Dieses Seminar behandelt Einstieg in Zweck und Architektur des LVFS, Herstellerzugang, Organisationszuordnung, Rollenmodell, Geräteverantwortung und Vorbereitung des ersten Firmwareprojekts. Die fachlichen Grundlagen werden mit nachvollziehbaren Arbeitsabläufen, Demonstrationen und praktischen Übungen verbunden.
Inhaltsübersicht
- Zielgruppe und Voraussetzungen
- Lernziele
- Didaktische Einordnung
- Seminarinhalte mit schrittweisen Arbeitsabläufen
- Praxisarbeiten
- Arbeitsumgebung
Zielgruppe und Voraussetzungen
Zielgruppe: OEM, ODM, IHV, Firmwareentwicklung, Produktmanagement, Qualitätssicherung, Release Management und Hersteller-Sicherheitsorganisationen.
Voraussetzungen: Kenntnisse des eigenen Geräts, des Firmwareformats und des internen Freigabeprozesses; Linux-Grundkenntnisse sind erforderlich.
Lernziele
- Architektur von fwupd und LVFS fachlich einordnen und in einen reproduzierbaren Arbeitsablauf überführen.
- LVFS-Onboarding, Konten und Rollen fachlich einordnen und in einen reproduzierbaren Arbeitsablauf überführen.
- Herstelleridentität, Gerätezuordnung und Zuständigkeit fachlich einordnen und in einen reproduzierbaren Arbeitsablauf überführen.
- Bedrohungsmodell für Firmwareaktualisierungen fachlich einordnen und in einen reproduzierbaren Arbeitsablauf überführen.
- Release Management, Rücknahme und Nachpflege fachlich einordnen und in einen reproduzierbaren Arbeitsablauf überführen.
Didaktische Einordnung
Ein Tag ist ausreichend, weil der Schwerpunkt auf organisatorischer und technischer Vorbereitung liegt; Paketbau, Metadaten und Freigabetests werden in Folgeseminaren praktisch vertieft. Pro Seminartag sind ungefähr sechs Unterrichtsstunden mit zusätzlichen Pausen vorgesehen. Die Dauer entspricht dem ausgewählten TYPO3-Seminartemplate.
Seminarinhalte
1. Architektur von fwupd und LVFS
Das Zusammenspiel aus fwupd-Daemon, Clientwerkzeugen, Plugins, Metadaten, Remotes und Firmwarepaketen wird als durchgängige Verarbeitungskette eingeordnet.
- Die Aufgaben von Daemon, Kommandozeilenwerkzeugen, Clientbibliothek und grafischen Frontends voneinander abgrenzen.
- Den Weg von Geräteerkennung und GUID-Erzeugung bis zur Zuordnung eines Firmware-Releases nachvollziehen.
- Die Rollen lokaler Metadaten, konfigurierter Remotes und des Linux Vendor Firmware Service unterscheiden.
- Den Updateablauf von der Metadatenaktualisierung über die Installation bis zur Erfolgskontrolle skizzieren.
- Verantwortlichkeiten zwischen Gerätehersteller, Distribution, Betrieb und Anwenderbetrieb dokumentieren.
2. LVFS-Onboarding, Konten und Rollen
Der Herstellerzugang wird mit eindeutiger Organisationszuordnung, getrennten Verantwortlichkeiten und minimalen Rechten eingerichtet.
- Organisation, Produktbereiche und verantwortliche Kontaktstellen für Technik, Freigabe und Sicherheit festlegen.
- Persönliche Konten anlegen und gemeinsame Zugangsdaten vermeiden.
- Rollen für Upload, Prüfung, Freigabe und Administration nach dem Vier-Augen-Prinzip zuweisen.
- Hersteller- und Gerätezuordnungen mit nachvollziehbaren Besitz- oder Zuständigkeitsnachweisen bestätigen.
- Vertretung, Kontenprüfung und Entzug nicht mehr benötigter Rechte als Regelprozess einrichten.
3. Herstelleridentität, Gerätezuordnung und Zuständigkeit
Vor der Veröffentlichung muss eindeutig sein, welche Organisation für Gerät, Firmware und Support verantwortlich ist.
- Marke, tatsächlichen Gerätehersteller, Produktfamilie und verantwortliche Firmwareeinheit unterscheiden.
- USB-, PCI-, DMI- oder andere Identitätsmerkmale mit den erzeugten GUIDs abgleichen.
- Produktvarianten, ODM-Beziehungen und regionale Modelle in einer Zuordnungsmatrix erfassen.
- Überschneidungen mit bereits vorhandenen Einträgen vor dem ersten Upload klären.
- Änderungen an Produktverantwortung und Supportzuständigkeit versioniert dokumentieren.
4. Bedrohungsmodell für Firmwareaktualisierungen
Firmwareversorgung wird als Lieferkette betrachtet, in der Manipulation, Fehlzuordnung, Rollback und Betriebsunterbrechung beherrscht werden müssen.
- Schutzobjekte wie Firmwarepayload, Metadaten, Signaturschlüssel, Geräteidentität und Freigabestatus bestimmen.
- Angriffsflächen von Erstellung, Upload, Verteilung, Installation und Rückmeldung erfassen.
- Kontrollen für Signaturprüfung, Versionsgrenzen, Rollen, Vier-Augen-Freigabe und Protokollierung zuordnen.
- Fehlerszenarien einschließlich falscher GUID, fehlerhafter Metadaten und unterbrochener Aktualisierung bewerten.
- Restrisiken, Notfallmaßnahmen und Verantwortlichkeiten in einem Firmware-Sicherheitskonzept festhalten.
5. Release Management, Rücknahme und Nachpflege
Firmwareveröffentlichungen werden über Version, Kanal, Freigabe, Beobachtung und mögliche Rücknahme als geregelter Produktprozess geführt.
- Releasekandidat, Zielgeräte, Dringlichkeit, Abhängigkeiten und unterstützte Updatepfade festlegen.
- Technische Tests, Sicherheitsbewertung und Produktfreigabe als getrennte Gates durchführen.
- Kanalwechsel mit Datum, Verantwortlichem und zugrunde liegenden Nachweisen dokumentieren.
- Feldbeobachtung und Supportmeldungen während einer definierten Stabilisierungsphase auswerten.
- Fehlerhafte Releases pausieren oder zurücknehmen und eine korrigierte Version mit klarer Versionsfolge bereitstellen.
Praxisarbeiten
- Praxisfall „Architektur von fwupd und LVFS“ bearbeiten und als Ergebnis verantwortlichkeiten zwischen Gerätehersteller, Distribution, Betrieb und Anwenderbetrieb dokumentieren.
- Praxisfall „LVFS-Onboarding, Konten und Rollen“ bearbeiten und als Ergebnis vertretung, Kontenprüfung und Entzug nicht mehr benötigter Rechte als Regelprozess einrichten.
- Praxisfall „Herstelleridentität, Gerätezuordnung und Zuständigkeit“ bearbeiten und als Ergebnis änderungen an Produktverantwortung und Supportzuständigkeit versioniert dokumentieren.
- Praxisfall „Bedrohungsmodell für Firmwareaktualisierungen“ bearbeiten und als Ergebnis restrisiken, Notfallmaßnahmen und Verantwortlichkeiten in einem Firmware-Sicherheitskonzept festhalten.
- Praxisfall „Release Management, Rücknahme und Nachpflege“ bearbeiten und als Ergebnis fehlerhafte Releases pausieren oder zurücknehmen und eine korrigierte Version mit klarer Versionsfolge bereitstellen.
Arbeitsumgebung
LVFS-Testzugang oder vorbereitete Übungsumgebung, CAB-Werkzeuge, Referenzgeräte und freigegebene Testfirmware. Alle Übungen werden mit dokumentiertem Ausgangszustand, eindeutigen Prüfkriterien und einer abschließenden technischen Kontrolle durchgeführt.
Fachbereichsleitung und Trainerteam
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Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de -

Paul Goldschmidt
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: paul.goldschmidt@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 1 Tag ca. 6 h/Tag, Beginn: 10:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 599 zzgl. MwSt. Inhaus: € 1.700 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | OEM, ODM, IHV, Firmwareentwicklung, Produktmanagement, Qualitätssicherung, Release Management und Hersteller-Sicherheitsorganisationen. |
| Voraussetzungen: | Kenntnisse des eigenen Geräts, des Firmwareformats und des internen Freigabeprozesses; Linux-Grundkenntnisse sind erforderlich. |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System, strukturierte Schritt-für-Schritt-Arbeitsaufträge |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmern |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja, selbstverständlich |
| Verpflegung: | Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch) |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055 |
Seminartermine
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