Seminar Apache Grails Intensivseminar – Betrieb, Performance und Modernisierung

Dieser Intensivpfad richtet sich an Teams, die eine bestehende Grails-Anwendung zuverlässig liefern, betreiben und modernisieren müssen. Die Themen werden nicht isoliert behandelt, weil Build, Konfiguration, Laufzeit, Datenbank und Diagnose unmittelbar voneinander abhängen.

Die Inhalte verdichten die Seminare zu Gradle, Administration, Containerbetrieb, Monitoring, Performance, Troubleshooting, Migration und Code-Review. Ausgangspunkt ist eine bewusst veraltete und betrieblich unzureichende Anwendung.

Inhaltsverzeichnis

  1. Zielgruppe
  2. Voraussetzungen
  3. Lernziele
  4. Modul 1: Bestandsaufnahme und Migrationsplanung
  5. Modul 2: Gradle-Build und Grails-Plugins verstehen
  6. Modul 3: Abhängigkeiten, BOMs und Versionskonflikte
  7. Modul 4: Konfigurationsmodell und Umgebungen
  8. Modul 5: Externe Konfiguration und Secret-Management
  9. Modul 6: Container-Image für Grails-Anwendungen
  10. Modul 7: Laufzeitkonfiguration und Ressourcensteuerung
  11. Modul 8: Deployment in Kubernetes
  12. Modul 9: Health, Metriken und technische Beobachtbarkeit
  13. Modul 10: Messmethodik und reproduzierbare Lastszenarien
  14. Modul 11: Datenbank- und GORM-Performance
  15. Modul 12: Systematische Fehleranalyse
  16. Modul 13: Start-, Build- und Konfigurationsfehler
  17. Modul 14: Laufzeit-, Speicher- und Nebenläufigkeitsfehler
  18. Modul 15: Build, JDK und Abhängigkeiten modernisieren
  19. Modul 16: Anwendungscode und Konfiguration anpassen
  20. Modul 17: Regressionstests und fachlicher Vergleich
  21. Modul 18: Release-, Datenbank- und Rückrollstrategie
  22. Modul 19: Build, Betrieb und Performance bewerten
  23. Praxisprojekt und Übungen
  24. Arbeitsweise

Zielgruppe

DevOps- und Plattform-Teams, erfahrene Grails-Entwickler, Administratoren, technische Anwendungsbetreuer und Modernisierungsverantwortliche.

Voraussetzungen

Praktische Grails- oder Spring-Boot-Erfahrung, Grundkenntnisse von Gradle, Datenbanken, Containern und JVM-Betrieb.

Lernziele

  • Build und Abhängigkeiten reproduzierbar und aktualisierbar gestalten.
  • Konfiguration, Secrets, Logging und Healthchecks betriebssicher aufbauen.
  • Container- und Kubernetes-Deployment mit Rückrollstrategie umsetzen.
  • Engpässe anhand von Metriken, Profiling und Datenbankdaten beheben.
  • Störungen methodisch diagnostizieren und regressionssicher korrigieren.
  • Eine realistische Migrations- und Modernisierungsroadmap erstellen.

Modul 1: Bestandsaufnahme und Migrationsplanung

Eine bestehende Anwendung wird nach Versionen, Plugins, Eigenentwicklungen und Betriebsabhängigkeiten inventarisiert.

  1. Schritt 1: Framework-, JDK-, Groovy-, Gradle- und GORM-Versionen erfassen.
  2. Schritt 2: Plugins, Bibliotheken und nicht dokumentierte Laufzeitannahmen auflisten.
  3. Schritt 3: Kritische Funktionen, Datenzugriffe und Integrationen priorisieren.
  4. Schritt 4: Migrationsstufen, Risiken, Testbedarf und Rückfalloptionen festlegen.

Modul 2: Gradle-Build und Grails-Plugins verstehen

Der erzeugte Build wird nicht als Blackbox behandelt, sondern in Aufgaben, Plugins und Konfigurationen zerlegt.

  1. Schritt 1: Wrapper, Settings, Buildskripte und Versionsparameter prüfen.
  2. Schritt 2: Grails- und Spring-Boot-Gradle-Plugins ihren Aufgaben zuordnen.
  3. Schritt 3: Wichtige Build-, Test- und Ausführungsaufgaben nachvollziehen.
  4. Schritt 4: Eigene Aufgaben ohne Seiteneffekte in den Build integrieren.

Modul 3: Abhängigkeiten, BOMs und Versionskonflikte

Bibliotheksversionen werden über nachvollziehbare Regeln und kompatible Plattformen gesteuert.

  1. Schritt 1: Direkte und transitive Abhängigkeiten untersuchen.
  2. Schritt 2: BOMs und Dependency Constraints zur Versionssteuerung einsetzen.
  3. Schritt 3: Konflikte und unerwartete Varianten mit Gradle-Berichten analysieren.
  4. Schritt 4: Repositories und Abhängigkeitsquellen auf notwendige Einträge begrenzen.

Modul 4: Konfigurationsmodell und Umgebungen

Konfiguration wird nach Umgebung, Verantwortlichkeit und Sensitivität strukturiert.

  1. Schritt 1: application.yml und programmatische Konfiguration sinnvoll aufteilen.
  2. Schritt 2: Umgebungsabhängige Werte ohne Codeverzweigungen bereitstellen.
  3. Schritt 3: Typen, Standardwerte und Validierung für Konfigurationswerte festlegen.
  4. Schritt 4: Fehlende oder widersprüchliche Werte beim Start früh erkennen.

Modul 5: Externe Konfiguration und Secret-Management

Betriebswerte werden außerhalb des Anwendungsartefakts verwaltet und kontrolliert in die Laufzeit eingebracht.

  1. Schritt 1: Konfigurationsquellen und Prioritäten nachvollziehen.
  2. Schritt 2: Dateien, Umgebungsvariablen und Plattform-Secrets geeignet kombinieren.
  3. Schritt 3: Sensible Werte in Logs, Fehlerausgaben und Diagnosen maskieren.
  4. Schritt 4: Konfigurationsänderungen versionieren, freigeben und rückgängig machen.

Modul 6: Container-Image für Grails-Anwendungen

Ein schlankes, reproduzierbares und nicht privilegiertes Laufzeit-Image wird aus dem geprüften Build-Artefakt erzeugt.

  1. Schritt 1: Build- und Laufzeitphase voneinander trennen.
  2. Schritt 2: JVM, Benutzerrechte, Dateisystem und Portfreigaben restriktiv konfigurieren.
  3. Schritt 3: Konfiguration und Secrets erst zur Laufzeit zuführen.
  4. Schritt 4: Image lokal starten, Healthcheck prüfen und Größe sowie Inhalt kontrollieren.

Modul 7: Laufzeitkonfiguration und Ressourcensteuerung

JVM und Container werden gemeinsam auf Speichergrenzen, Startverhalten und sauberes Beenden abgestimmt.

  1. Schritt 1: Heap, Metaspace und Container-Grenzen konsistent konfigurieren.
  2. Schritt 2: Graceful Shutdown und maximale Beendigungszeit prüfen.
  3. Schritt 3: Temporäre Dateien, Schreibpfade und Zeitzone kontrollieren.
  4. Schritt 4: Fehlstarts und Ressourcenengpässe mit reproduzierbaren Tests untersuchen.

Modul 8: Deployment in Kubernetes

Die Anwendung wird mit klaren Betriebsverträgen, Sonden und konfigurierbaren Ressourcen in einem Cluster bereitgestellt.

  1. Schritt 1: Deployment, Service und Konfigurationsobjekte definieren.
  2. Schritt 2: Liveness-, Readiness- und Startup-Probes passend konfigurieren.
  3. Schritt 3: Requests, Limits und horizontale Skalierung auf Messwerte stützen.
  4. Schritt 4: Rolling Update, Rückrollung und Unterbrechungsverhalten praktisch testen.

Modul 9: Health, Metriken und technische Beobachtbarkeit

Betriebszustand und Leistung werden über definierte Signale statt über Vermutungen bewertet.

  1. Schritt 1: Health- und Readiness-Informationen fachlich sinnvoll zusammenstellen.
  2. Schritt 2: Metriken für HTTP, JVM, Datenbankpool und Geschäftsprozesse erfassen.
  3. Schritt 3: Logs, Metriken und Traces über Korrelationsdaten verbinden.
  4. Schritt 4: Warnschwellen und Dashboards aus Servicezielen ableiten.

Modul 10: Messmethodik und reproduzierbare Lastszenarien

Optimierungen beginnen mit einer belastbaren Ausgangsmessung und einem klaren Engpassnachweis.

  1. Schritt 1: Antwortzeit-, Durchsatz- und Ressourcenziele festlegen.
  2. Schritt 2: Realistische Datenmengen und Benutzerabläufe modellieren.
  3. Schritt 3: Warm-up, Messfenster und Vergleichsbedingungen vereinheitlichen.
  4. Schritt 4: Messdaten so dokumentieren, dass Verbesserungen objektiv nachweisbar sind.

Modul 11: Datenbank- und GORM-Performance

Persistenzzugriffe werden anhand realer Abfragen, Ausführungspläne und Objektmengen optimiert.

  1. Schritt 1: Langsame und häufige Abfragen aus Logs und Metriken identifizieren.
  2. Schritt 2: N-plus-eins-Probleme, unnötige Joins und Volltabellenzugriffe beheben.
  3. Schritt 3: Indizes und Projektionen passend zu Zugriffsmustern auswählen.
  4. Schritt 4: Poolgrößen, Transaktionsdauer und Sperrkonflikte überwachen.

Modul 12: Systematische Fehleranalyse

Störungen werden reproduziert, eingegrenzt und mit Belegen statt mit zufälligen Änderungen bearbeitet.

  1. Schritt 1: Symptom, Zeitpunkt, betroffene Nutzer und letzte Änderungen erfassen.
  2. Schritt 2: Minimalen reproduzierbaren Fall und Vergleichsumgebung herstellen.
  3. Schritt 3: Hypothesen priorisieren und jeweils mit einer Messung prüfen.
  4. Schritt 4: Ursache, Korrektur und Präventionsmaßnahme getrennt dokumentieren.

Modul 13: Start-, Build- und Konfigurationsfehler

Fehler vor dem ersten Request werden anhand von Abhängigkeitsgraph, Bean-Lebenszyklus und Konfigurationsauflösung untersucht.

  1. Schritt 1: Build- und Laufzeitfehler sauber voneinander trennen.
  2. Schritt 2: Classpath, Plugin-Kompatibilität und Gradle-Konflikte analysieren.
  3. Schritt 3: Fehlende Beans, Zyklen und Initialisierungsreihenfolgen untersuchen.
  4. Schritt 4: Konfigurationsprioritäten und ungültige Werte sichtbar machen.

Modul 14: Laufzeit-, Speicher- und Nebenläufigkeitsfehler

Fehler unter Last werden mit Thread-, Heap- und Verbindungsdaten eingegrenzt.

  1. Schritt 1: Thread Dumps und blockierte Aufrufe auswerten.
  2. Schritt 2: Heap-Verbrauch, Leaks und übermäßige Objektmengen untersuchen.
  3. Schritt 3: Datenbankpool, Timeouts und externe Abhängigkeiten korrelieren.
  4. Schritt 4: Behebung mit einem gezielten Regressions- oder Lasttest absichern.

Modul 15: Build, JDK und Abhängigkeiten modernisieren

Die technische Basis wird schrittweise aktualisiert, bevor fachliche Änderungen zugelassen werden.

  1. Schritt 1: Ziel-JDK und Toolchain in Entwicklung und CI vereinheitlichen.
  2. Schritt 2: Gradle Wrapper, Plugins und Repository-Konfiguration aktualisieren.
  3. Schritt 3: Abhängigkeiten über kompatible Plattformen und feste Versionen ausrichten.
  4. Schritt 4: Nach jedem Schritt einen sauberen Build und Start nachweisen.

Modul 16: Anwendungscode und Konfiguration anpassen

Veraltete APIs und implizite Annahmen werden durch aktuelle, explizite Implementierungen ersetzt.

  1. Schritt 1: Compilerfehler und Warnungen systematisch nach Bereichen bearbeiten.
  2. Schritt 2: Konfiguration, Package-Namen und Jakarta-bezogene Änderungen prüfen.
  3. Schritt 3: Controller, Datenbindung, GORM und Security auf Verhaltensänderungen testen.
  4. Schritt 4: Eigene Plugins und Erweiterungen an neue Lebenszyklen anpassen.

Modul 17: Regressionstests und fachlicher Vergleich

Die neue Version wird nicht nur kompilierbar, sondern fachlich gleichwertig und betrieblich belastbar gemacht.

  1. Schritt 1: Kritische Benutzerwege vor der Migration als Tests festhalten.
  2. Schritt 2: Datenbankmigration und Datenqualität mit Kopien realistischer Daten prüfen.
  3. Schritt 3: Antworten, Berechtigungen und Integrationen alt gegen neu vergleichen.
  4. Schritt 4: Performance- und Betriebswerte vor Freigabe gegenüberstellen.

Modul 18: Release-, Datenbank- und Rückrollstrategie

Anwendungs-, Konfigurations- und Datenbankänderungen werden als zusammenhängender Release-Prozess geplant.

  1. Schritt 1: Vorwärts- und Rückwärtskompatibilität zwischen Versionen prüfen.
  2. Schritt 2: Schemaänderungen und Anwendungsauslieferung zeitlich koordinieren.
  3. Schritt 3: Blue-Green-, Rolling- oder gestufte Einführung bewerten.
  4. Schritt 4: Rückrollentscheidung, Datensicherung und Verantwortlichkeiten dokumentieren.

Modul 19: Build, Betrieb und Performance bewerten

Die Liefer- und Betriebsfähigkeit wird anhand von Build, Konfiguration, Beobachtbarkeit und Störungsdaten geprüft.

  1. Schritt 1: Build-Reproduzierbarkeit und Abhängigkeitsrisiken untersuchen.
  2. Schritt 2: Deployment-, Rückroll- und Datenbankverfahren nachvollziehen.
  3. Schritt 3: Logs, Metriken und bekannte Engpässe analysieren.
  4. Schritt 4: Priorisierte Maßnahmenliste mit Verantwortlichkeit und Akzeptanzkriterium erstellen.

Praxisprojekt und Übungen

Eine bestehende Anwendung wird analysiert, der Build bereinigt, ein Container-Deployment erstellt und mit Metriken versehen. Anschließend werden ein Engpass und eine Störung behoben sowie eine gestufte Modernisierungs- und Rückrollplanung ausgearbeitet.

Arbeitsweise

Kurze fachliche Einführungen wechseln mit Demonstrationen, angeleiteten Implementierungsschritten, selbstständigen Übungen und gemeinsamer Auswertung. Entscheidungen werden im Code, in Tests und in einer knappen technischen Dokumentation nachvollziehbar festgehalten.

Fachbereichsleiter / Leiter der Trainer / Ihre Ansprechpartner

Seminardetails

   
Dauer: 5 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr
Preis: Öffentlich oder Live Stream: € 2.995 zzgl. MwSt.
Inhaus: € 8.500 zzgl. MwSt.
Teilnehmeranzahl: min. 2 - max. 8
Teilnehmer: DevOps- und Plattform-Teams, erfahrene Grails-Entwickler, Administratoren, technische Anwendungsbetreuer und Modernisierungsverantwortliche.
Voraussetzungen: Praktische Grails- oder Spring-Boot-Erfahrung, Grundkenntnisse von Gradle, Datenbanken, Containern und JVM-Betrieb.
Standorte: Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg
Methoden: Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System
Seminararten: Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht
Durchführungsgarantie: ja, ab 2 Teilnehmern
Sprache: Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich
Seminarunterlage: Dokumentation auf Datenträger oder als Download
Teilnahmezertifikat: ja, selbstverständlich
Verpflegung: Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch)
Support: 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten
Barrierefreier Zugang: an den meisten Standorten verfügbar
  Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055

Seminartermine

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Seminar Startdatum Enddatum Ort Dauer
Klagenfurt 5 Tage
Bregenz 5 Tage
Linz 5 Tage
Salzburg 5 Tage
Graz 5 Tage
Wien 5 Tage
Inhaus / Firmenseminar 5 Tage
Stream live 5 Tage
Innsbruck 5 Tage
Stream gespeichert 5 Tage
Inhaus / Firmenseminar 5 Tage
Stream live 5 Tage
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Wien 5 Tage
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