Seminar MCUboot Intensivseminar – Architektur, Images und Updateverfahren

Das fünftägige Fachseminar vermittelt die technischen Kernmechanismen von MCUboot von der Bootentscheidung über Imageformate bis zu komplexen Update- und Ausführungsmodellen. Die technischen Zusammenhänge werden nicht nur beschrieben, sondern an einem durchgängigen Beispielsystem bis zu prüfbaren Boot- und Updatezuständen nachvollzogen.

Die Bearbeitung umfasst die Themenfelder Architektur und Bootentscheidung, Imageformat, Signierung und Schlüssel, Flashlayout und Updatealgorithmen, Verschlüsselung, Rollback-Schutz und Abhängigkeiten, Direct-XIP, RAM-Load und End-to-End-Test. Jeder Themenblock beginnt mit einem eigenen Inhaltsverzeichnis, wird anschließend in klaren Arbeitsschritten umgesetzt und endet mit einer praktischen Prüfung einschließlich typischer Fehler- und Grenzfälle.

Inhaltsverzeichnis

  • Zielgruppe
  • Voraussetzungen
  • Lernziele
  • Seminarinhalte
  • Tag 1: Architektur und Bootentscheidung
  • Tag 2: Imageformat, Signierung und Schlüssel
  • Tag 3: Flashlayout und Updatealgorithmen
  • Tag 4: Verschlüsselung, Rollback-Schutz und Abhängigkeiten
  • Tag 5: Direct-XIP, RAM-Load und End-to-End-Test
  • Praxisanteil
  • Arbeitsweise

Zielgruppe

Firmware-Entwickler, Embedded-Architekten, Board-Integratoren und technische Spezialisten.

Voraussetzungen

Gute C-Kenntnisse, Erfahrung mit Flash-Speichern, Linkern und einem Embedded-Buildsystem.

Lernziele

  • Bootpfad, Imagezustände und Validierung bis auf Binärebene analysieren
  • Signierung, Verschlüsselung, Security Counter und Abhängigkeiten integrieren
  • Flashlayout und Updatealgorithmus anhand messbarer Randbedingungen auswählen
  • Swap, Direct-XIP, RAM-Load und Multi-Image-Updates praktisch beherrschen

Seminarinhalte

Die Inhalte werden in aufeinander aufbauenden Kapiteln bearbeitet. Jedes Tageskapitel enthält ein eigenes Inhaltsverzeichnis und einen schrittweisen Praxisablauf.

Tag 1: Architektur und Bootentscheidung

Inhaltsverzeichnis des Tageskapitels

  • Resetpfad, Plattforminitialisierung und Eintritt in MCUboot
  • Primärslot, Sekundärslot, Image-Zustand und Trailer
  • Hash-, Signatur- und Metadatenprüfung
  • Teststart, Bestätigung, permanentes Upgrade und Revert
  • Anwendungssprung, Vektortabelle und Boot-Datenaustausch

Schrittweise Bearbeitung

  1. Schritt 1: „Resetpfad, Plattforminitialisierung und Eintritt in MCUboot“ wird fachlich eingeordnet; Systemgrenzen, Voraussetzungen und Abhängigkeiten werden festgehalten.
  2. Schritt 2: Für „Primärslot, Sekundärslot, Image-Zustand und Trailer“ werden die relevanten Konfigurationswerte, Datenstrukturen und Werkzeuge am Beispielprojekt nachvollzogen.
  3. Schritt 3: „Hash-, Signatur- und Metadatenprüfung“ wird am Beispielprojekt praktisch umgesetzt und mit Bootmeldungen, Speicherinhalten oder Prüfdaten kontrolliert.
  4. Schritt 4: Zu „Teststart, Bestätigung, permanentes Upgrade und Revert“ wird ein Fehler- oder Grenzfall gezielt erzeugt, ausgewertet und mit einer belastbaren Korrektur behoben.
  5. Schritt 5: „Anwendungssprung, Vektortabelle und Boot-Datenaustausch“ wird abschließend in einen wiederholbaren Arbeits- und Prüfablauf für Entwicklungs- oder Produktionsprojekte überführt.

Praktische Umsetzung

Bootentscheidungen werden für mehrere Slot- und Trailerzustände erzeugt, protokolliert und aus Flash-Dumps rekonstruiert.

Tag 2: Imageformat, Signierung und Schlüssel

Inhaltsverzeichnis des Tageskapitels

  • Headerfelder, geschützte und ungeschützte TLVs
  • imgtool-Parameter, Alignment, Padding, Slot-Größe und Version
  • Signaturalgorithmen, öffentlicher Schlüssel und Schlüsselhash
  • Schlüsseltrennung, Rotation und Release-Signierung
  • Manipulations- und Negativtests auf Binärebene

Schrittweise Bearbeitung

  1. Schritt 1: „Headerfelder, geschützte und ungeschützte TLVs“ wird fachlich eingeordnet; Systemgrenzen, Voraussetzungen und Abhängigkeiten werden festgehalten.
  2. Schritt 2: Für „imgtool-Parameter, Alignment, Padding, Slot-Größe und Version“ werden die relevanten Konfigurationswerte, Datenstrukturen und Werkzeuge am Beispielprojekt nachvollzogen.
  3. Schritt 3: „Signaturalgorithmen, öffentlicher Schlüssel und Schlüsselhash“ wird am Beispielprojekt praktisch umgesetzt und mit Bootmeldungen, Speicherinhalten oder Prüfdaten kontrolliert.
  4. Schritt 4: Zu „Schlüsseltrennung, Rotation und Release-Signierung“ wird ein Fehler- oder Grenzfall gezielt erzeugt, ausgewertet und mit einer belastbaren Korrektur behoben.
  5. Schritt 5: „Manipulations- und Negativtests auf Binärebene“ wird abschließend in einen wiederholbaren Arbeits- und Prüfablauf für Entwicklungs- oder Produktionsprojekte überführt.

Praktische Umsetzung

Mehrere signierte Images werden erzeugt und geprüft; fehlerhafte Header, TLVs, Schlüssel und Signaturen werden eindeutig diagnostiziert.

Tag 3: Flashlayout und Updatealgorithmen

Inhaltsverzeichnis des Tageskapitels

  • Flash-Areas, Sektorgrößen, Trailer und maximal nutzbare Imagegröße
  • Swap mit Scratch, Move und Offset
  • Overwrite-only und Unterbrechungssicherheit
  • Statusfortschritt, Watchdog und Wiederaufnahme nach Reset
  • Verschleiß-, Zeit- und Speicherbewertung

Schrittweise Bearbeitung

  1. Schritt 1: „Flash-Areas, Sektorgrößen, Trailer und maximal nutzbare Imagegröße“ wird fachlich eingeordnet; Systemgrenzen, Voraussetzungen und Abhängigkeiten werden festgehalten.
  2. Schritt 2: Für „Swap mit Scratch, Move und Offset“ werden die relevanten Konfigurationswerte, Datenstrukturen und Werkzeuge am Beispielprojekt nachvollzogen.
  3. Schritt 3: „Overwrite-only und Unterbrechungssicherheit“ wird am Beispielprojekt praktisch umgesetzt und mit Bootmeldungen, Speicherinhalten oder Prüfdaten kontrolliert.
  4. Schritt 4: Zu „Statusfortschritt, Watchdog und Wiederaufnahme nach Reset“ wird ein Fehler- oder Grenzfall gezielt erzeugt, ausgewertet und mit einer belastbaren Korrektur behoben.
  5. Schritt 5: „Verschleiß-, Zeit- und Speicherbewertung“ wird abschließend in einen wiederholbaren Arbeits- und Prüfablauf für Entwicklungs- oder Produktionsprojekte überführt.

Praktische Umsetzung

Für zwei Flashgeometrien werden geeignete Verfahren ausgewählt, konfiguriert und mit Reset-Injektionen validiert.

Tag 4: Verschlüsselung, Rollback-Schutz und Abhängigkeiten

Inhaltsverzeichnis des Tageskapitels

  • verschlüsselte Nutzdaten und Kapselung des Image-Schlüssels
  • Geräteschlüssel, RAM-Bereinigung und Recovery-Grenzen
  • Security Counter und Downgrade Prevention
  • Multi-Image-Kennungen und geschützte Dependency-TLVs
  • kompatible Release-Sets und atomare Updatezustände

Schrittweise Bearbeitung

  1. Schritt 1: „verschlüsselte Nutzdaten und Kapselung des Image-Schlüssels“ wird fachlich eingeordnet; Systemgrenzen, Voraussetzungen und Abhängigkeiten werden festgehalten.
  2. Schritt 2: Für „Geräteschlüssel, RAM-Bereinigung und Recovery-Grenzen“ werden die relevanten Konfigurationswerte, Datenstrukturen und Werkzeuge am Beispielprojekt nachvollzogen.
  3. Schritt 3: „Security Counter und Downgrade Prevention“ wird am Beispielprojekt praktisch umgesetzt und mit Bootmeldungen, Speicherinhalten oder Prüfdaten kontrolliert.
  4. Schritt 4: Zu „Multi-Image-Kennungen und geschützte Dependency-TLVs“ wird ein Fehler- oder Grenzfall gezielt erzeugt, ausgewertet und mit einer belastbaren Korrektur behoben.
  5. Schritt 5: „kompatible Release-Sets und atomare Updatezustände“ wird abschließend in einen wiederholbaren Arbeits- und Prüfablauf für Entwicklungs- oder Produktionsprojekte überführt.

Praktische Umsetzung

Ein verschlüsseltes Zwei-Image-Release mit Versionsabhängigkeit und Security Counter wird erstellt und gegen mehrere unzulässige Kombinationen getestet.

Tag 5: Direct-XIP, RAM-Load und End-to-End-Test

Inhaltsverzeichnis des Tageskapitels

  • slotabhängige Ausführung mit Direct-XIP
  • Ladeadresse, Kopierpfad und Start aus RAM
  • Cache, MPU, Linkerlayout und Vektortabelle
  • Vergleich aller Ausführungs- und Updateverfahren
  • End-to-End-Abnahme mit Stromausfall, Revert und Recovery

Schrittweise Bearbeitung

  1. Schritt 1: „slotabhängige Ausführung mit Direct-XIP“ wird fachlich eingeordnet; Systemgrenzen, Voraussetzungen und Abhängigkeiten werden festgehalten.
  2. Schritt 2: Für „Ladeadresse, Kopierpfad und Start aus RAM“ werden die relevanten Konfigurationswerte, Datenstrukturen und Werkzeuge am Beispielprojekt nachvollzogen.
  3. Schritt 3: „Cache, MPU, Linkerlayout und Vektortabelle“ wird am Beispielprojekt praktisch umgesetzt und mit Bootmeldungen, Speicherinhalten oder Prüfdaten kontrolliert.
  4. Schritt 4: Zu „Vergleich aller Ausführungs- und Updateverfahren“ wird ein Fehler- oder Grenzfall gezielt erzeugt, ausgewertet und mit einer belastbaren Korrektur behoben.
  5. Schritt 5: „End-to-End-Abnahme mit Stromausfall, Revert und Recovery“ wird abschließend in einen wiederholbaren Arbeits- und Prüfablauf für Entwicklungs- oder Produktionsprojekte überführt.

Praktische Umsetzung

Zwei alternative Ausführungsmodelle werden praktisch aufgebaut und in einer technischen Entscheidungsvorlage für ein Beispielprodukt verglichen.

Praxisanteil

Der praktische Anteil umfasst bootentscheidungen werden für mehrere slot- und trailerzustände erzeugt, protokolliert und aus flash-dumps rekonstruiert; mehrere signierte images werden erzeugt und geprüft; fehlerhafte header, tlvs, schlüssel und signaturen werden eindeutig diagnostiziert; für zwei flashgeometrien werden geeignete verfahren ausgewählt, konfiguriert und mit reset-injektionen validiert; ein verschlüsseltes zwei-image-release mit versionsabhängigkeit und security counter wird erstellt und gegen mehrere unzulässige kombinationen getestet; zwei alternative ausführungsmodelle werden praktisch aufgebaut und in einer technischen entscheidungsvorlage für ein beispielprodukt verglichen. Die Übungen verwenden signierte Test-Images, kontrollierte Flashzustände und nachvollziehbare Prüfergebnisse.

Arbeitsweise

Kurzvorträge ordnen die Konzepte ein. Demonstrationen zeigen die Wirkung der Konfiguration auf Image, Flash und Bootentscheidung. Die anschließenden Übungen werden schrittweise durchgeführt, durch Negativtests ergänzt und mit einer technischen Prüfliste dokumentiert.

Fachbereichsleitung und Trainerteam

Seminardetails

   
Dauer: 5 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr
Preis: Öffentlich oder Live Stream: € 2.995 zzgl. MwSt.
Inhaus: € 8.500 zzgl. MwSt.
Teilnehmeranzahl: min. 2 - max. 8
Teilnehmer: Firmware-Entwickler, Embedded-Architekten, Board-Integratoren und technische Spezialisten
Voraussetzungen: Gute C-Kenntnisse, Erfahrung mit Flash-Speichern, Linkern und einem Embedded-Buildsystem
Standorte: Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg
Methoden: Vortrag, Demonstrationen, schrittweise praktische Übungen am System, strukturierte Fehleranalyse
Seminararten: Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht
Durchführungsgarantie: ja, ab 2 Teilnehmern
Sprache: Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich
Seminarunterlage: Dokumentation auf Datenträger oder als Download
Teilnahmezertifikat: ja, selbstverständlich
Verpflegung: Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch)
Support: 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten
Barrierefreier Zugang: an den meisten Standorten verfügbar
  Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055

Seminartermine

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Seminar Startdatum Enddatum Ort Dauer
Klagenfurt 5 Tage
Bregenz 5 Tage
Linz 5 Tage
Salzburg 5 Tage
Graz 5 Tage
Wien 5 Tage
Stream live 5 Tage
Inhaus / Firmenseminar 5 Tage
Stream gespeichert 5 Tage
Innsbruck 5 Tage
Inhaus / Firmenseminar 5 Tage
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