Beschreibung
Dateiüberwachung wird aus Schutzbedarf und Änderungsdynamik abgeleitet. Kritische Pfade, erwartete Prozesse und Wartungsfenster werden vor der technischen Konfiguration dokumentiert.
Malwarebezogene Szenarien verbinden Datei-, Prozess- und Persistenzspuren. Reaktionsabläufe werden ausschließlich mit ungefährlichen Testartefakten und klar definiertem Rückweg erprobt.
Zielgruppe
Endpoint Security, Wazuh-Administration, SOC, Incident Response, Windows- und Linux-Administration
Voraussetzungen
Wazuh-Agentengrundlagen, Datei- und Berechtigungskonzepte sowie Grundverständnis von Endpoint-Ereignissen
Lernziele
- FIM-Abdeckung risikobasiert und leistungsfähig planen
- Periodische, Echtzeit- und Who-data-Prüfungen gezielt einsetzen
- Datei- und Prozesskontext zu Malwareindikatoren verbinden
- Scanabläufe mit Datenschutz- und Fehlergrenzen integrieren
- Eindämmung und Rollback kontrolliert validieren
Inhaltsübersicht
- FIM-Schutzumfang risikobasiert festlegen
- Periodische und Echtzeitüberwachung konfigurieren
- Änderungsursachen mit Who-data nachvollziehen
- Malware-nahe Verhaltensindikatoren erkennen
- Externe Scan- und Signaturprüfungen sicher einbinden
- Reaktion auf Datei- und Malwarefunde validieren
Seminarinhalte
1. FIM-Schutzumfang risikobasiert festlegen
Kritische Dateien und Verzeichnisse überwachen, ohne durch ungerichtete Vollerfassung unnötige Last und Alarmflut zu erzeugen.
- System-, Anwendungs-, Konfigurations-, Zertifikats- und Skriptpfade nach Schutzbedarf inventarisieren.
- Änderungsrate, Eigentümer, Wartungsfenster und zulässige Prozesse je Pfad dokumentieren.
- Ein- und Ausschlüsse sowie Dateitypen bewusst definieren.
- Überwachungsmodus und Prüffrequenz nach Plattform und Änderungsdynamik auswählen.
- Abdeckung und erwartete Teständerungen in einer FIM-Matrix festhalten.
2. Periodische und Echtzeitüberwachung konfigurieren
Geeignete FIM-Modi kontrolliert einsetzen und deren Ressourcenwirkung messen.
- Baseline-Scan auf einem Referenzsystem ausführen und Laufzeit dokumentieren.
- Echtzeitüberwachung für ausgewählte, häufig relevante Pfade aktivieren.
- Periodische Prüfung für große oder weniger dynamische Bereiche konfigurieren.
- Gezielte Dateiänderungen, Anlage, Löschung und Umbenennung testen.
- Last, Ereignisqualität und Wiederanlauf nach Agentenneustart kontrollieren.
3. Änderungsursachen mit Who-data nachvollziehen
Neben dem Objekt auch Benutzer-, Prozess- und Aktionskontext einer Änderung erfassen.
- Plattformvoraussetzungen und notwendige Auditfunktionen prüfen.
- Who-data für einen begrenzten Testpfad aktivieren.
- Änderungen mit unterschiedlichen Benutzern und Prozessen erzeugen.
- Benutzer, Prozess, Objekt, Aktion und Zeitbezug im Alarm verifizieren.
- Berechtigungen, Auditlast und mögliche Lücken dokumentieren.
4. Malware-nahe Verhaltensindikatoren erkennen
Datei-, Prozess- und Persistenzspuren zu priorisierten Erkennungsszenarien verbinden.
- Relevante Pfade, Dateiendungen, Hashwerte, Autostartbereiche und ungewöhnliche Prozessketten festlegen.
- FIM-, Prozess- und Ereignisdaten für das Szenario zusammenführen.
- Regeln für bekannte und verhaltensbasierte Indikatoren mit Kontext formulieren.
- Harmlose Testartefakte verwenden und Fehlalarme gegen legitime Administrationswerkzeuge prüfen.
- Eskalationskriterien und Beweissicherung für bestätigte Treffer definieren.
5. Externe Scan- und Signaturprüfungen sicher einbinden
Verdächtige Artefakte kontrolliert prüfen, ohne sensible Daten ungewollt weiterzugeben.
- Auslösekriterium, Dateigröße, Dateityp und erlaubte Übertragungswege festlegen.
- Lokalen oder freigegebenen Scanprozess mit minimalen Rechten vorbereiten.
- Integration zunächst protokollierend und ohne automatische Löschung testen.
- Ergebnis, Fehlercode, Laufzeit und Bezug zum ursprünglichen Alarm auswerten.
- Datenschutz-, Ausfall- und Rate-Limit-Verhalten in das Runbook aufnehmen.
6. Reaktion auf Datei- und Malwarefunde validieren
Eindämmung, Beweissicherung und Rücknahme mit klaren Sicherheitsgrenzen erproben.
- Reaktionsstufen von Ticket über Quarantäne bis zur Endpoint-Isolierung festlegen.
- Vorbedingungen und Ausschlüsse für automatische Aktionen definieren.
- Reaktion mit ungefährlichem Testobjekt in einer Laborgruppe ausführen.
- Datei-, Prozess-, Netzwerk- und Agentenstatus vor und nach der Aktion dokumentieren.
- Rollback und Freigabeprozess praktisch testen.
Praxislabor
- Eine FIM-Matrix für Konfigurations-, Zertifikats- und Skriptpfade erstellen.
- Periodische und Echtzeitüberwachung auf einem Referenzsystem konfigurieren.
- Who-data mit Änderungen durch Benutzer und Dienstprozess testen.
- Ein ungefährliches Testartefakt durch Erkennung, Scan und protokollierte Reaktion führen.
- Rollback durchführen und Normalbetrieb sowie Auditspur prüfen.
Betriebliche Qualitätssicherung
- Explizite Ein- und Ausschlüsse statt ungerichteter Vollüberwachung
- Lastmessung vor und nach Echtzeit- beziehungsweise Who-data-Aktivierung
- Keine automatische Löschung ohne Beweissicherung und Freigabe
- Getesteter Rückweg für jede Eindämmungsmaßnahme
Fachbereichsleiter / Leiter der Trainer / Ihre Ansprechpartner
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Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 2 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weiterer Tag: 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 1.198 zzgl. MwSt. Inhaus: € 3.400 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | Endpoint Security, Wazuh-Administration, SOC, Incident Response, Windows- und Linux-Administration |
| Voraussetzungen: | Wazuh-Agentengrundlagen, Datei- und Berechtigungskonzepte sowie Grundverständnis von Endpoint-Ereignissen |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmern |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja, selbstverständlich |
| Verpflegung: | Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch) |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055 |
Seminartermine
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