Die Anschaffung eines Coding-Assistenten beantwortet noch nicht, welche Aufgaben damit zuverlässig bearbeitet werden können. Für eine tragfähige Einführung müssen Programmiersprachen, Repository-Struktur, Sicherheitsanforderungen, Betriebsmodell und tatsächlicher Prüfaufwand zusammenpassen. Das Seminar führt diese Fragen zu einer praktischen Entscheidungsvorlage zusammen.
An einem gemeinsamen Fallbeispiel werden ein IDE-Angebot, ein Terminalagent und eine selbst betriebene Lösung verglichen. Bewertet werden vollständig geprüfte Änderungen einschließlich Nacharbeit, nicht die Menge erzeugten Codes. Eine technische Freigabematrix und ein begrenzter Pilot schaffen einen kontrollierbaren Einstieg für Entwicklung, Betrieb und verantwortliche Fachstellen. Die Fallstudie enthält bewusst unterschiedliche Aufgaben: kurze Routineänderungen, eine fachlich anspruchsvolle Korrektur und eine ungeeignete Automatisierungsaufgabe. Dadurch wird deutlich, warum ein positives Ergebnis bei einfachen Beispielen nicht auf jede Projektklasse übertragen werden kann. Die Entscheidungsvorlage unterscheidet freigegebene Anwendungsfälle, noch offene Prüfungen und begründet ausgeschlossene Einsatzbereiche. Verantwortlichkeit und ein verbindlicher Überprüfungstermin bleiben ein fester Bestandteil der Einführung.
Lernziele
- Werkzeuge anhand eines gemeinsamen Aufgaben- und Bewertungskatalogs vergleichen.
- Datenflüsse, Konten, Berechtigungen und betriebliche Zuständigkeiten erfassen.
- Pilotumfang, Kostenrahmen, Qualitätsmerkmale und Freigabewege festlegen.
- Produktwechsel und die Weiterverwendung eigener Projektregeln berücksichtigen.
Seminarinhalte
- Bedarf und Vergleichskriterien
- Datenverarbeitung und Zugriffsmodell
- Pilot und Qualitätsmessung
- Betrieb und Weiterentwicklung
Bedarf und Vergleichskriterien
Aufgabenklassen, Programmiersprachen, IDE-Bindung und Integrationsbedarf werden erfasst. Eine gewichtete Bewertungsmatrix unterscheidet Pflichtanforderungen von Komfortfunktionen. Produktnamen und Modellbezeichnungen werden getrennt betrachtet, damit ein Modellwechsel nicht unbemerkt die Bewertung verändert.
Datenverarbeitung und Zugriffsmodell
Quellcode, Prompts, Telemetrie, Indexdaten und Protokolle werden in einem Datenflussbild eingeordnet. Kontentyp, Vertragsoptionen und verfügbare Administration werden als Prüfpunkte aufgenommen. Fachliche und rechtliche Freigaben erhalten benannte Zuständigkeiten; aus einer technischen Einstellung wird keine pauschale Compliance-Zusage abgeleitet.
Pilot und Qualitätsmessung
Ein begrenzter Aufgabenbestand dient als Vergleichsgrundlage. Erfasst werden Bearbeitungszeit einschließlich Review, Korrekturbedarf, Testqualität und variable Nutzungskosten. Die Stichprobe umfasst auch fehlgeschlagene Aufgaben. Einfache Qualitätsgrenzen verhindern, dass Geschwindigkeit auf Kosten der Wartbarkeit bewertet wird.
Betrieb und Weiterentwicklung
Einführungsregeln, Schulungsbedarf, Supportwege und der Umgang mit Produktänderungen werden festgelegt. Eigene Aufgabenbeschreibungen und Qualitätsregeln werden portabel dokumentiert. Ein regelmäßiger Überprüfungstermin sowie Ausstiegs- und Wechselkriterien ergänzen den Pilotplan.
Praxisprojekt
- Anforderungen eines fiktiven Entwicklungsteams nach Muss- und Kann-Kriterien ordnen.
- Drei Betriebsmodelle in einer gewichteten Auswahlmatrix bewerten.
- Einen Datenfluss und eine rollenbezogene Freigabematrix entwerfen.
- Pilotaufgaben, Messverfahren und einen Kostenrahmen definieren.
- Einführung, Fortführung oder Abbruch anhand der Fallresultate begründen.
Arbeitsumgebung
Ein Arbeitsplatz für die Bearbeitung von Bewertungsmatrix, Datenfluss und Pilotplan genügt. Technische Unterschiede werden an vorbereiteten Beispielen demonstriert; produktive Administrationszugänge werden nicht benötigt.
Die Schulungsumgebung wird vom Kunden bereitgestellt. Installation, Zugänge, erforderliche Lizenzen beziehungsweise Nutzungskontingente und die Funktionsfähigkeit des Übungsprojekts werden vor dem Termin abgestimmt und geprüft.
Ansprechpartner
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Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de -

Paul Goldschmidt
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: paul.goldschmidt@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 1 Tag ca. 6 h/Tag, Beginn: 10:00 Uhr |
|---|---|
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 599 zzgl. MwSt. Inhaus: € 1.700 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | Entwicklungsleiter, Teamleiter, Softwarearchitekten, IT-Verantwortliche und Verantwortliche für die Einführung von Entwicklerwerkzeugen. |
| Voraussetzungen: | Verständnis von Softwareentwicklungsprozessen; eigene Programmierpraxis ist hilfreich, aber nicht zwingend erforderlich. |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmern |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja, selbstverständlich |
| Verpflegung: | Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch) |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055 |
Seminartermine
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