Das Kompaktseminar bietet eine verdichtete Orientierung über die wichtigsten LLVM-Themen. Es behandelt die Begriffe, Artefakte und Entscheidungspunkte, die für Projektplanung, Toolchain-Auswahl und technische Kommunikation benötigt werden.
Die Dauer von zwei Tagen ist bewusst kompakt gewählt. Das Seminar priorisiert Überblick, praktische Einordnung und Entscheidungsfähigkeit; tiefere Implementierung von Pässen, Backends, MLIR-Dialekten oder JIT-Runtimes wird nur exemplarisch eingeordnet.
Kapitel 1: Überblick über LLVM und Clang
Inhaltsverzeichnis
- Komponenten und Einsatzszenarien
- Compiler-Pipeline
- Build- und Toolchain-Artefakte
Schritt 1: Begriffe sortieren
LLVM Core, Clang, LLD, LLDB, MLIR und Runtime-Komponenten werden kurz eingeordnet. Ziel ist ein gemeinsames Vokabular für technische Entscheidungen.
Schritt 2: Pipeline lesen
Der Weg vom Quelltext bis zum ausführbaren Artefakt wird in Phasen zerlegt. Jede Phase wird mit typischen Eingaben, Ausgaben und Diagnosepunkten verbunden.
Schritt 3: Einsatzszenarien bewerten
Anwendungsfälle wie statische Analyse, Cross-Compilation, Optimierung, JIT-Ausführung und Backend-Anpassung werden anhand ihrer Komplexität eingeordnet.
Kapitel 2: IR, Optimierung und Tooling
Inhaltsverzeichnis
- LLVM IR als Analyseebene
- Optimierungsstufen
- Clang Tooling und einfache Automatisierung
Schritt 1: IR-Beispiel interpretieren
Ein kleines IR-Beispiel wird gelesen. Funktionen, Basic Blocks, Instruktionen und SSA-Werte werden als Grundlage weiterer Themen genutzt.
Schritt 2: Optimierung einschätzen
Optimierungsstufen werden nicht als magische Schalter, sondern als Pipeline-Entscheidungen betrachtet. Performance, Codegröße und Debugbarkeit werden gegeneinander abgewogen.
Schritt 3: Tooling-Potenzial erkennen
AST-basierte Werkzeuge und IR-nahe Analysen werden gegenübergestellt. Daraus ergibt sich, welche Ebene für welche Automatisierungsaufgabe geeignet ist.
Kapitel 3: Praxisbewertung und nächste Vertiefung
Inhaltsverzeichnis
- JIT- und MLIR-Grundideen
- Toolchain-Betrieb
- Auswahl weiterführender Seminare
Schritt 1: JIT und MLIR abgrenzen
ORC JIT wird als Laufzeitkompilierung eingeordnet, MLIR als mehrstufige IR-Infrastruktur. Die unterschiedlichen Einsatzprofile werden gegenübergestellt.
Schritt 2: Betrieb bewerten
Build-Zeiten, Cross-Targets, Sanitizer, Linker und reproduzierbare Artefakte werden als Projektfaktoren betrachtet. Dadurch entstehen realistische Aufwandsabschätzungen.
Schritt 3: Vertiefung auswählen
Aus dem Projektziel wird abgeleitet, ob Clang Tooling, Pass-Entwicklung, JIT, MLIR, Toolchain Engineering oder Backend-Entwicklung als nächster Schritt sinnvoll ist.
Fachbereichsleitung / Trainerleitung / Ansprechpartner
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Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de -

Paul Goldschmidt
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: paul.goldschmidt@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 2 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 1.198 zzgl. MwSt. Inhaus: € 3.400 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmerkreis: | Technische Projektleitung, Architektur, Entwicklungsteams, Plattform- und Build-Verantwortliche |
| Voraussetzungen: | Technisches Verständnis von Softwareentwicklung und Build-Prozessen, C- oder C++-Grundkenntnisse empfohlen |
| Standorte: | Live-Online, Firmenstandort, Schulungszentrum |
| Unterlagen: | Seminarunterlagen, Übungen, Beispielprojekte |
Seminartermine
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