nachweisen abgebildet. Die Governance-Ebene wird von der technischen Schlüssel- und Credential-Ebene getrennt.
- Rollen und Vertragsbeziehungen erfassen
- Trust Anchors und Delegationen markieren
- Policy- und Technikverantwortung zuordnen
Schritt 2: Credential-Typen modellieren
QVI-, Legal-Entity-, AUTH-, OOR- und ECR-Credentials werden nach Issuer, Holder, Zweck, erlaubter Ausgabe und Revocation unterschieden. Typische Fehlinterpretationen von Rolle, Funktion und Vertretungsmacht werden geklärt.
- Credential-Matrix erstellen
- Official und Engagement Context Roles trennen
- Autorisierung zur Ausgabe nachweisen
Schritt 3: Identity Verification und Onboarding entwerfen
Antragsannahme, Berechtigungsprüfung, Identitätsprüfung, LEI-Status, LAR-Bestätigung, Vier-Augen-Kontrollen und Ausnahmebehandlung werden in einen prüfbaren Prozess überführt.
- Evidenzanforderungen definieren
- manuelle und automatisierte Kontrollen trennen
- Ablehnung und Nachforderung dokumentieren
Schritt 4: KERI-Infrastruktur verstehen
AIDs, Delegation, Pre-Rotation, Witnesses, Watchers und Schlüsselverwahrung werden auf die vLEI-Rollen übertragen. Kompromittierung und Recovery werden für Root-, QVI- und Legal-Entity-Ebenen differenziert.
- AID-Hierarchie modellieren
- Schutzklassen für Schlüssel festlegen
- Witness- und Watcher-Verfügbarkeit planen
Schritt 5: ACDC-Credentials und Registries prüfen
SAIDs, Schemas, Attributes, Rules, Sources, Issuance und Revocation bilden die technische Credential-Kette. Vollständige und komprimierte Formen werden hinsichtlich Verifikation und Datenbereitstellung bewertet.
- Schema- und Credential-SAIDs prüfen
- Registry-Ereignisse validieren
- Quellenkette bis zum Trust Anchor verfolgen
Schritt 6: Issuance und Revocation durchführen
Von der autorisierten Anweisung bis zur Ausgabe und Widerruf werden Zustände, Kontrollen, Belege und Benachrichtigungen festgelegt. Bulk-, Wiederholungs- und Fehlerfälle werden eingeschlossen.
- Berechtigung vor Ausgabe prüfen
- Idempotenz und Doppelvergabe verhindern
- Revocation-Fristen und Eskalation definieren
Schritt 7: IPEX und Holder-Interaktion gestalten
Credential-Angebot, Zustimmung, Grant, Empfang und spätere Präsentation werden als sichere Exchange-Flows modelliert. Datenschutz und vertragliche Bedingungen werden in die Übergabe eingebettet.
- Exchange-Zustände protokollieren
- partielle Offenlegung bewerten
- abgebrochene Vorgänge bereinigen
Schritt 8: Verifier-Policy implementieren
Der Verifier prüft Signatur, Key State, Credential-SAID, Schema, Registry-Status, Quellenkette, Rolle, Kontext, Gültigkeit und lokale Policy. Caching und Offline-Fälle werden risikobasiert behandelt.
- Prüfreihenfolge festlegen
- harte und weiche Fehler unterscheiden
- Entscheidungsnachweis erzeugen
Schritt 9: Audit und Trust Assurance organisieren
Kontrollziele, Evidenzen, Stichproben, technische Logs, Berechtigungstrennung, Change Management und Incident Handling werden zu einem Audit- und Assurance-Plan verbunden.
- Kontrollmatrix pflegen
- Evidenzen manipulationsarm speichern
- Findings und Remediation nachverfolgen
Schritt 10: Unternehmensintegration und Rollout planen
Authentifizierung, Zeichnungsberechtigung, Lieferanten-Onboarding, API-Zugriff und Dokumentfreigabe werden als Integrationsmuster ausgearbeitet. Ein Pilot wird von Skalierung und Regelbetrieb getrennt.
- Use Cases priorisieren
- Adapter- und Policy-Schicht entwerfen
- Rollout- und Supportmodell festlegen
Praxisanteile
- vLEI-Rollen- und Credential-Matrix erstellen
- QVI-Onboarding- und Issuance-Prozess modellieren
- technische Trust Chain verifizieren
- Verifier-Policy mit Negativfällen entwickeln
- Audit- und Rolloutplan ausarbeiten
Voraussetzungen
Gute Kenntnisse in Unternehmensidentifikation, IAM, Compliance-Prozessen und Public-Key-Kryptographie. Technische Teilnehmer benötigen JSON- und API-Erfahrung.
Fachbereichsleiter / Leiter der Trainer / Ihre Ansprechpartner
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Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de -

Paul Goldschmidt
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: paul.goldschmidt@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 5 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage: 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 2.995 zzgl. MwSt. Inhaus: € 8.500 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | QVI-Kandidaten, Finanz- und RegTech-Unternehmen, IAM- und Compliance-Teams, Enterprise Architects, Entwickler, Auditoren und Verantwortliche für digitale Organisationsidentität. |
| Voraussetzungen: | Gute Kenntnisse in Unternehmensidentifikation, IAM, Compliance-Prozessen und Public-Key-Kryptographie. Technische Teilnehmer benötigen JSON- und API-Erfahrung. |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Vortrag, Demonstrationen, strukturierte Übungen, Architektur- und Fallstudienarbeit |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmern |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja, selbstverständlich |
| Verpflegung: | Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch) |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055 |
Seminartermine
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