Das Seminar bewertet Waydroid als Android-Umgebung mit direkter Integration in ein Linux-System. Containergrenzen, App-Vertrauen, Google-Dienste, Konten, Berechtigungen, Netzwerk, ADB, Dateifreigaben, Backups und Betriebsprozesse werden zu einem realistischen Schutzkonzept verbunden.
Seminarziel
Ziel ist eine angemessen gehärtete Waydroid-Installation mit dokumentierten Vertrauensgrenzen und Datenschutzentscheidungen.
Zielgruppe
Linux-Administratoren, Informationssicherheitsbeauftragte, Datenschutzverantwortliche, DevOps und technische Entscheider
Voraussetzungen
Linux- und Netzwerkgrundlagen, Waydroid-Basiswissen und Verständnis für Berechtigungsmodelle
Inhaltsverzeichnis
- 1. Schutzbedarf und Bedrohungsmodell
- 2. Containergrenzen realistisch bewerten
- 3. App-Quellen und Lieferkette
- 4. Google-Dienste und Konten
- 5. Android-Berechtigungen und App-Daten
- 6. Netzwerk und ADB härten
- 7. Dateifreigaben und Hostzugriff
- 8. Backup, Protokollierung und Incident-Ablauf
- 9. Hardening- und Freigabecheck
Seminarinhalte
1. Schutzbedarf und Bedrohungsmodell
Technische Maßnahmen werden aus dem tatsächlichen Einsatzfall abgeleitet.
- Schritt 1: Datenarten, Benutzer und Geschäftsprozesse erfassen.
- Schritt 2: Host, Android-Container, Apps, Konten und externe Dienste als Vertrauenszonen darstellen.
- Schritt 3: Bedrohungen für Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit bewerten.
- Schritt 4: Schutzziele und akzeptierte Restrisiken dokumentieren.
2. Containergrenzen realistisch bewerten
Isolation wird weder unterschätzt noch mit einer virtuellen Maschine gleichgesetzt.
- Schritt 1: Gemeinsamen Kernel und Linux-Namespaces einordnen.
- Schritt 2: Direkten Hardwarezugriff und Hostabhängigkeiten erfassen.
- Schritt 3: Privilegierte Administrationsbefehle auf notwendige Fälle begrenzen.
- Schritt 4: Einsatzgrenzen für besonders schützenswerte Anwendungen festlegen.
3. App-Quellen und Lieferkette
APK-Dateien und App-Stores werden durch ein Freigabeverfahren kontrolliert.
- Schritt 1: Zulässige Bezugswege und Verantwortlichkeiten definieren.
- Schritt 2: Paketname, Version, Architektur und Prüfinformationen erfassen.
- Schritt 3: App vor Freigabe in isolierter Instanz testen.
- Schritt 4: Update- und Rückrufverfahren für kompromittierte Pakete festlegen.
4. Google-Dienste und Konten
Komfort, Kompatibilität und Datenübertragung werden transparent abgewogen.
- Schritt 1: Tatsächliche Abhängigkeit der benötigten Apps zu Google-Diensten prüfen.
- Schritt 2: Vanilla- und GAPPS-Variante hinsichtlich Datenflüssen vergleichen.
- Schritt 3: Getrennte Dienst- oder Testkonten statt privater Konten vorsehen.
- Schritt 4: Anmelde-, Abmelde- und Geräteentfernungsprozess dokumentieren.
5. Android-Berechtigungen und App-Daten
Berechtigungen werden nach Minimalprinzip geprüft.
- Schritt 1: Angeforderte Berechtigungen je App erfassen.
- Schritt 2: Nicht benötigte Zugriffe deaktivieren.
- Schritt 3: Datei-, Standort-, Kamera- und Mikrofonfunktionen gezielt testen.
- Schritt 4: App-Daten bei Deinstallation, Backup und Restore kontrollieren.
6. Netzwerk und ADB härten
Diagnosezugriff darf nicht zu dauerhaft offener Angriffsfläche werden.
- Schritt 1: Waydroid-Netzwerk und erlaubte Ziele definieren.
- Schritt 2: Firewall auf notwendige Kommunikation begrenzen.
- Schritt 3: ADB nur zeitlich und räumlich begrenzt freigeben.
- Schritt 4: Nach Administrationsarbeiten Verbindung und Regeln zurücksetzen.
7. Dateifreigaben und Hostzugriff
Gemeinsame Ordner werden mit möglichst engem Umfang eingebunden.
- Schritt 1: Benötigte Verzeichnisse und Schreibrechte festlegen.
- Schritt 2: Bind-Mount statt pauschaler Freigabe des Benutzerprofils verwenden.
- Schritt 3: Eigentümer und Rechte auf Host und Android prüfen.
- Schritt 4: Testdateien auf unerwünschte Sichtbarkeit und Veränderbarkeit untersuchen.
8. Backup, Protokollierung und Incident-Ablauf
Wiederherstellung und Nachvollziehbarkeit ergänzen präventive Kontrollen.
- Schritt 1: Sicherungsumfang und Verschlüsselung festlegen.
- Schritt 2: Restore regelmäßig in einer Testinstanz prüfen.
- Schritt 3: Relevante Logs bei einem Vorfall sichern.
- Schritt 4: Sperrung, Neuinitialisierung, Wiederherstellung und Freigabe als Ablauf dokumentieren.
9. Hardening- und Freigabecheck
Alle Maßnahmen werden in einer wiederholbaren Abnahme zusammengeführt.
- Schritt 1: Paket-, Image- und Konfigurationsstand erfassen.
- Schritt 2: App-Liste, Berechtigungen und Konten kontrollieren.
- Schritt 3: Netzwerk, ADB und Dateifreigaben testen.
- Schritt 4: Abweichungen bewerten und Freigabeentscheidung dokumentieren.
Praxisorganisation
Ein Referenzsystem wird anhand eines Bedrohungsmodells gehärtet und anschließend mit einer technischen und organisatorischen Freigabecheckliste geprüft.
Seminar und Anbieter vergleichen
Öffentliche Schulung
Diese Seminarform ist auch als Präsenzseminar bekannt und bedeutet, dass Sie in unseren Räumlichkeiten von einem Trainer vor Ort geschult werden. Jeder Teilnehmer hat einen Arbeitsplatz mit virtueller Schulungsumgebung. Öffentliche Seminare werden in deutscher Sprache durchgeführt, die Unterlagen sind teilweise in Englisch.
Inhausschulung
Diese Seminarform bietet sich für Unternehmen an, welche gleiche mehrere Teilnehmer gleichzeitig schulen möchten. Der Trainer kommt zu Ihnen ins Haus und unterrichtet in Ihren Räumlichkeiten. Diese Seminare können in Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich gebucht werden.
Webinar
Diese Art der Schulung ist geeignet, wenn Sie die Präsenz eines Trainers nicht benötigen, nicht Reisen können und über das Internet an einer Schulung teilnehmen möchten.
Ansprechpersonen
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René Launa
Telefon: + 43 (720) 022000
E-Mail: rené.launa@seminar-experts.at -

Adam Steyer
Telefon: + 43 (720) 022000
E-Mail:
Seminardetails
| Dauer: | 2 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich und Webinar: € 1.198 zzgl. MwSt. Inhaus: € 3.400 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | Linux-Administratoren, Informationssicherheitsbeauftragte, Datenschutzverantwortliche, DevOps und technische Entscheider |
| Voraussetzungen: | Linux- und Netzwerkgrundlagen, Waydroid-Basiswissen und Verständnis für Berechtigungsmodelle |
| Standorte: | Bregenz, Graz, Innsbruck, Klagenfurt, Linz, Salzburg, Wien |
| Methoden: | Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmern |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja, selbstverständlich |
| Verpflegung: | Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch) |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 43 (720) 022000 |
Seminartermine
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