Seminar LibreNMS

Inhaltsverzeichnis

Projektprofil

LibreNMS ist ein gemeinschaftlich entwickeltes Open-Source-Projekt für die Überwachung von Netzwerken und IT-Infrastruktur. Hinter der Software steht eine Entwicklergemeinschaft, kein einzelner Hersteller mit einem geschlossenen Produktangebot. Die Plattform verbindet Geräteerkennung, regelmäßige Datenerhebung, Zeitreihendarstellung und Alarmierung in einer webbasierten Arbeitsumgebung.

Die Seminarreihe behandelt sowohl den Einstieg als auch die langfristige Betreuung einer Installation. Acht Fachseminare ermöglichen eine gezielte Auswahl nach Aufgaben und Vorkenntnissen. Ergänzend bündeln zwei Intensivseminare die Themenfelder, während ein dreitägiger Kompaktkurs einen konzentrierten Praxiseinstieg ermöglicht. Die Schulungen sind praxisorientierte Angebote von Seminar-Experts; eine Herstellerzertifizierung ist damit nicht verbunden.

Einsatzgebiete

Typische Aufgaben reichen von der Überwachung von Switches, Routern, Firewalls und Linux-Hosts bis zur Beobachtung von Schnittstellen, Ressourcen und verfügbaren Umgebungssensoren. Geräteansichten und Zeitreihen unterstützen die Eingrenzung von Störungen. Alarmregeln und Benachrichtigungen helfen dabei, relevante Zustandsänderungen rechtzeitig zu bearbeiten.

  • Gerätebestände und Managementzugänge strukturiert erfassen und überprüfen.
  • Netzwerkzustände, Auslastung und Fehlerzähler im Zusammenhang auswerten.
  • Betriebsansichten und nachvollziehbare Alarmwege für unterschiedliche Aufgaben aufbauen.
  • Wiederkehrende Verwaltungsarbeiten über die API unterstützen.
  • Unterstützte Service-Checks, Anwendungsmetriken und Konfigurationssicherung ergänzend integrieren.
  • Größere Umgebungen anhand gemessener Anforderungen schrittweise erweitern.

Der tatsächliche Umfang der Geräte- und Sensorerfassung hängt vom Gerät, seinen bereitgestellten Daten und der vorhandenen Unterstützung ab. Die Seminare vermitteln deshalb auch die Prüfung von Datenqualität und Funktionsgrenzen. Netzwerkmonitoring, tiefgehende Anwendungsanalyse und Sicherheitsereignisanalyse werden als unterschiedliche Aufgaben eingeordnet.

Empfohlene Seminarreihenfolge

Der folgende Lernweg baut die Kenntnisse schrittweise auf. Bereits vorhandene, gleichwertige Praxiserfahrung ermöglicht den direkten Einstieg in eine passende Vertiefung. Die Reihenfolge der Lernschritte ist unabhängig von der alphabetischen Anordnung der Seminarseiten.

  1. Grundlagen und Installation (3 Tage): Plattform aufbauen, Komponenten verstehen und erste Geräte überwachen.
  2. Geräteerkennung und SNMP-Monitoring (2 Tage): Geräteaufnahme, Schnittstellenzuordnung und die Qualität der Messwerte vertiefen.
  3. Alarmierung und Ereignismanagement (2 Tage): Regeln, Zustellung, Wartung und Ereignisse zu einer getesteten Meldekette verbinden.
  4. Dashboards, Topologie und Kapazitätsanalyse (2 Tage): Betriebsansichten gestalten und Messhistorien für die technische Bewertung nutzen.
  5. Betrieb, Sicherheit und Wiederherstellung (3 Tage): Zugriffsschutz, Wartung, Datensicherung und Wiederherstellung praktisch beherrschen.
  6. API, Automatisierung und Integrationen (3 Tage): Inventarabgleiche und betriebliche Zusatzintegrationen kontrolliert automatisieren.
  7. Nach Aufgabenbereich spezialisieren: Skalierung und verteiltes Polling (4 Tage) für größere Plattformen oder Geräteunterstützung und eigene Sensoren (3 Tage) für die Erweiterung der Geräteunterstützung. Beide Spezialisierungen können unabhängig voneinander besucht werden; jeweils gelten die angegebenen Voraussetzungen.

Für den Netzwerkbetrieb liegt der Schwerpunkt auf Geräteerkennung, Alarmierung und Auswertung. Die Plattformadministration ergänzt diese Kenntnisse um sicheren Betrieb und Skalierung. Für die Entwicklung von Anbindungen stehen API-Automatisierung und Sensorerweiterung im Vordergrund. Ein pauschaler Besuch aller Seminare ist für diese unterschiedlichen Rollen nicht erforderlich.

Intensiv- und Kompaktangebote

Intensivseminar: Monitoring und Alarmierung (5 Tage) bündelt Grundlagen und Installation, Geräteerkennung und SNMP-Monitoring, Alarmierung und Ereignismanagement sowie Dashboards, Topologie und Kapazitätsanalyse. Der Kurs eignet sich für erfahrene IT-Fachkräfte, die den zusammenhängenden Monitoring-Ablauf in einer gemeinsamen Laborumgebung erarbeiten möchten.

Intensivseminar: Administration, Integration und Skalierung (5 Tage) folgt darauf oder setzt gleichwertige Praxis voraus. Er fasst Betrieb, Sicherheit und Wiederherstellung, API und Integrationen, Geräteunterstützung und eigene Sensoren sowie Skalierung und verteiltes Polling zusammen. Vorbereitete Laborstationen und die genannten Programmierkenntnisse sind Voraussetzung für die intensive Bearbeitung.

Beide Intensivseminare decken gemeinsam alle Themenfelder der acht Fachseminare ab. Sie sind ein alternativer Lernweg mit ausgewählten Referenzaufgaben. Die größere Zahl an Varianten, vertiefenden Fehlerfällen und eigenständigen Spezialübungen bleibt den Fachseminaren vorbehalten. Die einzelnen Intensivseminare dauern jeweils höchstens fünf Tage.

Kompaktseminar für den Praxiseinstieg (3 Tage) konzentriert sich auf eine vorbereitete Plattform, Geräteaufnahme, erste Alarme und eine übersichtliche Betriebsansicht. Er dient als eigenständiger Einstieg und muss nicht zusätzlich vor dem Grundlagenseminar besucht werden. Die vollständige Installation und die fortgeschrittenen Themen werden in den passenden Fachseminaren behandelt.

Methodik und Praxis

Die Seminare verbinden kurze fachliche Einführungen mit Demonstrationen, eigenständigen Konfigurationen und kontrollierten Fehlerfällen. Der Unterricht erfolgt auf vorbereiteten Laborumgebungen. Für Kapazitätsbetrachtungen stehen historische Messdaten zur Verfügung; Entwicklungsübungen verwenden bereinigte SNMP-Daten. Übungen zur Wiederherstellung und Skalierung nutzen getrennte Laborinstanzen.

Die technischen Beispiele werden auf einen vor Seminarbeginn geprüften Softwarestand abgestimmt. Ergänzende Systeme werden jeweils ausdrücklich als Integrationen behandelt. Insbesondere werden verteiltes Polling, unabhängige Standorterfassung und Hochverfügbarkeit fachlich unterschieden. Angaben zu Dauer, Voraussetzungen und organisatorischen Leistungen stehen auf den jeweiligen Seminarseiten.

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