Cloud-Speicher und Kubernetes-Cluster besitzen unterschiedliche Angriffsflächen, werden im Betrieb jedoch häufig gemeinsam verantwortet. Öffentlich lesbare Buckets, zu weitreichende Zugriffsregeln, exponierte APIs, unsichere Dashboards, fehlerhafte RBAC-Zuweisungen und privilegierte Container können sich zu durchgängigen Angriffspfaden verbinden.
Drei Seminartage sind erforderlich, weil Cloud-Speicher, Kubernetes-Reconnaissance, aktive Clusterprüfungen und technische Re-Tests jeweils eigene Sicherheits- und Betriebsgrenzen besitzen. Das Labor trennt passive Erkennung, aktive Validierung und authentifizierte Prüfungen klar voneinander.
Inhaltsübersicht
- Zielsetzung
- Zielgruppe
- Voraussetzungen
- Seminarinhalte mit schrittweisen Arbeitsabläufen
- Praxisübungen im autorisierten Labor
- Methodik und Arbeitsweise
Zielsetzung
Ziel ist ein methodischer Prüfprozess für Cloud-Speicher und Kubernetes-Umgebungen mit klarer Risikosteuerung.
- Cloud- und Kubernetes-Ziele eindeutig scopen und technisch vorbereiten.
- Fehlkonfigurationen in unterstützten Cloud-Speicherumgebungen erkennen und bewerten.
- Kubernetes-Scans in Light-, Deep- und Custom-Modi sicher einsetzen.
- Passive, aktive und authentifizierte Erkennung voneinander abgrenzen.
- Befunde in Härtungsmaßnahmen und dokumentierte Re-Tests überführen.
Zielgruppe
- Cloud Security Engineers und Plattformverantwortliche
- Kubernetes-Administratoren und DevSecOps-Teams
- Pentester und Security Consultants mit Cloud-Schwerpunkt
- Technische Auditoren für Cloud- und Containerplattformen
Voraussetzungen
- Grundkenntnisse zu Cloud-Speicher, IAM-Konzepten und öffentlich erreichbaren Diensten
- Grundverständnis von Kubernetes-Komponenten, Namespaces, Service Accounts und RBAC
- Kenntnisse zu TCP/IP, Ports, TLS und JSON beziehungsweise YAML sind hilfreich
- Verbindliche Autorisierung für sämtliche Testziele; aktive Prüfungen ausschließlich im bereitgestellten Labor oder in ausdrücklich freigegebenen Umgebungen.
Seminarinhalte
1. Cloud- und Cluster-Scope definieren
- Schritt 1: Provider, Konten, Projekte, Cluster, Namespaces und verantwortliche Teams erfassen.
- Schritt 2: Erlaubte Hostnamen, IP-Adressen, Bucket-Adressen und Clusterendpunkte festlegen.
- Schritt 3: Produktive Schreiboperationen, kritische Namespaces und sensible Daten ausdrücklich ausschließen.
- Schritt 4: Prüftiefe, Zeitfenster, Monitoring und Eskalationsweg dokumentieren.
2. Cloud-Speicherressourcen identifizieren
- Schritt 1: Zieladressen auf Cloud-Provider- und Speichermerkmale untersuchen.
- Schritt 2: Erkannte Buckets und Objektspeicher dem freigegebenen Eigentümer zuordnen.
- Schritt 3: Direkte Speicherziele getrennt von allgemeinen Hosts und Webanwendungen verwalten.
- Schritt 4: Nicht unterstützte Provider- oder Diensttypen als Abdeckungsgrenze festhalten.
3. Cloud-Speicherfehlkonfigurationen prüfen
- Schritt 1: Öffentliche Auflistung, Lese- und Schreibrechte kontrolliert testen.
- Schritt 2: ACL- und IAM-Hinweise auf übermäßig breite Zugriffsrechte untersuchen.
- Schritt 3: Schutzmerkmale wie Protokollierung, Versionierung, Aufbewahrung und Verschlüsselung bewerten.
- Schritt 4: Interessante Dateinamen ausschließlich als Hinweis erfassen und ohne unnötigen Datenzugriff dokumentieren.
4. Kubernetes-Reconnaissance und passive Erkennung
- Schritt 1: Clusterziele auf typische API-, Kubelet-, Etcd-, Dashboard- und Metrikdienste prüfen.
- Schritt 2: Light-Scans für Service-Fingerprinting, Versionserkennung und Konfigurationshinweise einsetzen.
- Schritt 3: Exponierte oder anonym erreichbare Schnittstellen von korrekt geschützten Diensten unterscheiden.
- Schritt 4: Erkenntnisse zu Ports, Versionen und Komponenten mit der vorgesehenen Clusterarchitektur abgleichen.
5. Aktive und authentifizierte Kubernetes-Prüfungen
- Schritt 1: Deep- oder Custom-Modus nur nach bestätigter Freigabe und in einem überwachten Zeitfenster auswählen.
- Schritt 2: Aktive Erkennung für Schwachstellen, Privilegienpfade und Containerisolation gezielt begrenzen.
- Schritt 3: Service-Account-Token mit minimaler, dokumentierter Testrolle einbinden.
- Schritt 4: RBAC-Zuweisungen, privilegierte Workloads, Hostzugriffe und fehlende Segmentierung bewerten.
6. Scanparameter und Betriebsstabilität steuern
- Schritt 1: Portlisten, Erreichbarkeitsprüfung und aktive Module an das Zielsystem anpassen.
- Schritt 2: Stufenweise von kleiner passiver Prüfung zu tieferer Validierung vorgehen.
- Schritt 3: Laufzeit, Fehler, ungewöhnliche Last und Sicherheitsalarme kontinuierlich beobachten.
- Schritt 4: Bei Instabilität den Scan stoppen, Ursache dokumentieren und Parameter konservativ korrigieren.
7. Befunde validieren und korrelieren
- Schritt 1: Cloud- und Kubernetes-Befunde nach Exposition, Berechtigung und erreichbarer Wirkung gruppieren.
- Schritt 2: Versionserkennung von tatsächlich bestätigten Fehlkonfigurationen und aktiven Nachweisen trennen.
- Schritt 3: Gemeinsame Angriffspfade zwischen offenem Speicher, Zugangsdaten und Clusterzugriff analysieren.
- Schritt 4: Beweise minimieren, sensible Inhalte schwärzen und unnötige Datenspeicherung vermeiden.
8. Härtung und Re-Test durchführen
- Schritt 1: Öffentliche Zugriffe, breite IAM-Zuweisungen und unsichere ACLs einschränken.
- Schritt 2: Kubernetes-APIs absichern, RBAC minimieren und privilegierte Workloads reduzieren.
- Schritt 3: Netzwerksegmentierung, Authentifizierung und Protokollierung nachschärfen.
- Schritt 4: Mit identischem Scope gezielte Re-Tests durchführen und verbleibende Grenzen dokumentieren.
Praxisübungen
- Scope- und Sicherheitsplanung für ein kombiniertes Cloud- und Kubernetes-Engagement
- Prüfung eines absichtlich fehlkonfigurierten Objektspeichers ohne unnötige Dateneinsicht
- Light-Scan eines Kubernetes-Labors mit Service- und Expositionsanalyse
- Freigegebener Custom-Scan mit begrenzter aktiver Erkennung und Test-Service-Account
- Korrelation von Cloud- und Clusterbefunden sowie dokumentierter Re-Test nach Härtung
Methodik und Arbeitsweise
Die Vermittlung kombiniert strukturierte Fachvorträge, Live-Demonstrationen, geführte Schritt-für-Schritt-Übungen und eigenständige Laboraufgaben. Jeder Arbeitsablauf wird mit Scoping, Konfiguration, sicherer Durchführung, Befundprüfung und dokumentiertem Re-Test vollständig durchlaufen.
Fachbereichsleiter / Leiter der Trainer / Ihre Ansprechpartner
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Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de -

Paul Goldschmidt
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: paul.goldschmidt@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 3 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 1.797 zzgl. MwSt. Inhaus: € 5.100 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | Cloud Security Engineers, Kubernetes-Administratoren, Pentester, DevSecOps-Teams und Plattformverantwortliche |
| Voraussetzungen: | Grundkenntnisse zu Cloud-Speichern, Kubernetes, TCP/IP und Rollenmodellen; autorisierte Laborumgebung |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Vortrag, Demonstrationen, geführte Schritt-für-Schritt-Übungen und praktische Übungen im autorisierten Labor |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhouse, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmern |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja, selbstverständlich |
| Verpflegung: | Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch) |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055 |
Seminartermine
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