Seminar / Training
In Störungen entscheiden strukturierte Datensammlung, eine belastbare Zeitachse und kontrollierte Änderungen über die Wiederherstellungszeit. Die Schulung vermittelt einen reproduzierbaren Diagnoseprozess für Startprobleme, Speicherengpässe, Verbindungen, Blockierungen, Persistenz, Backup und Replikation.
Inhaltsverzeichnis
- Zielsetzung
- Zielgruppe
- Voraussetzungen
- Seminarinhalte
- Praxisübungen
- Methodik
Zielsetzung
- Störungen nach Auswirkung, Fehlerdomäne und Dringlichkeit klassifizieren
- Diagnosedaten zielgerichtet sammeln und zeitlich korrelieren
- Typische HANA-Fehlerbilder mit einem Entscheidungsbaum eingrenzen
- Wiederanlauf, Eskalation, Beweissicherung und Nachbereitung kontrolliert durchführen
Zielgruppe
SAP-HANA-Administratoren, SAP-Basis-Teams, Plattformbetrieb, Bereitschaftsdienst, Incident Management und technische Supportverantwortliche.
Voraussetzungen
Praxis in der SAP-HANA-Administration sowie Linux-, Netzwerk- und SQL-Grundkenntnisse. Zugriff auf eine isolierte Laborumgebung mit vorbereiteten Störungen ist erforderlich.
Seminarinhalte
- Schritt 1: Incident stabilisieren und klassifizieren
Auswirkung, betroffene Systeme, Zeitpunkt, letzte Änderungen, Sicherheitsbezug und Geschäftspriorität werden erfasst. Unkoordinierte Änderungen werden gestoppt.
- Schritt 2: Zeitachse und Evidenz sichern
Meldungen, Alerts, Systemlogs, Traces, Prozessstatus, Screenshots, Kommandos und Verantwortliche werden zeitlich geordnet. Originaldaten bleiben unverändert erhalten.
- Schritt 3: System- und Servicezustand prüfen
Host, Daemon, Nameserver, Indexserver, Systemdatenbank und Tenants werden in definierter Reihenfolge kontrolliert. Ein Einzelservice-Fehler wird vom Gesamtausfall unterschieden.
- Schritt 4: Start- und Verbindungsfehler analysieren
Ports, DNS, Zertifikate, Authentisierung, Listener, Firewall, Datenbankstatus und Clientparameter werden mit einem Entscheidungsbaum geprüft.
- Schritt 5: Speicher- und Ressourcenengpässe eingrenzen
CPU, Global Allocation, Service Memory, Threads, Dateisystem, I/O und Betriebssystemdruck werden zeitlich korreliert. Symptome nach einem Neustart werden nicht mit Ursachen verwechselt.
- Schritt 6: SQL, Locks und lange Transaktionen untersuchen
Teure Statements, Blockierungsketten, offene Transaktionen, Deadlocks und Anwendungskontext werden analysiert. Abbruchentscheidungen berücksichtigen fachliche Seiteneffekte.
- Schritt 7: Persistenz- und Savepoint-Probleme bewerten
Daten- und Logvolumes, Savepoint-Dauer, Logsegmente, Schreibfehler, Platzmangel und Speichersystemmeldungen werden gemeinsam betrachtet.
- Schritt 8: Backup- und Recovery-Fehler behandeln
Backup-Katalog, Zielpfad, Backint, Logkette, Berechtigungen, Speicherplatz und Recovery-Voraussetzungen werden geprüft. Wiederholungen erfolgen erst nach Ursachenbehebung.
- Schritt 9: Replikationsstörungen analysieren
System-Replication-Zustand, Netzwerk, Latenz, Log-Versand, Registrierung und Synchronisation werden ausgewertet. Takeover wird nur nach Datenstand- und Fencing-Prüfung entschieden.
- Schritt 10: Diagnoseinformationen paketieren
Relevante Full System Information Dump- oder Diagnosepakete, Zeitfenster, Systemübersicht und reproduzierbare Fehlerbeschreibung werden für Eskalation vorbereitet.
- Schritt 11: Kontrollierten Wiederanlauf durchführen
Startreihenfolge, Ressourcenprüfung, Datenbankstatus, Anwendungen, Batch, Schnittstellen und Monitoring werden anhand eines Runbooks verifiziert.
- Schritt 12: Root Cause und Maßnahmen dokumentieren
Technische Ursache, begünstigende Faktoren, Sofortmaßnahme, dauerhafte Korrektur, Monitoring-Lücke und Verantwortlichkeit werden in einer Nachbereitung festgehalten.
Praxisübungen
- Bearbeitung eines Startfehlers mit Zeitachse und Entscheidungsbaum
- Analyse eines simulierten Speicherengpasses ohne vorschnellen Neustart
- Untersuchung einer Blockierungskette und kontrollierte Auflösung
- Diagnose einer unterbrochenen System-Replikation
- Erstellung eines Eskalationspakets und Incident-Reviews
Methodik
Mehrere vorbereitete Störungsbilder werden unter Zeitdruck, aber mit Änderungsdisziplin bearbeitet. Jeder Fall endet mit Funktionsprüfung, Beweissicherung und einer Ursachen- sowie Präventionsdokumentation.
Fachbereichsleiter / Leiter der Trainer / Ihre Ansprechpartner
-

Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 2 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 1.198 zzgl. MwSt. Inhaus: € 3.400 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | SAP-HANA-Administratoren, SAP-Basis-Teams, Plattformbetrieb, Bereitschaftsdienst, Incident Management und technische Supportverantwortliche. |
| Voraussetzungen: | Praxis in der SAP-HANA-Administration sowie Linux-, Netzwerk- und SQL-Grundkenntnisse. Zugriff auf eine isolierte Laborumgebung mit vorbereiteten Störungen ist erforderlich. |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmern |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja, selbstverständlich |
| Verpflegung: | Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch) |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055 |
Seminartermine
Die Ergebnissliste kann durch Anklicken der Überschrift neu sortiert werden.
