Einordnung
Der Kurs vermittelt die moderne Standard-Boot-Architektur mit Bootgeräten, Bootmethoden und Bootflows. Suchreihenfolgen, extlinux-, PXE-, Skript- und EFI-Pfade werden nachvollziehbar konfiguriert, diagnostiziert und aus älteren Bootsequenzen migriert.
Inhaltsübersicht
- Standard-Boot-Modell aufbauen
- Bootgeräte erkennen und ordnen
- Bootmethoden konfigurieren
- Bootflows untersuchen und starten
- Ältere Sequenzen migrieren
- Fallback und Recovery integrieren
- Praxisübungen
- Lernziele
Zielgruppe und Vorkenntnisse
Zielgruppe: BSP-Entwicklung, Embedded-Linux-Administration, Distribution Engineering, Geräteintegration und technische Qualitätssicherung.
Vorkenntnisse: Grundkenntnisse von U-Boot, Linux-Bootprozessen, Blockgeräten, Partitionen und Netzwerkstart.
1. Standard-Boot-Modell aufbauen
Bootdev, Bootmeth, Bootflow und Bootstd werden als zusammenhängendes Such- und Startmodell verstanden.
- Schritt 1: Bootfähige Geräte und deren Hierarchie erfassen.
- Schritt 2: Verfügbare Bootmethoden und ihre Zuständigkeiten zuordnen.
- Schritt 3: Bootflow-Zustände vom Fund bis zum erfolgreichen Start nachvollziehen.
2. Bootgeräte erkennen und ordnen
Lokale Medien, Netzwerk und globale Methoden werden in eine kontrollierte Suchreihenfolge gebracht.
- Schritt 1: Bootgeräte auflisten und Probe-Zustände prüfen.
- Schritt 2: Automatische Geräteerkennung gezielt ausführen.
- Schritt 3: Prioritäten nach Produktanforderungen und Recoverybedarf festlegen.
3. Bootmethoden konfigurieren
Extlinux, PXE, EFI und Skriptstart werden mit ihren jeweiligen Dateien und Voraussetzungen eingerichtet.
- Schritt 1: Konfigurationsdateien und Suchpfade je Methode bestimmen.
- Schritt 2: Kernel, Initramfs, Device Tree und Startparameter korrekt referenzieren.
- Schritt 3: Nicht erlaubte Methoden aus der produktiven Reihenfolge entfernen.
4. Bootflows untersuchen und starten
Gefundene Bootflows werden bewertet, ausgewählt und bei Fehlern reproduzierbar analysiert.
- Schritt 1: Scan mit detaillierter Ausgabe durchführen.
- Schritt 2: Images, Adressen, Status und Fehlerursachen prüfen.
- Schritt 3: Einen ausgewählten Bootflow manuell starten und protokollieren.
5. Ältere Sequenzen migrieren
Monolithische bootcmd- und distro_bootcmd-Konstruktionen werden in Standard Boot überführt.
- Schritt 1: Bestehende Suchlogik und Sonderfälle dokumentieren.
- Schritt 2: Funktionen auf Bootgeräte, Methoden und Konfigurationen abbilden.
- Schritt 3: Alten und neuen Pfad mit identischen Testfällen vergleichen.
6. Fallback und Recovery integrieren
Standard Boot wird um kontrollierte Service- und Rückfallpfade ergänzt.
- Schritt 1: Abbruchbedingungen und maximale Suchdauer festlegen.
- Schritt 2: Recoverymedium oder Netzwerkpfad nach definierten Fehlern aktivieren.
- Schritt 3: Negativtests für fehlende, beschädigte und falsch konfigurierte Medien ausführen.
Praxisübungen
- Konfiguration einer Bootreihenfolge für eMMC, SD-Karte und Netzwerk.
- Migration einer klassischen bootcmd-Sequenz zu Bootflow und Bootmeth.
- Diagnose mehrerer absichtlich fehlerhafter Bootflows.
Lernziele
- Standard Boot mit Bootdev, Bootmeth und Bootflow sicher konfigurieren.
- Suchreihenfolgen für lokale, netzbasierte und EFI-Startpfade kontrollieren.
- Bestehende Bootskripte schrittweise migrieren.
- Fehlgeschlagene Bootflows anhand von Status, Images und Gerätehierarchie diagnostizieren.
Fachbereichsleiter / Leiter der Trainer / Ihre Ansprechpartner
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Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 2 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 1.198 zzgl. MwSt. Inhaus: € 3.400 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | BSP-Entwicklung, Embedded-Linux-Administration, Distribution Engineering, Geräteintegration und technische Qualitätssicherung. |
| Voraussetzungen: | Grundkenntnisse von U-Boot, Linux-Bootprozessen, Blockgeräten, Partitionen und Netzwerkstart. |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmern |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja, selbstverständlich |
| Verpflegung: | Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch) |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055 |
Seminartermine
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