Seminar eduVPN / Let’s Connect! – Sicherheit, TLS, CA und Systemhärtung

Vertrauensbeziehungen und Betriebsplattform konsequent absichern

Das Seminar verbindet TLS, Zertifikatsketten, CA-Vertrauen, Schlüsselverwaltung, Betriebssystem- und Diensthärtung, Patchen, Monitoring und Vorfallbehandlung.

Die Inhalte werden anhand einer konsistenten Laborumgebung schrittweise aufgebaut. Jede Änderung wird vor der nächsten Ausbaustufe geprüft, dokumentiert und in den betrieblichen Gesamtzusammenhang eingeordnet.

Inhaltsübersicht

  1. Architektur und Verbindungsablauf modellieren
  2. TLS, Zertifikate und Systemhärtung umsetzen
  3. Rollen, Gruppen und Berechtigungen durchsetzen
  4. Routing, DNS und Firewall konsistent umsetzen
  5. Monitoring, Logging und Fehleranalyse etablieren
  6. Backups, Updates und Upgrades absichern
  7. Datenschutz, Protokollierung und Governance verankern
  8. Krypto-Agilität und Post-Quanten-Optionen bewerten

Zielgruppe

  • Informationssicherheit
  • Linux-Administration
  • PKI
  • Plattformbetrieb
  • Sicherheitsarchitektur

Voraussetzungen

  • Sichere Linux- und Netzwerkkenntnisse
  • Grundverständnis von TLS und Zertifikaten
  • Laborinstanz mit administrativem Zugriff

Seminarinhalte

Kapitel 1: Architektur und Verbindungsablauf modellieren

Kapitel-Inhaltsverzeichnis: Portal; Authentisierung; Autorisierung; VPN-Knoten; Clientfluss; Zustandsdaten.

  1. Schritt 1: Der vollständige Verbindungsablauf wird vom Start im Client bis zur aktiven VPN-Sitzung in Einzelschritte zerlegt.
  2. Schritt 2: Authentisierung, Berechtigungsentscheidung, Profilauswahl und Tunnelerzeugung werden als getrennte Kontrollpunkte modelliert.
  3. Schritt 3: Die Kommunikationsbeziehungen zwischen Portal, Identitätsquelle, API, VPN-Knoten und Zielnetzen werden in einer Port- und Flussmatrix erfasst.
  4. Schritt 4: Zustandsbehaftete und zustandsarme Komponenten werden identifiziert, damit Skalierung und Wiederanlauf planbar bleiben.
  5. Schritt 5: Die Architektur wird durch Positiv-, Negativ- und Ausfallszenarien gegen die fachlichen Anforderungen geprüft.

Kapitel 2: TLS, Zertifikate und Systemhärtung umsetzen

Kapitel-Inhaltsverzeichnis: TLS; CA-Vertrauen; Schlüssel; Diensthärtung; Patchen; Vorfallbehandlung.

  1. Schritt 1: Externe und interne Vertrauensbeziehungen werden inventarisiert und mit Eigentümer, Gültigkeit, Erneuerung und Widerruf versehen.
  2. Schritt 2: TLS-Konfiguration, Zertifikatskette, Hostnamen und automatisierte Erneuerung werden ohne unsichere Dauer-Ausnahmen geprüft.
  3. Schritt 3: Geheimnisse und Schlüssel werden mit minimalen Dateirechten, getrennten Dienstkonten und geregelter Rotation geschützt.
  4. Schritt 4: Betriebssystem, Webdienst, PHP-Laufzeit, Datenhaltung, Firewall und Administrationszugang werden nach dem Minimalprinzip gehärtet.
  5. Schritt 5: Patchen, Schwachstellenbewertung, Alarmierung, Beweissicherung, Eindämmung und Wiederanlauf werden in einen Vorfallprozess eingebettet.

Kapitel 3: Rollen, Gruppen und Berechtigungen durchsetzen

Kapitel-Inhaltsverzeichnis: Rollenmodell; statische Rechte; dynamische Rechte; Profilfreigabe; Minimalprinzip; Nachweis.

  1. Schritt 1: Fachrollen, technische Rollen, Nutzergruppen und administrative Zuständigkeiten werden in einer Berechtigungsmatrix zusammengeführt.
  2. Schritt 2: Statische Berechtigungen werden für stabile Zuordnungen eingesetzt und mit eindeutiger Eigentümerschaft versehen.
  3. Schritt 3: Dynamische beziehungsweise live bewertete Berechtigungen werden nur mit erreichbarer Quelle, definiertem Fehlerverhalten und geeigneter Laufzeit genutzt.
  4. Schritt 4: Profilfreigaben werden nach dem Minimalprinzip aufgebaut und mit expliziten Negativfällen gegen unbeabsichtigten Zugriff geprüft.
  5. Schritt 5: Änderungsfreigabe, Rezertifizierung, Protokollnachweis und Entzug werden als wiederkehrender Governance-Prozess festgelegt.

Kapitel 4: Routing, DNS und Firewall konsistent umsetzen

Kapitel-Inhaltsverzeichnis: Adressplan; Rückrouten; NAT; DNS-Server; Firewallregeln; MTU.

  1. Schritt 1: Alle Clientpools, Zielnetze, Überschneidungen und Rückwege werden vor der Konfiguration in einem verbindlichen Adressplan festgehalten.
  2. Schritt 2: Für jedes Profil wird entschieden, ob geroutet, übersetzt oder über einen definierten Internetausgang geführt wird.
  3. Schritt 3: DNS-Server, Suchdomänen und interne Namensräume werden so zugewiesen, dass keine unbeabsichtigten Informationsabflüsse entstehen.
  4. Schritt 4: Firewallregeln werden aus Kommunikationsbeziehungen abgeleitet und anschließend von einer breiten Laborfreigabe auf minimale Regeln reduziert.
  5. Schritt 5: Erreichbarkeit, Rückweg, Namensauflösung, Fragmentierung und MTU werden mit reproduzierbaren Tests je Protokoll und Clientplattform geprüft.

Kapitel 5: Monitoring, Logging und Fehleranalyse etablieren

Kapitel-Inhaltsverzeichnis: Dienststatus; Metriken; Protokolle; Alarmierung; Korrelation; Runbooks.

  1. Schritt 1: Portal, Authentisierung, VPN-Knoten, Netzwerkpfade und externe Abhängigkeiten erhalten jeweils messbare Zustandskriterien.
  2. Schritt 2: Metriken für Erreichbarkeit, Sitzungen, Fehlerquoten, Latenz, Kapazität und Ressourcen werden mit sinnvollen Schwellen versehen.
  3. Schritt 3: Protokolle werden nach technischer Diagnose, Sicherheitsnachweis und Datenschutzbedarf getrennt aufbewahrt und zugänglich gemacht.
  4. Schritt 4: Alarmierungen werden priorisiert, entdoppelt und mit einer klaren Erstmaßnahme sowie einem Verantwortungsbereich verbunden.
  5. Schritt 5: Typische Störungen werden über Zeitbezug, Profil, Protokoll, Nutzerkontext und Netzwerkpfad reproduzierbar eingegrenzt.

Kapitel 6: Backups, Updates und Upgrades absichern

Kapitel-Inhaltsverzeichnis: Dateninventar; Sicherung; Wiederherstellung; Updatefenster; Upgradepfad; Rollback.

  1. Schritt 1: Konfiguration, Schlüssel, Datenbanken, Portalzustand, Systemanpassungen und externe Abhängigkeiten werden als Sicherungsumfang inventarisiert.
  2. Schritt 2: Sicherungen werden verschlüsselt, versioniert, außerhalb des Systems aufbewahrt und mit klarer Aufbewahrungsdauer versehen.
  3. Schritt 3: Eine Wiederherstellung wird regelmäßig auf einer getrennten Umgebung mit Funktions- und Integritätsprüfung geprobt.
  4. Schritt 4: Updates werden über Vorprüfung, Sicherung, Wartungsfenster, technische Prüfung und fachliche Abnahme kontrolliert eingespielt.
  5. Schritt 5: Größere Upgrades erhalten einen dokumentierten Pfad mit Kompatibilitätsprüfung, Pilot, Rückfallpunkt und Nachkontrolle.

Kapitel 7: Datenschutz, Protokollierung und Governance verankern

Kapitel-Inhaltsverzeichnis: Dateninventar; Minimierung; Aufbewahrung; Zugriff; Nachweis; Rezertifizierung.

  1. Schritt 1: Verarbeitete Identitäts-, Geräte-, Sitzungs-, Netzwerk- und Protokolldaten werden nach Zweck und Schutzbedarf inventarisiert.
  2. Schritt 2: Attribute, Protokollumfang und Aufbewahrungsdauer werden auf das für Betrieb, Sicherheit und Nachweis notwendige Maß reduziert.
  3. Schritt 3: Zugriff auf administrative Funktionen und Protokolle wird rollenbasiert getrennt und regelmäßig überprüft.
  4. Schritt 4: Änderungen an Profilen, Berechtigungen, Identitätskopplungen und Sicherheitseinstellungen erhalten nachvollziehbare Freigaben.
  5. Schritt 5: Löschung, Auskunft, Incident-Bearbeitung, Berechtigungsrezertifizierung und Auditnachweis werden als wiederholbare Prozesse beschrieben.

Kapitel 8: Krypto-Agilität und Post-Quanten-Optionen bewerten

Kapitel-Inhaltsverzeichnis: Kryptoinventar; Abhängigkeiten; Krypto-Agilität; hybride Verfahren; Laborbewertung; Entscheidung.

  1. Schritt 1: Verwendete Protokolle, Bibliotheken, Zertifikate, Schlüsselarten, Gültigkeiten und externe Abhängigkeiten werden inventarisiert.
  2. Schritt 2: Langfristig schützenswerte Daten und zeitkritische Migrationsrisiken werden von kurzfristigem Experimentierbedarf getrennt.
  3. Schritt 3: Krypto-Agilität wird über austauschbare Konfiguration, kurze Gültigkeiten, automatisierte Erneuerung und getestete Rückfallwege verbessert.
  4. Schritt 4: Hybride oder post-quantenbezogene Funktionen werden ausschließlich in einer kontrollierten Laborumgebung mit klarer Versionsbindung erprobt.
  5. Schritt 5: Die Bewertung endet mit dokumentierten Reifegraden, Ausschlusskriterien, Beobachtungspunkten und einem realistischen Entscheidungszeitpunkt.

Praxisübungen

  • Vertrauens- und Zertifikatsinventar mit Eigentümer, Gültigkeit, Erneuerung und Widerruf erstellen.
  • TLS-Konfiguration und Zertifikatskette gegen Hostname, Clientvertrauen und Erneuerungsprozess prüfen.
  • Dienstkonten, Dateirechte, Geheimnisse, Firewall und Administrationszugang härten.
  • Patch-, Schwachstellen- und Alarmprozess mit Wartungs- und Rückfallverfahren verbinden.
  • Vorfall mit kompromittiertem Schlüssel, fehlerhaftem Zertifikat und verdächtiger Administrationsaktion bearbeiten.

Lernziele

  • TLS- und CA-Vertrauensbeziehungen vollständig verstehen.
  • Zertifikate und Schlüssel mit geregelter Rotation betreiben.
  • Betriebssystem, Dienste, Netzwerk und Administration härten.
  • Sicherheitsmonitoring und Protokollierung datensparsam integrieren.
  • Patchen, Vorfälle, Wiederherstellung und Krypto-Agilität verbinden.

Fachbereichsleitung / Trainingsleitung / Ansprechpersonen

Seminardetails

   
Dauer: 3 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr
Preis: Öffentlich oder Live Stream: € 1.797 zzgl. MwSt.
Inhaus: € 5.100 zzgl. MwSt.
Teilnehmeranzahl: min. 2 - max. 8
Teilnehmer: Informationssicherheit, Linux-Administration, PKI, Plattformbetrieb
Voraussetzungen: Sichere Linux- und Netzwerkkenntnisse; Grundverständnis von TLS und Zertifikaten; Laborinstanz mit administrativem Zugriff
Standorte: Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg
Methoden: Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System
Seminararten: Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht
Durchführungsgarantie: ja, ab 2 Teilnehmern
Sprache: Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich
Seminarunterlage: Dokumentation auf Datenträger oder als Download
Teilnahmezertifikat: ja, selbstverständlich
Verpflegung: Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch)
Support: 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten
Barrierefreier Zugang: an den meisten Standorten verfügbar
  Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055

Seminartermine

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Seminar Startdatum Enddatum Ort Dauer
Wien 3 Tage
Inhaus / Firmenseminar 3 Tage
Stream live 3 Tage
Innsbruck 3 Tage
Stream gespeichert 3 Tage
Klagenfurt 3 Tage
Bregenz 3 Tage
Linz 3 Tage
Salzburg 3 Tage
Graz 3 Tage
Salzburg 3 Tage
Graz 3 Tage
Wien 3 Tage
Stream live 3 Tage
Inhaus / Firmenseminar 3 Tage
Stream gespeichert 3 Tage
Innsbruck 3 Tage
Klagenfurt 3 Tage
Bregenz 3 Tage
Linz 3 Tage
Bregenz 3 Tage
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Inhaus / Firmenseminar 3 Tage
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