Seminar Graphviz Architektur- und Softwarediagramme

Technische Diagramme werden dann nützlich, wenn sie eine konkrete Frage beantworten und ihre Abstraktion konsequent halten. Das Seminar übersetzt Architekturinformationen in ein klares Graphmodell und eine einheitliche visuelle Sprache.

Behandelt werden statische Struktur, Abhängigkeiten, Schnittstellen und ausgewählte Laufzeitsichten. Der Schwerpunkt liegt auf wartbaren Vorlagen, eindeutigen Konventionen und der Ableitung aus vorhandenen technischen Daten.

Inhaltsverzeichnis

  1. Seminarprofil und Zielsetzung
  2. Zielgruppe
  3. Voraussetzungen
  4. Lernziele
  5. Seminarinhalte
  6. Praxisübungen und Qualitätskontrollen
  7. Arbeitsweise im Seminar

Seminarprofil und Zielsetzung

Zweitägige Praxisschulung zur Erstellung konsistenter Architektur- und Softwarediagramme mit Graphviz. Die Inhalte reichen von Diagrammzweck und Abstraktion über Systemkontext, Schichten, Komponenten, Schnittstellen und Laufzeitbeziehungen bis zu wiederverwendbaren Vorlagen, automatischer Generierung und Qualitätsprüfungen.

Zielgruppe

  • Softwarearchitekten und Solution Architects
  • Entwickler und technische Projektleiter
  • Dokumentationsverantwortliche
  • Plattform- und Integrationsarchitekten

Voraussetzungen

Grundkenntnisse in Softwarearchitektur und technischen Abhängigkeiten. DOT-Grundlagen sind hilfreich, werden jedoch anhand der benötigten Konstrukte wiederholt.

Lernziele

  • Diagrammzweck, Zielgruppe und Abstraktion vor der Modellierung festlegen.
  • Systeme, Komponenten, Schnittstellen und Abhängigkeiten in DOT strukturiert abbilden.
  • Schichten und Verantwortungsbereiche mit Clustern und Styles darstellen.
  • Große Architektursichten in verständliche Teilansichten zerlegen.
  • Diagramme aus Architekturmetadaten automatisiert und prüfbar erzeugen.

Seminarinhalte

Kapitelinhaltsverzeichnis

  1. Diagrammauftrag und Abstraktion
  2. Systemkontext und Verantwortungsgrenzen
  3. Schichten, Komponenten und Module
  4. Schnittstellen, Protokolle und Datenflüsse
  5. Teilansichten und wiederverwendbare Vorlagen
  6. Automatisierung und Qualitätsprüfung

1. Diagrammauftrag und Abstraktion

Jede Darstellung beginnt mit einer Fragestellung: Überblick, Verantwortungsgrenze, Abhängigkeit, Datenfluss oder Änderungswirkung. Ohne diese Festlegung entsteht schnell eine überladene Universalgrafik ohne klare Aussage.

Schritt-für-Schritt

  1. Adressaten und Entscheidungsfrage benennen.
  2. Abstraktionsebene und erlaubte Elementtypen festlegen.
  3. Pflichtinformationen und bewusst ausgelassene Details definieren.
  4. Abnahmekriterien für Lesbarkeit und Aktualität bestimmen.

2. Systemkontext und Verantwortungsgrenzen

Systeme, externe Akteure und Nachbarsysteme werden als gerichteter Graph modelliert. Cluster oder visuelle Gruppen markieren Verantwortungsbereiche, Betriebszonen oder organisatorische Grenzen.

Schritt-für-Schritt

  1. Zentrales System und relevante Nachbarn erfassen.
  2. Interaktionen als gerichtete Kanten mit fachlich knappen Labels modellieren.
  3. Interne und externe Verantwortungsbereiche gruppieren.
  4. Layout von links nach rechts oder oben nach unten anhand der Leserichtung festlegen.
  5. Darstellung gegen die ursprüngliche Fragestellung prüfen.

3. Schichten, Komponenten und Module

Komponentensichten benötigen stabile Namen, eindeutige Verantwortungen und eine kontrollierte Kantenmenge. Vererbte Standardattribute sorgen für einheitliche Darstellung, während Ports präzisere Anschlussstellen ermöglichen.

Schritt-für-Schritt

  1. Komponentenliste mit Verantwortungen und Schnittstellen erstellen.
  2. Komponenten nach Schicht oder Domäne in Clustern ordnen.
  3. Zulässige und unerwünschte Abhängigkeiten kennzeichnen.
  4. Ports oder Teilbereiche für wichtige Schnittstellen verwenden.
  5. Zyklen und Schichtverletzungen sichtbar machen.

4. Schnittstellen, Protokolle und Datenflüsse

Kanten transportieren mehr als Richtung. Durch Label, Stil, Farbe und Pfeilform lassen sich Aufruf, Ereignis, Dateiübertragung oder Datenbankzugriff unterscheiden, ohne das Diagramm mit Text zu überladen.

Schritt-für-Schritt

  1. Kantentypen und zulässige Metadaten definieren.
  2. Synchrone und asynchrone Beziehungen unterscheidbar gestalten.
  3. Protokoll- oder Datentypen nur dort ergänzen, wo sie die Aussage verbessern.
  4. Legende aus denselben Style-Definitionen erzeugen.
  5. Kantenkreuzungen und redundante Beschriftungen reduzieren.

5. Teilansichten und wiederverwendbare Vorlagen

Eine große Architektur wird in gezielte Sichten zerlegt. Gemeinsame Styles, Namensregeln und Datenquellen bleiben zentral, während Filter bestimmen, welche Elemente in einer konkreten Ausgabe erscheinen.

Schritt-für-Schritt

  1. Gesamtmodell von den Darstellungsfiltern trennen.
  2. Style-Datei oder Generatorvorlage für wiederkehrende Elemente anlegen.
  3. Sichten für Kontext, Komponenten, Datenfluss und Betrieb erzeugen.
  4. Dateinamen, Titel und Versionsinformationen standardisieren.
  5. Änderungen an einer Quelle gegen alle Sichten testen.

6. Automatisierung und Qualitätsprüfung

Architekturdiagramme bleiben nur dann aktuell, wenn Erzeugung und Prüfung in bestehende Arbeitsabläufe passen. Metadaten aus Quellcode, Konfiguration oder Inventaren können in DOT überführt und bei Änderungen neu gerendert werden.

Schritt-für-Schritt

  1. Geeignete strukturierte Datenquelle auswählen.
  2. Eindeutige IDs unabhängig von sichtbaren Labels vergeben.
  3. DOT-Ausgabe deterministisch sortieren.
  4. Syntaxprüfung und Rendering in einen Build-Schritt integrieren.
  5. Visuelle und fachliche Prüfpunkte für Freigaben definieren.

Praxisübungen und Qualitätskontrollen

  1. Eine Systemkontextsicht für eine mehrschichtige Beispielanwendung erstellen.
  2. Eine Komponentensicht mit Schichten, Schnittstellen und verbotener Abhängigkeit modellieren.
  3. Aus einem gemeinsamen Graphmodell zwei zielgruppengerechte Teilansichten ableiten.
  4. Eine Architekturvorlage mit Legende, Namenskonventionen und Qualitätscheck aufbauen.

Arbeitsweise im Seminar

Fachliche Modellierungsarbeit, DOT-Übungen, Layoutvergleich, gemeinsame Diagrammreviews und Aufbau wiederverwendbarer Vorlagen.

Fachbereichsleitung / Leitung der Trainer / Ansprechpartner

Seminardetails

   
Dauer: 2 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr
Preis: Öffentlich oder Live Stream: € 1.198 zzgl. MwSt.
Inhaus: € 3.400 zzgl. MwSt.
Teilnehmeranzahl: min. 2 - max. 8
Teilnehmer: Softwarearchitekten, Entwickler, technische Projektleiter und Dokumentationsverantwortliche
Voraussetzungen: Grundkenntnisse in Softwarearchitektur und technischen Abhängigkeiten. DOT-Grundlagen sind hilfreich, werden jedoch anhand der benötigten Konstrukte wiederholt.
Standorte: Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg
Methoden: Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System
Seminararten: Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht
Durchführungsgarantie: ja, ab 2 Teilnehmern
Sprache: Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich
Seminarunterlage: Dokumentation auf Datenträger oder als Download
Teilnahmezertifikat: ja, selbstverständlich
Verpflegung: Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch)
Support: 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten
Barrierefreier Zugang: an den meisten Standorten verfügbar
  Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055

Seminartermine

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Seminar Startdatum Enddatum Ort Dauer
Salzburg 2 Tage
Graz 2 Tage
Wien 2 Tage
Inhaus / Firmenseminar 2 Tage
Stream live 2 Tage
Innsbruck 2 Tage
Stream gespeichert 2 Tage
Klagenfurt 2 Tage
Bregenz 2 Tage
Linz 2 Tage
Bregenz 2 Tage
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