Seminar Loxone Energie – Messung, PV-Überschuss und Lastmanagement

Seminar / Training

Energiemanagement benötigt belastbare Messwerte und klare Prioritäten. Eine optisch ansprechende Visualisierung ist wertlos, wenn Zählrichtungen, Einheiten oder Zeitbezüge nicht stimmen.

Drei Tage sind notwendig, weil Messwerterfassung, Logik, Verbrauchersteuerung, Elektromobilität, Diagnose und wirtschaftliche Betriebsstrategien zusammengehören. Die Übungen verwenden ein Modell aus Netz, Photovoltaik, Speicher und steuerbaren Verbrauchern.

Inhaltsübersicht

  • Einordnung und Zielsetzung
  • Zielgruppe und Vorkenntnisse
  • Schrittweise Seminarinhalte
  • Praktische Übungen
  • Qualitätssicherung

Einordnung und Zielsetzung

Ziel ist eine technisch plausible und betrieblich nachvollziehbare Energieautomation mit kontrollierten Lastgrenzen und sinnvoller Eigennutzung.

Zielgruppe und Vorkenntnisse

Geeignet für Systemintegratoren, Energieplaner, Elektrofachkräfte, Betreiber und technische Facility Manager.

Schrittweise Seminarinhalte

  1. Schritt 1: Mess- und Bilanzgrenzen definieren Netzbezug, Einspeisung, Erzeugung, Speicher, Unterverteilungen und Einzelverbraucher werden in einem Einlinienschema abgegrenzt. Für jeden Messpunkt werden Einheit, Vorzeichen, Aktualisierungsrate und erwarteter Wertebereich festgelegt.
  2. Schritt 2: Zähler und Datenquellen anbinden Direkte Zähler, Modbus-Werte und virtuelle Datenquellen werden strukturiert eingebunden. Register, Skalierung, Datentyp, Zählrichtung und Kommunikationsausfall werden dokumentiert und getestet.
  3. Schritt 3: Messwerte plausibilisieren Momentanleistung und Energiezähler werden auf Sprünge, negative Werte, Stillstand und Summenfehler geprüft. Ersatzwerte und Fehlermeldungen verhindern, dass ungültige Daten unbemerkt in Steuerentscheidungen eingehen.
  4. Schritt 4: Energieflussmodell aufbauen Erzeuger, Speicher, Netz und Verbraucher werden zu einer konsistenten Bilanz verbunden. Anzeige und Statistik werden mit bekannten Lastzuständen geprüft, bevor Automatikfunktionen freigegeben werden.
  5. Schritt 5: Verbraucher und Prioritäten klassifizieren Muss-, Kann- und Komfortlasten erhalten Leistungswerte, Mindestlaufzeiten, Sperrzeiten und Prioritäten. Thermische Speicher, Ladepunkte und flexible Geräte werden nach technischer Eignung und Nutzeranforderung eingeordnet.
  6. Schritt 6: PV-Überschuss nutzen Überschuss wird mit Ein- und Ausschaltschwellen, Hysterese und Mindestlaufzeit verarbeitet. Verbraucher werden stufenweise zugeschaltet, ohne kurze Lastwechsel oder unnötigen Netzbezug zu erzeugen.
  7. Schritt 7: Speicherstrategie integrieren Ladezustand, Reserve, Lade- und Entladegrenzen sowie Priorität gegenüber anderen Verbrauchern werden abgebildet. Fehlende oder unplausible Speicherwerte führen zu einem definierten Ersatzbetrieb.
  8. Schritt 8: Lastspitzen begrenzen Anschlussleistung und Unterverteilungsgrenzen werden als feste Schranken modelliert. Bei Überschreitung werden Lasten nach Priorität reduziert, während sicherheits- und prozesskritische Verbraucher unangetastet bleiben.
  9. Schritt 9: Wallboxen koordinieren Mehrere Ladepunkte werden nach verfügbarer Leistung, Mindeststrom, Priorität und Betriebsart verteilt. Fahrzeugabwesenheit, Ladeunterbrechung und Wiederanlauf werden in die Logik einbezogen.
  10. Schritt 10: Wärme- und Kälteerzeuger einbinden Wärmepumpe, Heizstab, Warmwasser und Kühlbedarf werden als flexible Lasten mit Komfortgrenzen betrachtet. Energiesignale dürfen die fachliche Regelung unterstützen, aber keine Schutzfunktion der Anlagentechnik ersetzen.
  11. Schritt 11: Statistiken und Meldungen gestalten Verbrauch, Erzeugung, Eigenverbrauch, Spitzenlast und Anlagenstatus werden rollenbezogen visualisiert. Grenzwerte und Kommunikationsfehler erzeugen klare Meldungen mit Zeit, Messpunkt und Handlungsbedarf.
  12. Schritt 12: Gesamtsystem abnehmen Definierte Lastfälle prüfen Bilanz, Überschuss, Prioritäten, Lastgrenze, Wallboxen und Störbetrieb. Die Freigabe erfolgt erst nach dokumentierter Plausibilitäts- und Funktionsprüfung.

Praktische Übungen

  • Erstellen eines Mess- und Bilanzkonzepts mit eindeutigen Vorzeichen
  • Anbinden und Plausibilisieren eines simulierten Modbus-Zählers
  • Programmieren von PV-Überschuss- und Spitzenlastmanagement
  • Koordinieren mehrerer Lade- und Wärmeverbraucher mit Prioritäten

Qualitätssicherung

Entscheidend sind korrekte Einheiten und Zählrichtungen, robuste Fehlerbehandlung, begründete Prioritäten, begrenzte Schalthäufigkeit und eine dokumentierte Bilanzprüfung.

Fachbereichsleitung und Seminarorganisation

Seminardetails

   
Dauer: 3 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr
Preis: Öffentlich oder Live Stream: € 1.797 zzgl. MwSt.
Inhaus: € 5.100 zzgl. MwSt.
Teilnehmeranzahl: min. 2 - max. 8
Teilnehmer: Systemintegratoren, Energieplaner, Elektrofachkräfte, Betreiber und technische Facility Manager
Voraussetzungen: Loxone Config Grundlagen; Verständnis elektrischer Leistung, Energie, Zählrichtung und grundlegender Netzlasten
Standorte: Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg
Methoden: Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System, strukturierte Prüf- und Dokumentationsaufgaben
Seminararten: Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht
Durchführungsgarantie: ja, ab 2 Teilnehmern
Sprache: Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich
Seminarunterlage: Dokumentation auf Datenträger oder als Download
Teilnahmezertifikat: ja, selbstverständlich
Verpflegung: Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch)
Support: 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten
Barrierefreier Zugang: an den meisten Standorten verfügbar
  Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055

Seminartermine

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Seminar Startdatum Enddatum Ort Dauer
Wien 3 Tage
Inhaus / Firmenseminar 3 Tage
Stream live 3 Tage
Innsbruck 3 Tage
Stream gespeichert 3 Tage
Klagenfurt 3 Tage
Bregenz 3 Tage
Linz 3 Tage
Salzburg 3 Tage
Graz 3 Tage
Salzburg 3 Tage
Graz 3 Tage
Wien 3 Tage
Inhaus / Firmenseminar 3 Tage
Stream live 3 Tage
Innsbruck 3 Tage
Stream gespeichert 3 Tage
Klagenfurt 3 Tage
Bregenz 3 Tage
Linz 3 Tage
Bregenz 3 Tage
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Salzburg 3 Tage
Graz 3 Tage
Wien 3 Tage
Inhaus / Firmenseminar 3 Tage
Stream live 3 Tage
Innsbruck 3 Tage
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Klagenfurt 3 Tage
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Stream gespeichert 3 Tage
Klagenfurt 3 Tage
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Inhaus / Firmenseminar 3 Tage
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