Seminar eduVPN / Let’s Connect! – Installation auf Debian und Ubuntu

Eine reproduzierbare Serverbasis von der Vorbereitung bis zur Abnahme

Das Seminar führt durch Systemvorbereitung, Installation, Web- und TLS-Konfiguration, Netzwerkweiterleitung, Firewall und funktionale Erstabnahme auf Debian-basierten Systemen.

Die Inhalte werden anhand einer konsistenten Laborumgebung schrittweise aufgebaut. Jede Änderung wird vor der nächsten Ausbaustufe geprüft, dokumentiert und in den betrieblichen Gesamtzusammenhang eingeordnet.

Inhaltsübersicht

  1. Plattform, Varianten und Einsatzmodelle einordnen
  2. Architektur und Verbindungsablauf modellieren
  3. Server auf Debian und Ubuntu installieren
  4. VPN-Profile und Zugriffsarten konfigurieren
  5. Routing, DNS und Firewall konsistent umsetzen
  6. TLS, Zertifikate und Systemhärtung umsetzen

Zielgruppe

  • Linux-Administration
  • Netzwerkbetrieb
  • Plattformadministration

Voraussetzungen

  • Sichere Linux-Grundkenntnisse
  • Root- oder gleichwertiger Laborzugriff
  • DNS-Name und Testnetz

Seminarinhalte

Kapitel 1: Plattform, Varianten und Einsatzmodelle einordnen

Kapitel-Inhaltsverzeichnis: gemeinsame Serverplattform; eduVPN und Let’s Connect!; Institute Access; Secure Internet; Verantwortungsgrenzen.

  1. Schritt 1: Die gemeinsame technische Basis von eduVPN und Let’s Connect! wird von Branding, Zielgruppe und organisatorischem Betrieb getrennt betrachtet.
  2. Schritt 2: Die Einsatzmodelle Institute Access und Secure Internet werden anhand von Datenfluss, Vertrauensgrenzen und Nutzerweg gegenübergestellt.
  3. Schritt 3: Portal, VPN-Knoten, Identitätsdienst, Client und Netzwerkdienste werden als getrennte Betriebsbausteine erfasst.
  4. Schritt 4: Für jeden Baustein werden fachliche Zuständigkeit, technische Administration und Eskalationsweg festgelegt.
  5. Schritt 5: Ein belastbares Zielbild wird als Systemkontext mit Abhängigkeiten, Annahmen und Abnahmekriterien dokumentiert.

Kapitel 2: Architektur und Verbindungsablauf modellieren

Kapitel-Inhaltsverzeichnis: Portal; Authentisierung; Autorisierung; VPN-Knoten; Clientfluss; Zustandsdaten.

  1. Schritt 1: Der vollständige Verbindungsablauf wird vom Start im Client bis zur aktiven VPN-Sitzung in Einzelschritte zerlegt.
  2. Schritt 2: Authentisierung, Berechtigungsentscheidung, Profilauswahl und Tunnelerzeugung werden als getrennte Kontrollpunkte modelliert.
  3. Schritt 3: Die Kommunikationsbeziehungen zwischen Portal, Identitätsquelle, API, VPN-Knoten und Zielnetzen werden in einer Port- und Flussmatrix erfasst.
  4. Schritt 4: Zustandsbehaftete und zustandsarme Komponenten werden identifiziert, damit Skalierung und Wiederanlauf planbar bleiben.
  5. Schritt 5: Die Architektur wird durch Positiv-, Negativ- und Ausfallszenarien gegen die fachlichen Anforderungen geprüft.

Kapitel 3: Server auf Debian und Ubuntu installieren

Kapitel-Inhaltsverzeichnis: Betriebssystembasis; Pakete; Webdienst; TLS; Firewall; Erstkonfiguration.

  1. Schritt 1: Eine minimale, gepflegte Serverbasis wird mit konsistenter Zeit, Namensauflösung, Administrationszugang und Paketquellen vorbereitet.
  2. Schritt 2: Die benötigten Serverkomponenten werden installiert und ihre Dienste, Verzeichnisse und Konfigurationsgrenzen nachvollzogen.
  3. Schritt 3: Webdienst, Hostname, Zertifikatsbereitstellung und sichere Weiterleitung werden so eingerichtet, dass Portal und API eindeutig erreichbar sind.
  4. Schritt 4: Weiterleitung, Firewallregeln und VPN-relevante Kernelparameter werden nach dem geplanten Datenfluss gesetzt und einzeln geprüft.
  5. Schritt 5: Die Erstkonfiguration wird mit Benutzeranmeldung, Profilausgabe, Tunnelaufbau, DNS-Auflösung und Zielzugriff technisch abgenommen.

Kapitel 4: VPN-Profile und Zugriffsarten konfigurieren

Kapitel-Inhaltsverzeichnis: Profilstruktur; Full Tunnel; Split Tunnel; IPv4 und IPv6; Client-zu-Client; Diensttrennung.

  1. Schritt 1: Profile werden nach fachlichem Zweck, Nutzergruppe, Zielnetz, Protokoll und Sicherheitsniveau eindeutig benannt und abgegrenzt.
  2. Schritt 2: Full-Tunnel- und Split-Tunnel-Varianten werden mit ihren Auswirkungen auf Routing, Datenschutz, Support und Internetzugang bewertet.
  3. Schritt 3: IPv4- und IPv6-Adresspools werden konfliktfrei dimensioniert und mit Rückwegen, NAT sowie Namensauflösung abgestimmt.
  4. Schritt 4: Client-zu-Client-Kommunikation wird nur dort zugelassen, wo ein dokumentierter Anwendungsfall und passende Segmentierung vorliegen.
  5. Schritt 5: Jedes Profil wird mit einer Testmatrix aus berechtigten, unberechtigten, internen, externen und fehlerhaften Zugriffen abgenommen.

Kapitel 5: Routing, DNS und Firewall konsistent umsetzen

Kapitel-Inhaltsverzeichnis: Adressplan; Rückrouten; NAT; DNS-Server; Firewallregeln; MTU.

  1. Schritt 1: Alle Clientpools, Zielnetze, Überschneidungen und Rückwege werden vor der Konfiguration in einem verbindlichen Adressplan festgehalten.
  2. Schritt 2: Für jedes Profil wird entschieden, ob geroutet, übersetzt oder über einen definierten Internetausgang geführt wird.
  3. Schritt 3: DNS-Server, Suchdomänen und interne Namensräume werden so zugewiesen, dass keine unbeabsichtigten Informationsabflüsse entstehen.
  4. Schritt 4: Firewallregeln werden aus Kommunikationsbeziehungen abgeleitet und anschließend von einer breiten Laborfreigabe auf minimale Regeln reduziert.
  5. Schritt 5: Erreichbarkeit, Rückweg, Namensauflösung, Fragmentierung und MTU werden mit reproduzierbaren Tests je Protokoll und Clientplattform geprüft.

Kapitel 6: TLS, Zertifikate und Systemhärtung umsetzen

Kapitel-Inhaltsverzeichnis: TLS; CA-Vertrauen; Schlüssel; Diensthärtung; Patchen; Vorfallbehandlung.

  1. Schritt 1: Externe und interne Vertrauensbeziehungen werden inventarisiert und mit Eigentümer, Gültigkeit, Erneuerung und Widerruf versehen.
  2. Schritt 2: TLS-Konfiguration, Zertifikatskette, Hostnamen und automatisierte Erneuerung werden ohne unsichere Dauer-Ausnahmen geprüft.
  3. Schritt 3: Geheimnisse und Schlüssel werden mit minimalen Dateirechten, getrennten Dienstkonten und geregelter Rotation geschützt.
  4. Schritt 4: Betriebssystem, Webdienst, PHP-Laufzeit, Datenhaltung, Firewall und Administrationszugang werden nach dem Minimalprinzip gehärtet.
  5. Schritt 5: Patchen, Schwachstellenbewertung, Alarmierung, Beweissicherung, Eindämmung und Wiederanlauf werden in einen Vorfallprozess eingebettet.

Praxisübungen

  • Servercheckliste mit Hostname, Zeit, DNS, Zugängen, Adressen und Ports abarbeiten.
  • Pakete und Dienste installieren und deren Zuständigkeiten dokumentieren.
  • Portal, TLS, Weiterleitung und Firewall schrittweise aktivieren.
  • Erstes Profil mit konfliktfreiem Clientpool und definiertem Zielnetz anlegen.
  • Anmeldung, Tunnel, DNS, Routing und Protokollnachweis vollständig testen.

Lernziele

  • Debian- und Ubuntu-Systeme sicher für den Serverbetrieb vorbereiten.
  • Portal, TLS und VPN-Komponenten reproduzierbar installieren.
  • Weiterleitung, NAT, Firewall und DNS korrekt verbinden.
  • Ein erstes Profil mit Positiv- und Negativtests abnehmen.
  • Installationsstand und Betriebsübergabe nachvollziehbar dokumentieren.

Fachbereichsleitung / Trainingsleitung / Ansprechpersonen

Seminardetails

   
Dauer: 2 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr
Preis: Öffentlich oder Live Stream: € 1.198 zzgl. MwSt.
Inhaus: € 3.400 zzgl. MwSt.
Teilnehmeranzahl: min. 2 - max. 8
Teilnehmer: Linux-Administration, Netzwerkbetrieb, Plattformadministration
Voraussetzungen: Sichere Linux-Grundkenntnisse; Root- oder gleichwertiger Laborzugriff; DNS-Name und Testnetz
Standorte: Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg
Methoden: Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System
Seminararten: Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht
Durchführungsgarantie: ja, ab 2 Teilnehmern
Sprache: Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich
Seminarunterlage: Dokumentation auf Datenträger oder als Download
Teilnahmezertifikat: ja, selbstverständlich
Verpflegung: Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch)
Support: 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten
Barrierefreier Zugang: an den meisten Standorten verfügbar
  Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055

Seminartermine

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Seminar Startdatum Enddatum Ort Dauer
Klagenfurt 2 Tage
Bregenz 2 Tage
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Graz 2 Tage
Wien 2 Tage
Inhaus / Firmenseminar 2 Tage
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Innsbruck 2 Tage
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