Dieses Seminar behandelt UEFI-Capsule-Updates, ESRT, fwupd-efi, NVRAM- und Bootloaderpfade sowie sichere Aktualisierung von KEK, db und dbx mit Boot- und Recovery-Prüfung. Die fachlichen Grundlagen werden mit nachvollziehbaren Arbeitsabläufen, Demonstrationen und praktischen Übungen verbunden.
Inhaltsübersicht
- Zielgruppe und Voraussetzungen
- Lernziele
- Didaktische Einordnung
- Seminarinhalte mit schrittweisen Arbeitsabläufen
- Praxisarbeiten
- Arbeitsumgebung
Zielgruppe und Voraussetzungen
Zielgruppe: IT-Sicherheitsadministration, Linux-Systemadministration, Plattformverantwortliche, Security Engineering und technische Revision.
Voraussetzungen: Linux-Administrationskenntnisse sowie Grundlagen zu UEFI, Secure Boot, TPM und organisatorischen Sicherheitskontrollen.
Lernziele
- UEFI Capsule Update und Bootkette fachlich einordnen und in einen reproduzierbaren Arbeitsablauf überführen.
- Secure Boot, db, dbx, KEK und Zertifikatswechsel fachlich einordnen und in einen reproduzierbaren Arbeitsablauf überführen.
- TPM, PCR-Messungen und Plattformzustand fachlich einordnen und in einen reproduzierbaren Arbeitsablauf überführen.
- Recovery, Rollback und sichere Wiederholung fachlich einordnen und in einen reproduzierbaren Arbeitsablauf überführen.
- Protokollierung und reproduzierbare Diagnose fachlich einordnen und in einen reproduzierbaren Arbeitsablauf überführen.
- Bedrohungsmodell für Firmwareaktualisierungen fachlich einordnen und in einen reproduzierbaren Arbeitsablauf überführen.
Didaktische Einordnung
Zwei Tage sind erforderlich, da Capsule-Technik und Vertrauensdatenbanken getrennte Fehler- und Recovery-Szenarien besitzen und beide auf Referenzsystemen kontrolliert geprüft werden. Pro Seminartag sind ungefähr sechs Unterrichtsstunden mit zusätzlichen Pausen vorgesehen. Die Dauer entspricht dem ausgewählten TYPO3-Seminartemplate.
Seminarinhalte
1. UEFI Capsule Update und Bootkette
UEFI-Capsule-Updates erfordern das Verständnis von ESRT, Capsule Delivery, Bootloaderpfad, NVRAM und Neustartphase.
- Unterstützung durch UEFI, ESRT, Capsule-Plugin und installierte EFI-Komponenten prüfen.
- Geräte-GUID, Capsule-Flags, Versionsformat und Mindestversion des Systemfirmwaregeräts erfassen.
- Den Installationsweg über NVRAM oder alternative Capsule-Verfahren dem Systemtyp zuordnen.
- Neustartphase, Firmwareoberfläche und Rückmeldung an das Betriebssystem kontrolliert beobachten.
- Fehler in Capsule-Bereitstellung, Bootpfad und Firmwareantwort anhand der Protokolle eingrenzen.
2. Secure Boot, db, dbx, KEK und Zertifikatswechsel
Aktualisierungen der UEFI-Vertrauensdatenbanken werden als sicherheitskritische Eingriffe in die Bootkette geplant.
- Platform Key, Key Exchange Keys, erlaubte Signaturen in db und gesperrte Signaturen in dbx funktional unterscheiden.
- Aktuellen Zertifikatsbestand, Secure-Boot-Status und Kompatibilität der eingesetzten Bootmedien erfassen.
- Reihenfolge und Abhängigkeiten von KEK-, db- und dbx-Aktualisierungen vor der Freigabe prüfen.
- Pilotgeräte mit Wiederherstellungsmedium und dokumentiertem Rückweg aktualisieren.
- Bootfähigkeit, Secure-Boot-Status und HSI-Attribute nach jedem Änderungsschritt verifizieren.
3. TPM, PCR-Messungen und Plattformzustand
TPM-bezogene Attribute und PCR-Messungen werden genutzt, um Bootzustand und Änderungen nachvollziehbar zu bewerten.
- TPM-Version, Bereitstellungsstatus und relevante HSI-Attribute erfassen.
- PCR-Werte und Ereignisprotokoll als Messkette statt als einzelne Zahlen interpretieren.
- Geplante Firmware- oder Secure-Boot-Änderungen auf Schlüsselbindung und Festplattenentsperrung prüfen.
- Vor Wartungsarbeiten Wiederherstellungsschlüssel und organisatorische Freigaben sicherstellen.
- Nach der Änderung Messzustand, Entsperrverhalten und Abweichungen dokumentieren.
4. Host Security ID und Sicherheitsattribute
Die Host Security ID fasst messbare Plattformattribute zusammen und macht Konfigurations- oder Firmwaredefizite sichtbar.
- Sicherheitsattribute des Systems erfassen und nach Plattform, Firmware, Kernel und Laufzeit einordnen.
- Bestandene, fehlgeschlagene, nicht unterstützte und zur Laufzeit beeinträchtigte Prüfungen unterscheiden.
- Die HSI-Stufe nicht isoliert, sondern zusammen mit Gerätemodell, Firmwarestand und Einsatzprofil bewerten.
- Abweichungen auf konkrete BIOS-, UEFI-, TPM-, DMA- oder Kernelmaßnahmen zurückführen.
- Eine wiederholbare HSI-Prüfung vor und nach Änderungen in den Härtungsprozess integrieren.
5. Recovery, Rollback und sichere Wiederholung
Wiederherstellung wird vor dem Update geplant und berücksichtigt, dass nicht jedes Gerät ein Firmware-Rollback unterstützt.
- Recovery-Fähigkeiten, Mindestversion, erlaubte Downgrades und herstellerspezifische Notfallwege vorab prüfen.
- Stromversorgung, alternative Eingabegeräte, Wiederherstellungsmedium und Zugriff auf Schlüssel sicherstellen.
- Nach einem Fehlschlag zunächst Gerätezustand und Historie sichern, bevor weitere Schreibversuche erfolgen.
- Nur dokumentierte Wiederholungs-, Aktivierungs- oder Recovery-Schritte in festgelegter Reihenfolge anwenden.
- Nach erfolgreicher Wiederherstellung Firmwarestand, Funktion, Sicherheitsattribute und erneute Freigabe kontrollieren.
6. Protokollierung und reproduzierbare Diagnose
Fehler werden anhand eines festen Diagnoseablaufs untersucht, damit Geräte-, Plugin-, Metadaten- und Systemprobleme getrennt werden können.
- Zeitpunkt, Gerät, Zielversion, ausgeführten Befehl und beobachtetes Verhalten präzise festhalten.
- Daemonstatus, Journal, fwupd-Ausgabe und relevante Kernelmeldungen im gleichen Zeitfenster sichern.
- Gerätebaum, Pluginzuordnung, Flags, Probleme, GUIDs und Remotes erneut erfassen.
- Fehler mit minimalen Änderungen auf Referenzhardware oder in einer Emulationsumgebung reproduzieren.
- Befund, wahrscheinliche Ursache, Gegenprobe und verbleibende Unsicherheit getrennt dokumentieren.
7. Bedrohungsmodell für Firmwareaktualisierungen
Firmwareversorgung wird als Lieferkette betrachtet, in der Manipulation, Fehlzuordnung, Rollback und Betriebsunterbrechung beherrscht werden müssen.
- Schutzobjekte wie Firmwarepayload, Metadaten, Signaturschlüssel, Geräteidentität und Freigabestatus bestimmen.
- Angriffsflächen von Erstellung, Upload, Verteilung, Installation und Rückmeldung erfassen.
- Kontrollen für Signaturprüfung, Versionsgrenzen, Rollen, Vier-Augen-Freigabe und Protokollierung zuordnen.
- Fehlerszenarien einschließlich falscher GUID, fehlerhafter Metadaten und unterbrochener Aktualisierung bewerten.
- Restrisiken, Notfallmaßnahmen und Verantwortlichkeiten in einem Firmware-Sicherheitskonzept festhalten.
Praxisarbeiten
- Praxisfall „UEFI Capsule Update und Bootkette“ bearbeiten und als Ergebnis fehler in Capsule-Bereitstellung, Bootpfad und Firmwareantwort anhand der Protokolle eingrenzen.
- Praxisfall „TPM, PCR-Messungen und Plattformzustand“ bearbeiten und als Ergebnis nach der Änderung Messzustand, Entsperrverhalten und Abweichungen dokumentieren.
- Praxisfall „Host Security ID und Sicherheitsattribute“ bearbeiten und als Ergebnis eine wiederholbare HSI-Prüfung vor und nach Änderungen in den Härtungsprozess integrieren.
- Praxisfall „Recovery, Rollback und sichere Wiederholung“ bearbeiten und als Ergebnis nach erfolgreicher Wiederherstellung Firmwarestand, Funktion, Sicherheitsattribute und erneute Freigabe kontrollieren.
- Praxisfall „Bedrohungsmodell für Firmwareaktualisierungen“ bearbeiten und als Ergebnis restrisiken, Notfallmaßnahmen und Verantwortlichkeiten in einem Firmware-Sicherheitskonzept festhalten.
Arbeitsumgebung
UEFI-fähige Referenzsysteme mit dokumentiertem Wiederherstellungsweg; keine produktive Hardware für Erstversuche. Alle Übungen werden mit dokumentiertem Ausgangszustand, eindeutigen Prüfkriterien und einer abschließenden technischen Kontrolle durchgeführt.
Fachbereichsleitung und Trainerteam
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Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 2 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 1.198 zzgl. MwSt. Inhaus: € 3.400 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | IT-Sicherheitsadministration, Linux-Systemadministration, Plattformverantwortliche, Security Engineering und technische Revision. |
| Voraussetzungen: | Linux-Administrationskenntnisse sowie Grundlagen zu UEFI, Secure Boot, TPM und organisatorischen Sicherheitskontrollen. |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System, strukturierte Schritt-für-Schritt-Arbeitsaufträge |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmern |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja, selbstverständlich |
| Verpflegung: | Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch) |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055 |
Seminartermine
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