Seminar Patrowl – Typosquatting, Brand- und Domain-Monitoring

Seminar / Training

Täuschend ähnliche Domains können für Markenmissbrauch, Phishing, Betrug oder die Nachahmung legitimer Dienste eingesetzt werden. Das Seminar entwickelt einen kontrollierten Prozess von Markenbegriffen und Domainvarianten über technische Qualifizierung bis zur Fallbearbeitung.

Behandelt werden Suchbegriffe, Variantenbildung, technische Merkmale, Risikoklassifizierung, Fehlalarmreduktion, Evidenz, Eigentümer- und Markenbezug, Überwachung, Eskalation und dokumentierte Fallauflösung.

Inhaltsübersicht

  • Zielbild und Lernziele
  • Planung und Vorbereitung
  • Konfiguration und Umsetzung
  • Praxisstrecke
  • Betrieb und Qualitätssicherung
  • Organisatorische Verankerung

Zielbild und Lernziele

Die Inhalte verbinden fachliche Einordnung, technische Umsetzung und nachvollziehbare Kontrollen. Nach Abschluss lassen sich die behandelten Aufgaben strukturiert planen, im Laborsystem ausführen und für den späteren Betrieb dokumentieren.

  • Relevante Marken-, Produkt- und Domainbegriffe strukturiert erfassen
  • Varianten und ähnliche Domains nach nachvollziehbaren Regeln gruppieren
  • Registrierungs-, DNS-, Zertifikats-, Web- und Inhaltsmerkmale technisch bewerten
  • Eigene, legitime fremde und verdächtige Domains voneinander trennen
  • Risiko aus Ähnlichkeit, Aktivität, Zielgruppe und beobachtetem Verhalten ableiten
  • Fälle mit Evidenz, Zuständigkeit und Bearbeitungsstatus steuern
  • Wiederkehrende Beobachtung und Änderungsalarmierung organisieren

Planung und Vorbereitung

Vor jeder Änderung werden Ziel, Geltungsbereich, Abhängigkeiten und Prüfkriterien festgelegt. Dadurch bleibt die Umsetzung reproduzierbar und kann ohne unkontrollierte Auswirkungen auf produktive Systeme vorbereitet werden.

  1. Schutzrelevante Marken, Produktnamen, Domains und Schreibvarianten erfassen
  2. Bekannte eigene und autorisierte Domains als Positivliste vorbereiten
  3. Kriterien für verdächtig, ungeklärt, legitim und geschlossen definieren
  4. Technische Prüfmerkmale und zulässige aktive Prüfungen festlegen
  5. Rollen für Security, Marke, Recht und Kommunikation zuordnen
  6. Serviceziele für Erstbewertung und Eskalation bestimmen

Konfiguration und Umsetzung

Die Konfiguration wird schrittweise aufgebaut. Jeder Arbeitsschritt endet mit einer technischen Kontrolle, bevor der nächste Baustein ergänzt wird.

  1. Markenbegriffe und Ausgangsdomains in einer überwachten Gruppe anlegen
  2. Domainvarianten erzeugen oder importieren und normalisieren
  3. Treffer gegen Positivliste, bekannte Partner und bestehendes Assetinventar prüfen
  4. DNS-, Zertifikats-, Erreichbarkeits- und Webmerkmale erfassen
  5. Ähnlichkeit, Aktivität und beobachtetes Verhalten zu einer Risikostufe verbinden
  6. Verdächtige Fälle mit Screenshots oder sensiblen Inhalten nur im notwendigen Umfang dokumentieren
  7. Bearbeitungsstatus, Zuständigkeit und nächste Prüfung setzen
  8. Wiederholungslauf und Änderungsalarm für neue Aktivität konfigurieren

Praxisstrecke

Die Übung bildet einen zusammenhängenden Arbeitsauftrag ab. Ausgangslage, Zielzustand, Durchführung und Prüfnachweise werden in einem Arbeitsprotokoll festgehalten.

Arbeitsauftrag

  1. Marken- und Domainprofil für ein Beispielunternehmen erstellen
  2. Treffermenge mit eigenen, legitimen fremden und verdächtigen Domains analysieren
  3. Positivliste anwenden und offensichtliche Fehlalarme begründet schließen
  4. Fünf verbleibende Treffer technisch qualifizieren
  5. Zwei Fälle nach Ähnlichkeit, Aktivität und möglichem Schadensbild priorisieren
  6. Eskalationspaket mit minimal erforderlicher Evidenz erstellen
  7. Statusänderung einer zuvor inaktiven Domain simulieren und neu bewerten
  8. Kennzahlen für Neufunde, Fehlalarme, offene Fälle und Bewertungszeit erzeugen

Kontrollpunkte

  • Eigene und autorisierte Domains werden zuverlässig erkannt
  • Ähnlichkeit allein führt nicht automatisch zur höchsten Risikostufe
  • Technische Merkmale sind zeitbezogen und werden bei Änderungen neu bewertet
  • Evidenz enthält nur erforderliche Daten
  • Jeder offene Fall besitzt Zuständigkeit und nächste Aktion
  • Geschlossene Fälle bleiben für Wiederauftreten und Trend nachvollziehbar

Betrieb und Qualitätssicherung

Für einen belastbaren Betrieb werden technische Funktionskontrollen mit organisatorischen Prüfungen verbunden. Abweichungen werden klassifiziert, priorisiert und mit einem nachvollziehbaren Korrekturschritt versehen.

  1. Marken- und Positivlisten regelmäßig aktualisieren
  2. Fehlalarmquote und übersehene relevante Varianten auswerten
  3. Überfällige ungeklärte Fälle eskalieren
  4. Änderungsalarme auf Aktualität und Funktionsfähigkeit testen
  5. Risikoregeln anhand bestätigter Fälle nachjustieren
  6. Zusammenarbeit zwischen Security, Marke und Recht regelmäßig prüfen

Organisatorische Verankerung

Die erarbeiteten Konfigurationen werden in Rollen, Betriebsaufgaben und wiederkehrende Kontrollen überführt. Dadurch entsteht ein dauerhaft nutzbares Vorgehensmodell statt einer einmaligen Laborkonfiguration.

  • Verantwortlicher Marken- und Domainkatalog
  • Abgestimmte Risikostufen und Eskalationswege
  • Minimierung und Schutz der gesammelten Evidenz
  • Regelmäßige Überwachung und Wiedervorlage
  • Kennzahlen für Neufunde, Reaktionszeit und offene Hochrisikofälle

Fachbereichsleitung / Trainerleitung / Ansprechpersonen

Seminardetails

   
Dauer: 2 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weiterer Tag: 09:00 Uhr
Preis: Öffentlich oder Live Stream: € 1.198 zzgl. MwSt.
Inhaus: € 3.400 zzgl. MwSt.
Teilnehmendenzahl: min. 2 - max. 8
Teilnehmende: EASM, SOC, Threat Intelligence, Brand Protection, Informationssicherheit und rechtliche Schnittstellen
Voraussetzungen: Grundkenntnisse zu Domains, DNS, Zertifikaten, Webdiensten und Sicherheitsfallbearbeitung
Standorte: Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg
Methoden: Fachvortrag, Demonstrationen, geführte Konfiguration, praktische Übungen am System und strukturierte Kontrollaufgaben
Seminararten: Öffentlich, Webinar, Inhouse, Workshop – Seminare mit Trainer vor Ort; Webinar nur bei ausdrücklicher Buchung
Durchführungsgarantie: ja, ab 2 Teilnehmenden
Sprache: Deutsch – bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich
Seminarunterlage: Dokumentation auf Datenträger oder als Download
Teilnahmezertifikat: ja
Verpflegung: Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen, wahlweise vegetarisch
Support: 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten
Barrierefreier Zugang: an den meisten Standorten verfügbar
  Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055

Seminartermine

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Seminar Startdatum Enddatum Ort Dauer
Inhaus / Firmenseminar 2 Tage
Stream live 2 Tage
Innsbruck 2 Tage
Stream gespeichert 2 Tage
Klagenfurt 2 Tage
Bregenz 2 Tage
Linz 2 Tage
Salzburg 2 Tage
Graz 2 Tage
Wien 2 Tage
Graz 2 Tage
Wien 2 Tage
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