Seminar Oracle Linux – Storage, Dateisysteme und Netzwerk-Speicher

Das Seminar behandelt die Speicheradministration von Oracle Linux vom Blockgerät bis zum eingebundenen Netzwerkdateisystem. Partitionen, LVM, XFS, Btrfs, Swap, Mounts, Multipath, NFS und grundlegende Clusterdateisystemaspekte werden mit Kapazitätsplanung, Performance, Sicherung und Fehleranalyse verbunden.

Inhaltsübersicht

  • Zielsetzung
  • Zielgruppe
  • Voraussetzungen
  • Seminarinhalte
  • Praxisübungen
  • Methodik

Zielsetzung

  • Blockgeräte, Partitionen, LVM und Dateisysteme sicher verwalten
  • Kapazität erweitern und Speicheränderungen kontrolliert durchführen
  • NFS und weitere Netzwerk-Speicherpfade zuverlässig einbinden
  • Storage-Störungen und Leistungsprobleme schichtweise diagnostizieren

Zielgruppe

Linux-Administratoren, Storage-nahe System Engineers, Virtualisierungs- und Datenbankplattformteams sowie technische Betriebsverantwortliche.

Voraussetzungen

Sichere Oracle-Linux-Grundlagen, Shell, Dateirechte und grundlegendes Verständnis von Serverhardware und Netzwerken.

Seminarinhalte

  1. Schritt 1: Speicherstack und Geräte erkennen

    Controller, SAN, virtuelle Disks, Blockgeräte, Partitionen, Mapper, LVM, Dateisystem und Mount werden als Schichten erfasst. Geräteidentität wird über stabile Kennungen statt wechselnde Namen verfolgt.

  2. Schritt 2: Partitionen sicher verwalten

    GPT, Ausrichtung, Größen, Typen und Kernel-Neueinlesen werden behandelt. Änderungen erfolgen nur nach Bestandsaufnahme, Sicherung und Prüfung betroffener Mounts.

  3. Schritt 3: LVM-Grundlagen aufbauen

    Physical Volumes, Volume Groups und Logical Volumes werden erstellt, erweitert, verschoben und dokumentiert. Freie Kapazität wird bewusst als Betriebsreserve geplant.

  4. Schritt 4: XFS bereitstellen und erweitern

    Dateisystemerstellung, Labels, UUIDs, Mountoptionen, Wachstum und Reparaturgrenzen werden praktisch behandelt. Verkleinerung wird nicht fälschlich als Standardoperation angenommen.

  5. Schritt 5: Btrfs-Funktionen bewerten

    Subvolumes, Snapshots, Prüfsummen, Balance und geeignete Einsatzfelder werden betrachtet. Snapshot und Backup werden klar voneinander getrennt.

  6. Schritt 6: Persistente Mounts konfigurieren

    fstab, systemd-Mounts, Abhängigkeiten, Timeout, nofail und Netzwerkabhängigkeit werden eingesetzt. Fehlerhafte Einträge werden ohne unnötigen Bootstillstand behandelt.

  7. Schritt 7: Swap und Speicherergänzung planen

    Swap-Partitionen und -Dateien, Prioritäten und Zusammenspiel mit Arbeitsspeicher werden konfiguriert. Swap-Nutzung wird gemessen statt pauschal bewertet.

  8. Schritt 8: Multipath einrichten

    Mehrere Pfade, WWIDs, Maps, Path Checker und Failover werden konfiguriert. Der Verlust einzelner Pfade wird kontrolliert getestet.

  9. Schritt 9: NFS-Server und Exporte konfigurieren

    Exportpfade, Clients, Optionen, Berechtigungen, Root Squash und Firewall werden aufgebaut. Sicherheitswirkung und Dateirechte werden gemeinsam geprüft.

  10. Schritt 10: NFS-Clients zuverlässig anbinden

    Version, Mountoptionen, systemd-Automount, Timeouts und Wiederanlauf werden eingerichtet. Hängende oder langsame Mounts werden gezielt diagnostiziert.

  11. Schritt 11: Cluster- und gemeinsame Dateisysteme einordnen

    OCFS2 und gemeinsam genutzte Speicheranforderungen werden architektonisch bewertet. Quorum, Locking und Anwendungsfreigabe werden als Voraussetzung behandelt.

  12. Schritt 12: Verschlüsselten Netzwerkzugriff vorbereiten

    Netzgebundene Entsperr- und Verschlüsselungskonzepte werden eingeordnet. Schlüsselpfad, Verfügbarkeit und Notfallzugang werden geplant.

  13. Schritt 13: Kapazität und Inodes überwachen

    Belegung, Wachstum, Inodes, reservierter Platz, große Verzeichnisse und gelöschte offene Dateien werden regelmäßig ausgewertet.

  14. Schritt 14: I/O-Leistung messen

    Latenz, Durchsatz, IOPS, Queue und Dateisystemverhalten werden gemessen. Backend-, Pfad-, Host- und Anwendungsanteile werden getrennt.

  15. Schritt 15: Fehler und Wiederherstellung behandeln

    Fehlende Geräte, beschädigte Metadaten, falsche UUIDs, LVM-Probleme, NFS-Ausfall und Multipath-Störung werden mit sicherer Reihenfolge bearbeitet.

  16. Schritt 16: Storage-Runbook erstellen

    Bereitstellung, Erweiterung, Austausch, Mount, Monitoring, Backup, Störung und Außerbetriebnahme werden mit Prüfpunkten dokumentiert.

Praxisübungen

  • LVM-Stack mit XFS aufbauen und online erweitern
  • Persistenten Mount mit systemd-Abhängigkeit und kontrolliertem Fehlerverhalten konfigurieren
  • NFS-Export und Client-Automount mit Berechtigungsprüfung einrichten
  • Multipath- oder Gerätefehler simulieren und anhand des Storage-Runbooks beheben

Methodik

Ein mehrschichtiger Labor-Storage wird aufgebaut, erweitert, gemessen und gezielt gestört. Vor jeder Änderung werden Geräteidentität, Datenrisiko und Rückfall kontrolliert.

Fachbereichsleiter / Leiter der Trainer / Ihre Ansprechpartner

Seminardetails

   
Dauer: 3 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr
Preis: Öffentlich oder Live Stream: € 1.797 zzgl. MwSt.
Inhaus: € 5.100 zzgl. MwSt.
Teilnehmeranzahl: min. 2 - max. 8
Teilnehmer: Linux-Administratoren, Storage-nahe System Engineers, Virtualisierungs- und Datenbankplattformteams sowie technische Betriebsverantwortliche.
Voraussetzungen: Sichere Oracle-Linux-Grundlagen, Shell, Dateirechte und grundlegendes Verständnis von Serverhardware und Netzwerken.
Standorte: Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg
Methoden: Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System
Seminararten: Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht
Durchführungsgarantie: ja, ab 2 Teilnehmern
Sprache: Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich
Seminarunterlage: Dokumentation auf Datenträger oder als Download
Teilnahmezertifikat: ja, selbstverständlich
Verpflegung: Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch)
Support: 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten
Barrierefreier Zugang: an den meisten Standorten verfügbar
  Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055

Seminartermine

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Seminar Startdatum Enddatum Ort Dauer
Wien 3 Tage
Inhaus / Firmenseminar 3 Tage
Stream live 3 Tage
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Bregenz 3 Tage
Linz 3 Tage
Salzburg 3 Tage
Graz 3 Tage
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