Seminar PowerDNS dnsdist – DNS-Verschlüsselung mit DoT, DoH, DoQ und DoH3

Kurzprofil

Verschlüsseltes DNS erweitert einen klassischen UDP- und TCP-Dienst um TLS-, HTTP- und QUIC-spezifische Zustände. Zertifikate, Verbindungslebensdauer, Proxyverhalten und Clientidentität müssen daher gemeinsam mit DNS-Last und Backend-Schutz geplant werden.

Der Kurs baut die Verfahren nacheinander auf und verwendet dnsdist als zentrale Terminierungs- und Steuerungsschicht. Betrieb, Erneuerung, Monitoring und Fehleranalyse erhalten denselben Stellenwert wie die Erstkonfiguration.

Inhaltsübersicht

  1. Kurzprofil
  2. Zielgruppe
  3. Voraussetzungen
  4. Protokoll- und Architekturvergleich
  5. Zertifikate und Schlüsselbetrieb
  6. DNS über TLS
  7. DNS über HTTPS
  8. DNS über QUIC und HTTP/3
  9. Clientidentität, Datenschutz und Weitergabe
  10. Leistung und Betrieb
  11. Praxisübungen
  12. Methodik

Zielgruppe

DNS-, Netzwerk- und Security-Administration, Plattformbetrieb sowie technische Teams für öffentliche Resolver, Providerdienste und verschlüsselte Infrastrukturzugänge.

Voraussetzungen

Grundkenntnisse von dnsdist, DNS und TLS. Erfahrung mit Zertifikaten, HTTP und Linux-Netzwerkdiensten ist hilfreich.

Seminarinhalte

Modul 1: Protokoll- und Architekturvergleich

  1. Schritt 1: Klassisches DNS, DNS über TLS, DNS über HTTPS und QUIC-basierte Varianten vergleichen.
  2. Schritt 2: Verbindungs-, Sitzungs- und Multiplexingverhalten unterscheiden.
  3. Schritt 3: Terminierung, Weiterleitung und Backend-Protokoll festlegen.
  4. Schritt 4: Geeignete Frontends für Clientgruppen und Netzübergänge auswählen.

Modul 2: Zertifikate und Schlüsselbetrieb

  1. Schritt 1: Namensraum, Zertifikatskette und Schlüsselablage planen.
  2. Schritt 2: Dateirechte und Prozesszugriff auf Schlüsselmaterial begrenzen.
  3. Schritt 3: Zertifikat und Kette vor Aktivierung technisch prüfen.
  4. Schritt 4: Erneuerung und Reload ohne vermeidbare Unterbrechung testen.

Modul 3: DNS über TLS

  1. Schritt 1: TLS-Listener mit sicheren Protokoll- und Cipher-Vorgaben einrichten.
  2. Schritt 2: Backend-Pool und Zeitüberschreitungen passend konfigurieren.
  3. Schritt 3: Verbindungswiederverwendung und Client-Limits festlegen.
  4. Schritt 4: Handshake-, Zertifikats- und DNS-Fehler getrennt diagnostizieren.

Modul 4: DNS über HTTPS

  1. Schritt 1: HTTP-Endpunkt, Pfad und zulässige Methoden definieren.
  2. Schritt 2: HTTP-Status, DNS-Nachricht und Cacheheader korrekt auseinanderhalten.
  3. Schritt 3: Proxy- und Lastverteilungsinformationen nur aus vertrauenswürdigen Quellen übernehmen.
  4. Schritt 4: Fehlerhafte Requests und ungewöhnliche Größen kontrolliert behandeln.

Modul 5: DNS über QUIC und HTTP/3

  1. Schritt 1: QUIC-spezifische Listener und Zertifikate bereitstellen.
  2. Schritt 2: UDP-Erreichbarkeit, Sitzungsaufbau und Wiederaufnahme prüfen.
  3. Schritt 3: Ressourcengrenzen gegen Verbindungsmissbrauch setzen.
  4. Schritt 4: Fallback und parallelen Betrieb mit anderen Frontends testen.

Modul 6: Clientidentität, Datenschutz und Weitergabe

  1. Schritt 1: Direkte Quelladresse, Proxyinformation und Client-Subnetz unterscheiden.
  2. Schritt 2: Weitergabe an Backends auf das notwendige Maß begrenzen.
  3. Schritt 3: Protokollierung und Aufbewahrung nach Betriebszweck minimieren.
  4. Schritt 4: Missbrauchsschutz ohne unkontrollierte Profilbildung gestalten.

Modul 7: Leistung und Betrieb

  1. Schritt 1: Handshake-Rate, aktive Verbindungen, Latenz und Fehlerquote messen.
  2. Schritt 2: CPU- und Speicherbedarf pro Protokoll unter Last bestimmen.
  3. Schritt 3: Zertifikatsablauf und Frontend-Erreichbarkeit überwachen.
  4. Schritt 4: Stufenweisen Rollout und schnellen Rückfall auf stabile Frontends vorbereiten.

Praxisübungen

  • Einrichtung eines DoT-Frontends mit Zertifikatsprüfung
  • Bereitstellung eines DoH-Endpunkts und Auswertung von HTTP-Fehlern
  • Aktivierung eines QUIC-basierten Frontends
  • Vergleich von Latenz und Ressourcenbedarf der Protokolle
  • Zertifikatswechsel mit kontrolliertem Reload
  • Diagnose vorbereiteter TLS-, HTTP- und QUIC-Störungen

Methodik

Jedes Protokoll wird zunächst isoliert aufgebaut, anschließend gemeinsam betrieben und unter Last geprüft. Diagnoseübungen trennen Transport-, Verschlüsselungs-, HTTP- und DNS-Fehler konsequent.

Fachbereichsleitung und Trainerteam

Seminardetails

   
Dauer: 2 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weiterer Tag 09:00 Uhr
Preis: Öffentlich oder Live Stream: € 1.198 zzgl. MwSt.
Inhaus: € 3.400 zzgl. MwSt.
Teilnehmeranzahl: min. 2 - max. 8
Teilnehmer: DNS-, Netzwerk- und Security-Administration, Plattformbetrieb sowie technische Teams für öffentliche Resolver, Providerdienste und verschlüsselte Infrastrukturzugänge.
Voraussetzungen: Grundkenntnisse von dnsdist, DNS und TLS. Erfahrung mit Zertifikaten, HTTP und Linux-Netzwerkdiensten ist hilfreich.
Standorte: Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg
Methoden: Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System
Seminararten: Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht
Durchführungsgarantie: ja, ab 2 Teilnehmern
Sprache: Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich
Seminarunterlage: Dokumentation auf Datenträger oder als Download
Teilnahmezertifikat: ja, selbstverständlich
Verpflegung: Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch)
Support: 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten
Barrierefreier Zugang: an den meisten Standorten verfügbar
  Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055

Seminartermine

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Seminar Startdatum Enddatum Ort Dauer
Innsbruck 2 Tage
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