Seminar / Training
Lieferantenrisiken lassen sich nicht allein über Fragebögen steuern. Kontinuierliche externe Signale müssen mit Kritikalität, Vertragsbezug, tatsächlicher Abhängigkeit und einem fairen Nachbesserungsprozess verbunden werden.
Inhaltsübersicht
- Zielsetzung
- Zielgruppe
- Voraussetzungen
- Seminarinhalte
- Praxisübungen
- Methodik
Zielsetzung
- Lieferanten nach Kritikalität staffeln
- Scope und Attribution sauber aufbauen
- Mehrere Signalarten zu einem Risiko verbinden
- Nachbesserung und Eskalation steuern
- Portfolioentwicklung mit Kennzahlen überwachen
Zielgruppe
Third-Party Risk Management, Einkauf, Lieferantenmanagement, CISO-Organisation, SOC, Datenschutz, Business Continuity, Rechtsabteilung und interne Revision.
Voraussetzungen
Grundkenntnisse in Lieferantenmanagement, Risikobewertung und Informationssicherheit. Eine Liste kritischer Lieferanten und interne Eskalationswege sind hilfreich.
Seminarinhalte
- Schritt 1: Lieferantenuniversum strukturieren
Dienstleister, Softwareanbieter, Cloud-Provider, Logistik-, Produktions- und Beratungspartner werden konsolidiert und bereinigt.
- Schritt 2: Kritikalität und Tiering festlegen
Datenzugriff, Systemzugriff, Ausfallwirkung, Substituierbarkeit, Regulierung, Konzentration und Unterauftragnehmer bestimmen die Stufe.
- Schritt 3: Monitoring-Scope definieren
Rechtsträger, Marken, Domains, IPs, Produkte, E-Mail-Domains und bekannte Plattformen werden je Lieferant erfasst.
- Schritt 4: Attribution absichern
Funde werden nur dann dem Lieferanten zugerechnet, wenn technische und organisatorische Indikatoren belastbar sind.
- Schritt 5: Attack Surface bewerten
Unbekannte Assets, exponierte Dienste, APIs, veraltete Systeme und Fehlkonfigurationen werden nach möglichem Kundeneinfluss priorisiert.
- Schritt 6: Daten- und Credential-Exposition prüfen
Offene Speicher, Datenbanken, Dokumente, kompromittierte Konten und privilegierte Zugänge werden im Vertragskontext bewertet.
- Schritt 7: Dark-Web- und Brand-Signale einbeziehen
Akteurserwähnungen, Access-Angebote, Leakseiten, Impersonation und Betrugsinfrastruktur ergänzen das Risikobild.
- Schritt 8: Risiko und Geschäftsimpact bestimmen
Confidence, Kritikalität, Eintrittsweg, Kundendaten, Betriebsabhängigkeit, Behebbarkeit und Wiederholung werden gewichtet.
- Schritt 9: Lieferant benachrichtigen
Befund, Evidenz, gewünschte Maßnahme, Frist, vertrauliche Behandlung und Rückmeldeweg werden eindeutig kommuniziert.
- Schritt 10: Nachbesserung und Eskalation steuern
Bestätigung, Maßnahmenplan, Zwischenstand, Fristüberschreitung, Management- und Vertragseskalation werden dokumentiert.
- Schritt 11: Wirksamkeit verifizieren
Technische Beseitigung, Zugangssperre, Datenentfernung und Wiederauftreten werden extern geprüft.
- Schritt 12: Portfolio-Governance etablieren
Trend, kritische offene Risiken, wiederkehrende Lieferanten, Konzentration, Review-Frequenz und Vertragsmaßnahmen werden berichtet.
Praxisübungen
- Tiering-Modell für Lieferanten erstellen
- Gemischte Funde für drei Lieferanten priorisieren
- Vendor Notification mit Frist formulieren
- Portfolio-Dashboard mit Eskalationsstatus entwerfen
Methodik
Die Inhalte werden mit kurzen Fachvorträgen, Demonstrationen und einer durchgängigen Fallbearbeitung vermittelt. Jeder Arbeitsschritt endet mit einem dokumentierten Prüfkriterium zu Datenqualität, Risiko, Zuständigkeit und nächster Maßnahme.
Fachbereichsleiter / Leiter der Trainer / Ihre Ansprechpartner
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Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de -

Paul Goldschmidt
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: paul.goldschmidt@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 3 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage: 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 1.797 zzgl. MwSt. Inhaus: € 5.100 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | Third-Party Risk Management, Einkauf, Lieferantenmanagement, CISO-Organisation, SOC, Datenschutz, Business Continuity, Rechtsabteilung und interne Revision. |
| Voraussetzungen: | Grundkenntnisse in Lieferantenmanagement, Risikobewertung und Informationssicherheit. Eine Liste kritischer Lieferanten und interne Eskalationswege sind hilfreich. |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmern |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja, selbstverständlich |
| Verpflegung: | Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch) |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055 |
Seminartermine
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