Seminar Groovy für Apache-Grails-Entwickler

Java-Entwickler können Grails-Code schnell lesen, schreiben aber häufig unnötig umständlichen oder zu dynamischen Groovy-Code. Produktiver Einsatz verlangt ein bewusstes Gleichgewicht zwischen Ausdrucksstärke, Typensicherheit und Wartbarkeit.

Das Seminar konzentriert sich auf Sprachmittel, die in Controller-, Service-, Domain- und Testklassen unmittelbar eingesetzt werden. Unkontrollierte Metaprogrammierung wird klar von sinnvollen Framework-DSLs abgegrenzt.

Inhaltsverzeichnis

  1. Zielgruppe
  2. Voraussetzungen
  3. Lernziele
  4. Modul 1: Groovy-Grundlagen für produktiven Grails-Code
  5. Modul 2: Statische Typisierung, Traits und Metaprogrammierung
  6. Modul 3: Projektstruktur, Artefakte und Konventionen
  7. Modul 4: Datenbindung, Command Objects und Validierung
  8. Modul 5: Services und fachliche Anwendungslogik
  9. Modul 6: Unit-Tests mit Spock
  10. Praxisprojekt und Übungen
  11. Arbeitsweise

Zielgruppe

Java-, Kotlin- oder andere JVM-Entwickler, die Grails-Projekte entwickeln oder warten sollen, sowie Grails-Einsteiger mit unsicheren Groovy-Kenntnissen.

Voraussetzungen

Sichere Grundlagen objektorientierter Programmierung. Java-Kenntnisse sind hilfreich; Groovy- oder Grails-Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.

Lernziele

  • Groovy-Syntax und Collections idiomatisch einsetzen.
  • Closures und DSL-artige APIs sicher lesen und schreiben.
  • Dynamische und statisch typisierte Bereiche bewusst wählen.
  • Traits und Erweiterungsmethoden wartbar verwenden.
  • Groovy-Code nahtlos mit Java-Bibliotheken kombinieren.
  • Kleine Einheiten mit Spock verständlich testen.

Modul 1: Groovy-Grundlagen für produktiven Grails-Code

Die für Grails wesentlichen Sprachmittel werden anhand typischer Controller-, Service- und Domänenklassen erarbeitet.

  1. Schritt 1: Variablen, Datentypen, Operatoren, Strings und Collections praktisch anwenden.
  2. Schritt 2: Closures, optionale Parameter und benannte Argumente in Framework-APIs einsetzen.
  3. Schritt 3: Null-Sicherheit, Elvis-Operator und sichere Navigation gezielt verwenden.
  4. Schritt 4: Groovy-Code mit Java-Bibliotheken und bestehenden Java-Klassen kombinieren.

Modul 2: Statische Typisierung, Traits und Metaprogrammierung

Dynamische Sprachmittel werden gegen Wartbarkeit, Tool-Unterstützung und Laufzeitrisiken abgewogen.

  1. Schritt 1: Typinferenz, CompileStatic und TypeChecked anhand realer Klassen vergleichen.
  2. Schritt 2: Traits und Erweiterungsmethoden für wiederverwendbares Verhalten einsetzen.
  3. Schritt 3: AST-Transformationen und Grails-eigene Transformationen technisch einordnen.
  4. Schritt 4: Dynamische Metaprogrammierung auf klar abgegrenzte, testbare Einsatzfälle begrenzen.

Modul 3: Projektstruktur, Artefakte und Konventionen

Die Verzeichnisstruktur und die Lebenszyklen der wichtigsten Grails-Artefakte werden systematisch erschlossen.

  1. Schritt 1: Controller, Services, Domain-Klassen, Tag Libraries und Konfiguration lokalisieren.
  2. Schritt 2: Artefakte über Grails Shell und Gradle-Aufgaben erzeugen und prüfen.
  3. Schritt 3: Namenskonventionen, Packages und Komponenten-Scanning sauber festlegen.
  4. Schritt 4: Eigene Quellbereiche und gemeinsame Bibliotheken ohne Konventionsbruch integrieren.

Modul 4: Datenbindung, Command Objects und Validierung

Eingabedaten werden nur in ausdrücklich freigegebene Strukturen gebunden und fachlich validiert.

  1. Schritt 1: Bindungsquellen und zulässige Felder festlegen.
  2. Schritt 2: Command Objects mit deklarativen Constraints entwerfen.
  3. Schritt 3: Verschachtelte Daten, Datumswerte und Aufzählungen sicher konvertieren.
  4. Schritt 4: Validierungsfehler internationalisierbar und testsicher aufbereiten.

Modul 5: Services und fachliche Anwendungslogik

Services werden als klar definierte fachliche Schnittstellen mit kontrollierten Abhängigkeiten aufgebaut.

  1. Schritt 1: Service-Verantwortlichkeiten aus Anwendungsfällen ableiten.
  2. Schritt 2: Abhängigkeiten über Konstruktor- oder Framework-Injection bereitstellen.
  3. Schritt 3: Transaktionsgrenzen und Rückgabemodelle explizit festlegen.
  4. Schritt 4: Services mit Unit- und Integrationstests unabhängig von Controllern prüfen.

Modul 6: Unit-Tests mit Spock

Kleine fachliche Einheiten werden mit lesbaren Spezifikationen und klaren Testdoubles geprüft.

  1. Schritt 1: Given-when-then-Strukturen für Services und Hilfsklassen formulieren.
  2. Schritt 2: Mocks, Stubs und Spies nur entsprechend ihrer Aufgabe einsetzen.
  3. Schritt 3: Tabellentests für Varianten und Randfälle entwickeln.
  4. Schritt 4: Fehlerpfade und Interaktionen ohne unnötigen Framework-Start testen.

Praxisprojekt und Übungen

Typische Java-nahe Grails-Klassen werden schrittweise in klaren Groovy-Code überführt. Collections, Closures, Traits und Typisierung werden verglichen und mit Spock-Spezifikationen abgesichert.

Arbeitsweise

Kurze fachliche Einführungen wechseln mit Demonstrationen, angeleiteten Implementierungsschritten, selbstständigen Übungen und gemeinsamer Auswertung. Entscheidungen werden im Code, in Tests und in einer knappen technischen Dokumentation nachvollziehbar festgehalten.

Fachbereichsleiter / Leiter der Trainer / Ihre Ansprechpartner

Seminardetails

   
Dauer: 2 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr
Preis: Öffentlich oder Live Stream: € 1.198 zzgl. MwSt.
Inhaus: € 3.400 zzgl. MwSt.
Teilnehmeranzahl: min. 2 - max. 8
Teilnehmer: Java-, Kotlin- oder andere JVM-Entwickler, die Grails-Projekte entwickeln oder warten sollen, sowie Grails-Einsteiger mit unsicheren Groovy-Kenntnissen.
Voraussetzungen: Sichere Grundlagen objektorientierter Programmierung. Java-Kenntnisse sind hilfreich; Groovy- oder Grails-Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.
Standorte: Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg
Methoden: Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System
Seminararten: Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht
Durchführungsgarantie: ja, ab 2 Teilnehmern
Sprache: Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich
Seminarunterlage: Dokumentation auf Datenträger oder als Download
Teilnahmezertifikat: ja, selbstverständlich
Verpflegung: Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch)
Support: 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten
Barrierefreier Zugang: an den meisten Standorten verfügbar
  Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055

Seminartermine

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