Einordnung
Das Seminar behandelt mehrstufige ARM- und RISC-V-Bootketten mit U-Boot, Trusted Firmware-A, OP-TEE und OpenSBI. Ausführungsmodi, Firmwareübergaben, reservierter Speicher, Device Tree, FIT/Binman-Paketierung, Debugging und Sicherheit werden architekturübergreifend bearbeitet.
Inhaltsübersicht
- Mehrstufige Bootketten modellieren
- ARM mit TF-A integrieren
- OP-TEE einbinden
- RISC-V mit OpenSBI integrieren
- Device Tree und reservierten Speicher abstimmen
- Firmware mit FIT und Binman paketieren
- Fehler phasenweise diagnostizieren
- Security und Wartung absichern
- Praxisübungen
- Lernziele
Zielgruppe und Vorkenntnisse
Zielgruppe: BSP- und Plattformentwicklung, Embedded-C-Entwicklung, Security Engineering, SoC-Integration und technische Maintainer.
Vorkenntnisse: Sehr gute U-Boot-, C-, Device-Tree- und Cross-Build-Kenntnisse sowie Grundlagen der ARM- oder RISC-V-Privileg- und Ausführungsmodelle.
1. Mehrstufige Bootketten modellieren
Die Rollen von Boot-ROM, frühen Loadern, Plattform-Firmware, Trusted OS, U-Boot und Linux werden eindeutig getrennt.
- Schritt 1: Startstufen, Ausführungsmodi und Verantwortlichkeiten erfassen.
- Schritt 2: Lade- und Eintrittsadressen jeder Firmwarekomponente dokumentieren.
- Schritt 3: Vertrauens- und Fehlergrenzen zwischen den Stufen markieren.
2. ARM mit TF-A integrieren
BL2, BL31 und nachfolgende Payloads werden passend zur Plattform angeordnet und übergeben.
- Schritt 1: Gewünschte TF-A-Bootvariante und U-Boot-Rolle festlegen.
- Schritt 2: BL31-Eintritt, Übergabeparameter und Speicherbereiche konfigurieren.
- Schritt 3: Ausgabe und Fehler an der TF-A-zu-U-Boot-Grenze diagnostizieren.
3. OP-TEE einbinden
Secure-World-Firmware, Shared Memory und Device-Tree-Angaben werden abgestimmt.
- Schritt 1: OP-TEE-Image, Ladeadresse und Übergabereihenfolge festlegen.
- Schritt 2: Reservierte Bereiche und Firmwareknoten im Device Tree anlegen.
- Schritt 3: Secure- und Normal-World-Start mit aussagekräftigen Logs validieren.
4. RISC-V mit OpenSBI integrieren
OpenSBI und U-Boot werden für M-Mode- und S-Mode-Szenarien korrekt kombiniert.
- Schritt 1: Gewünschtes Privilegmodell und Firmwarepayload bestimmen.
- Schritt 2: OpenSBI-Domänen, Harts und Übergabeparameter prüfen.
- Schritt 3: U-Boot-Start, Timer und Interruptübergabe im S-Mode validieren.
5. Device Tree und reservierten Speicher abstimmen
Alle Firmwarestufen erhalten konsistente Hardware- und Speicherbeschreibungen.
- Schritt 1: Memory-, reserved-memory- und firmware-Knoten prüfen.
- Schritt 2: Knoten für Secure World, Shared Memory und Runtime Services ergänzen.
- Schritt 3: Endgültigen FDT vor der Linux-Übergabe kontrollieren.
6. Firmware mit FIT und Binman paketieren
Mehrere Binärdateien werden zu reproduzierbaren und plattformkonformen Images zusammengeführt.
- Schritt 1: Komponenten und Varianten in FIT-Konfigurationen beschreiben.
- Schritt 2: Binman-Einträge, Offsets und Alignment für das Zielmedium festlegen.
- Schritt 3: Fehlende Blobs, Map-Datei und extrahierte Komponenten prüfen.
7. Fehler phasenweise diagnostizieren
Frühe Hänger werden anhand der letzten erfolgreichen Firmwarestufe eingegrenzt.
- Schritt 1: Serielle Ausgaben und Marker je Stufe eindeutig kennzeichnen.
- Schritt 2: Ausführungsmodus, Eintrittsadresse und Speicherzugriff kontrollieren.
- Schritt 3: Minimalpfad ohne optionale Secure-Komponenten gegen den Zielpfad vergleichen.
8. Security und Wartung absichern
Signierung, Versionskopplung und Updategrenzen werden über alle Firmwarestufen hinweg geplant.
- Schritt 1: Signier- und Verifikationsverantwortung je Komponente festlegen.
- Schritt 2: Kompatible Versionssätze und Rollbackregeln definieren.
- Schritt 3: Update-, Recovery- und Produktionsbuilds mit einer Matrix testen.
Praxisübungen
- Aufbau einer ARM-Bootkette aus TF-A, OP-TEE, U-Boot und Linux.
- Aufbau einer RISC-V-Bootkette aus OpenSBI, U-Boot und Linux.
- Paketierung beider Varianten mit FIT/Binman und phasenweiser Fehlerdiagnose.
Lernziele
- Mehrstufige ARM- und RISC-V-Bootketten korrekt modellieren.
- TF-A, OP-TEE und OpenSBI mit U-Boot integrieren.
- Device Tree und reservierten Speicher über Firmwaregrenzen abstimmen.
- Komplexe Images mit FIT und Binman paketieren.
- Übergabe-, Privileg- und Versionsfehler systematisch diagnostizieren.
Fachbereichsleiter / Leiter der Trainer / Ihre Ansprechpartner
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Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de -

Paul Goldschmidt
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Seminardetails
| Dauer: | 4 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 2.396 zzgl. MwSt. Inhaus: € 6.800 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | BSP- und Plattformentwicklung, Embedded-C-Entwicklung, Security Engineering, SoC-Integration und technische Maintainer. |
| Voraussetzungen: | Sehr gute U-Boot-, C-, Device-Tree- und Cross-Build-Kenntnisse sowie Grundlagen der ARM- oder RISC-V-Privileg- und Ausführungsmodelle. |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmern |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja, selbstverständlich |
| Verpflegung: | Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch) |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055 |
Seminartermine
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