Das Seminar überführt Sandbox-Ergebnisse in handlungsfähige Incident-Response- und Hunting-Prozesse. Verhalten, Netzwerkkommunikation, Artefakte und TTPs werden zu einer technischen Zeitlinie, priorisierten Suchhypothesen und überprüfbaren Reaktionsmaßnahmen verbunden.
Inhaltsverzeichnis
- Lernziele und fachliche Einordnung
- Schrittweise Seminarinhalte
- Praxisübungen und Laborszenarien
- Zielgruppe und Voraussetzungen
- Didaktik und Arbeitsweise
Lernziele
- Analyseaufträge aus Alerts und Incident-Fällen präzise formulieren.
- Malware-Verhalten und mehrstufige Ketten zu einer belastbaren Zeitlinie rekonstruieren.
- IOCs, ATT&CK-Techniken und Artefakte für Host-, Netzwerk- und Identitätssuchen aufbereiten.
- Containment-, Eradication- und Recovery-Maßnahmen technisch begründen und prüfen.
- Erkenntnisse in Detection Engineering, Playbooks und Lessons Learned zurückführen.
Schrittweise Seminarinhalte
1. Incident Intake und Analysehypothesen
Schwerpunkt: Alert, Scope, betroffene Assets, Zeitfenster, Sample-Beschaffung, Priorität, Schutzbedarf und Fragestellungen.
- Ausgangslage, Schutzbedarf und Abnahmekriterien für den Themenblock „Incident Intake und Analysehypothesen“ erfassen.
- Relevante Datenquellen, Plattformobjekte, Rollen und Abhängigkeiten anhand von Alert, Scope, betroffene Assets, Zeitfenster, Sample-Beschaffung, Priorität, Schutzbedarf und Fragestellungen modellieren.
- Die erforderlichen Einstellungen, Analyse-, Integrations- oder Prozessschritte in einer isolierten Laborumgebung nachvollziehbar umsetzen.
- Funktion, Berechtigungen, Protokollierung, Datenqualität und Fehlerverhalten mit definierten Positiv- und Negativfällen prüfen.
- Als Arbeitsergebnis einen klaren Analyse- und Hunting-Auftrag dokumentieren, fachlich abnehmen und in einen wiederholbaren Standard überführen.
2. Verhaltensrekonstruktion und Zeitlinie
Schwerpunkt: Prozessbaum, Dateien, Registry, Netzwerk, Benutzeraktionen, Child-Samples, Persistenz und Ausführungsschritte.
- Ausgangslage, Schutzbedarf und Abnahmekriterien für den Themenblock „Verhaltensrekonstruktion und Zeitlinie“ erfassen.
- Relevante Datenquellen, Plattformobjekte, Rollen und Abhängigkeiten anhand von Prozessbaum, Dateien, Registry, Netzwerk, Benutzeraktionen, Child-Samples, Persistenz und Ausführungsschritte modellieren.
- Die erforderlichen Einstellungen, Analyse-, Integrations- oder Prozessschritte in einer isolierten Laborumgebung nachvollziehbar umsetzen.
- Funktion, Berechtigungen, Protokollierung, Datenqualität und Fehlerverhalten mit definierten Positiv- und Negativfällen prüfen.
- Als Arbeitsergebnis eine technische Incident-Zeitlinie dokumentieren, fachlich abnehmen und in einen wiederholbaren Standard überführen.
3. IOC- und Artefaktaufbereitung
Schwerpunkt: Hashes, Domains, URLs, IPs, Pfade, Registry, Zertifikate, Mutex, Konfiguration, Confidence und Lebensdauer.
- Ausgangslage, Schutzbedarf und Abnahmekriterien für den Themenblock „IOC- und Artefaktaufbereitung“ erfassen.
- Relevante Datenquellen, Plattformobjekte, Rollen und Abhängigkeiten anhand von Hashes, Domains, URLs, IPs, Pfade, Registry, Zertifikate, Mutex, Konfiguration, Confidence und Lebensdauer modellieren.
- Die erforderlichen Einstellungen, Analyse-, Integrations- oder Prozessschritte in einer isolierten Laborumgebung nachvollziehbar umsetzen.
- Funktion, Berechtigungen, Protokollierung, Datenqualität und Fehlerverhalten mit definierten Positiv- und Negativfällen prüfen.
- Als Arbeitsergebnis ein priorisiertes Such- und Blockierungspaket dokumentieren, fachlich abnehmen und in einen wiederholbaren Standard überführen.
4. Threat-Hunting-Hypothesen
Schwerpunkt: TTPs, ATT&CK, Verhaltensmuster, Datenquellen, Suchfenster, Scope, Baseline, Trefferbewertung und Pivoting.
- Ausgangslage, Schutzbedarf und Abnahmekriterien für den Themenblock „Threat-Hunting-Hypothesen“ erfassen.
- Relevante Datenquellen, Plattformobjekte, Rollen und Abhängigkeiten anhand von TTPs, ATT&CK, Verhaltensmuster, Datenquellen, Suchfenster, Scope, Baseline, Trefferbewertung und Pivoting modellieren.
- Die erforderlichen Einstellungen, Analyse-, Integrations- oder Prozessschritte in einer isolierten Laborumgebung nachvollziehbar umsetzen.
- Funktion, Berechtigungen, Protokollierung, Datenqualität und Fehlerverhalten mit definierten Positiv- und Negativfällen prüfen.
- Als Arbeitsergebnis mehrere testbare Hunt-Hypothesen dokumentieren, fachlich abnehmen und in einen wiederholbaren Standard überführen.
5. Containment und Eradication
Schwerpunkt: Host-Isolation, Netzwerkblockierung, Kontoschutz, Prozessbeendigung, Persistenzentfernung, Artefaktbereinigung und Risiko.
- Ausgangslage, Schutzbedarf und Abnahmekriterien für den Themenblock „Containment und Eradication“ erfassen.
- Relevante Datenquellen, Plattformobjekte, Rollen und Abhängigkeiten anhand von Host-Isolation, Netzwerkblockierung, Kontoschutz, Prozessbeendigung, Persistenzentfernung, Artefaktbereinigung und Risiko modellieren.
- Die erforderlichen Einstellungen, Analyse-, Integrations- oder Prozessschritte in einer isolierten Laborumgebung nachvollziehbar umsetzen.
- Funktion, Berechtigungen, Protokollierung, Datenqualität und Fehlerverhalten mit definierten Positiv- und Negativfällen prüfen.
- Als Arbeitsergebnis einen technisch begründeten Containment- und Eradication-Plan dokumentieren, fachlich abnehmen und in einen wiederholbaren Standard überführen.
6. Recovery, Nachkontrolle und Wiederholungsprüfung
Schwerpunkt: Wiederinbetriebnahme, Monitoring, erneute Analyse, Kontrollsuchen, Zertifikate, Backdoors, Restindikatoren und Freigabe.
- Ausgangslage, Schutzbedarf und Abnahmekriterien für den Themenblock „Recovery, Nachkontrolle und Wiederholungsprüfung“ erfassen.
- Relevante Datenquellen, Plattformobjekte, Rollen und Abhängigkeiten anhand von Wiederinbetriebnahme, Monitoring, erneute Analyse, Kontrollsuchen, Zertifikate, Backdoors, Restindikatoren und Freigabe modellieren.
- Die erforderlichen Einstellungen, Analyse-, Integrations- oder Prozessschritte in einer isolierten Laborumgebung nachvollziehbar umsetzen.
- Funktion, Berechtigungen, Protokollierung, Datenqualität und Fehlerverhalten mit definierten Positiv- und Negativfällen prüfen.
- Als Arbeitsergebnis einen vollständigen Recovery- und Nachkontrollplan dokumentieren, fachlich abnehmen und in einen wiederholbaren Standard überführen.
7. Detection-Rückkopplung und Lessons Learned
Schwerpunkt: Erkennungslücken, SIEM- oder EDR-Regeln, SOAR-Playbooks, Prozessmängel, Kennzahlen und Maßnahmenverfolgung.
- Ausgangslage, Schutzbedarf und Abnahmekriterien für den Themenblock „Detection-Rückkopplung und Lessons Learned“ erfassen.
- Relevante Datenquellen, Plattformobjekte, Rollen und Abhängigkeiten anhand von Erkennungslücken, SIEM- oder EDR-Regeln, SOAR-Playbooks, Prozessmängel, Kennzahlen und Maßnahmenverfolgung modellieren.
- Die erforderlichen Einstellungen, Analyse-, Integrations- oder Prozessschritte in einer isolierten Laborumgebung nachvollziehbar umsetzen.
- Funktion, Berechtigungen, Protokollierung, Datenqualität und Fehlerverhalten mit definierten Positiv- und Negativfällen prüfen.
- Als Arbeitsergebnis einen umsetzbaren Verbesserungsbacklog dokumentieren, fachlich abnehmen und in einen wiederholbaren Standard überführen.
Praxisübungen und Laborszenarien
- Aufbau einer Incident-Zeitlinie aus Prozess-, Datei-, Registry- und Netzwerkbefunden.
- Erstellung eines IOC-Pakets mit Confidence, TTL und Suchpriorität.
- Formulierung und Prüfung mehrerer Host- und Netzwerk-Hunt-Hypothesen.
- Entwurf eines Containment-, Recovery- und Detection-Verbesserungsplans.
Zielgruppe und Voraussetzungen
Zielgruppe: Incident Response, DFIR, Threat Hunting, CERT, SOC Tier 2 und Tier 3, Detection Engineering und Security Operations.
Voraussetzungen: Grundkenntnisse in Incident Response, Host- und Netzwerkforensik, SIEM oder EDR sowie Malware-Verhalten.
Didaktik und Arbeitsweise
Kurze Fachimpulse werden unmittelbar durch Demonstrationen, strukturierte Konfigurations- oder Analyseschritte, Praxisübungen und kontrollierte Fehlerfälle vertieft. Jede Übung verwendet definierte Ausgangswerte, Prüfpunkte und Dokumentationsanforderungen, damit die erarbeiteten Abläufe als Betriebsstandard wiederholbar bleiben.
Fachbereichsleitung und Trainerteam
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Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 2 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 1.198 zzgl. MwSt. Inhaus: € 3.400 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | Incident Response, DFIR, Threat Hunting, CERT, SOC Tier 2 und Tier 3, Detection Engineering und Security Operations |
| Voraussetzungen: | Grundkenntnisse in Incident Response, Host- und Netzwerkforensik, SIEM oder EDR sowie Malware-Verhalten |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhouse, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmern |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja, selbstverständlich |
| Verpflegung: | Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch) |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055 |
Seminartermine
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