Dieses Intensivformat überführt reale technische Informationen in zielgruppengerechte Diagramme. Drei Anwendungsfelder bilden den roten Faden: Softwarearchitektur, Datenmodelle und Infrastruktur.
Die Teilnehmenden entwickeln ein gemeinsames Modellierungs- und Style-System, leiten daraus unterschiedliche Sichten ab und automatisieren die Ausgabe aus strukturierten Metadaten.
Inhaltsverzeichnis
- Seminarprofil und Zielsetzung
- Zielgruppe
- Voraussetzungen
- Lernziele
- Seminarinhalte
- Praxisübungen und Qualitätskontrollen
- Arbeitsweise im Seminar
Seminarprofil und Zielsetzung
Fünftägiges anwendungsorientiertes Intensivseminar zur Entwicklung belastbarer Diagrammlösungen mit Graphviz. Es bündelt Architektur- und Softwarediagramme, Datenmodelle und Datenbankansichten, Netzwerk- und Infrastrukturpläne, visuelle Standards, Teilansichten, Metadatenimport, automatisierte Generierung, Qualitätsregeln und eine durchgängige Dokumentationslösung.
Zielgruppe
- Software- und Datenarchitekten
- Netzwerk- und Plattformverantwortliche
- Entwickler technischer Dokumentation
- Technische Projektleiter und Analysten
Voraussetzungen
Grundkenntnisse der DOT-Sprache sowie fachliche Erfahrung in mindestens einem der Bereiche Softwarearchitektur, Datenmodelle oder Infrastruktur.
Lernziele
- Diagrammauftrag und Abstraktion für unterschiedliche Zielgruppen festlegen.
- Architektur-, Daten- und Infrastrukturmodelle konsistent in Graphen übersetzen.
- Tabellen, Ports, Cluster und Kantenstile gezielt einsetzen.
- Große Modelle in nachvollziehbare Teilansichten zerlegen.
- Metadatenbasierte Generierung und fachliche Reviews etablieren.
Seminarinhalte
Kapitelinhaltsverzeichnis
- Gemeinsame Modellierungsgrundsätze
- Softwarearchitektur: Kontext und Grenzen
- Softwarearchitektur: Komponenten und Schnittstellen
- Datenmodelle: Tabellen und Schlüssel
- Datenmodelle: Beziehungen und Teilmodelle
- Netzwerk und Infrastruktur: Topologie
- Netzwerk und Infrastruktur: Abhängigkeiten und Datenflüsse
- Gemeinsames Style- und Legendensystem
- Metadatenimport und Sichtgenerator
- Review, Qualität und Veröffentlichung
1. Gemeinsame Modellierungsgrundsätze
Unabhängig vom Fachgebiet benötigen Diagramme stabile IDs, klare Elementtypen, definierte Beziehungen und eine begrenzte visuelle Sprache. Der Diagrammauftrag bestimmt die Detailtiefe.
Schritt-für-Schritt
- Zielgruppen und Entscheidungsfragen erfassen.
- Element- und Beziehungstypen definieren.
- Interne IDs von sichtbaren Namen trennen.
- Pflicht- und optionale Metadaten festlegen.
- Abnahmecheckliste für Lesbarkeit und Aktualität erstellen.
2. Softwarearchitektur: Kontext und Grenzen
Systeme, Akteure, Nachbarsysteme und Verantwortungsgrenzen werden als übersichtliche Kontextsicht modelliert. Kanten beschreiben nur die für die Aussage notwendigen Interaktionen.
Schritt-für-Schritt
- Zentrales System und externe Beteiligte erfassen.
- Interaktionen mit Richtung und knappen Labels anlegen.
- Verantwortungsgrenzen als Gruppen darstellen.
- Leserichtung und Hierarchie festlegen.
- Kontextsicht mit Fachvertretern prüfen.
3. Softwarearchitektur: Komponenten und Schnittstellen
Komponentensichten zeigen Verantwortungen, Schichten und technische Abhängigkeiten. Ports und Kantenstile helfen, Schnittstellen oder Aufrufarten präzise zu unterscheiden.
Schritt-für-Schritt
- Komponenten und Schichten aus einer Referenzarchitektur ableiten.
- Komponenten in Clustern gruppieren.
- Schnittstellen als Ports oder Teilbereiche modellieren.
- Zulässige und unerwünschte Abhängigkeiten kennzeichnen.
- Zyklen und Schichtverletzungen reviewen.
4. Datenmodelle: Tabellen und Schlüssel
Tabellarische HTML-Labels bilden Tabellen, Felder und Schlüssel ab. Stabile Ports ermöglichen Kanten direkt zwischen beteiligten Spalten.
Schritt-für-Schritt
- Tabellen- und Spaltenmetadaten strukturieren.
- HTML-Label mit Kopf- und Feldzeilen erzeugen.
- Primär- und Fremdschlüssel markieren.
- Ports aus Spaltenkennungen bilden.
- Knotengröße und Lesbarkeit mit realistischen Namen prüfen.
5. Datenmodelle: Beziehungen und Teilmodelle
Beziehungen, Kardinalitäten und Schemata werden nach einer einheitlichen Regel dargestellt. Für große Datenbanken entstehen domänenbezogene oder nachbarschaftsbasierte Teilansichten.
Schritt-für-Schritt
- Richtung und Kardinalitätsnotation festlegen.
- Beziehungen an Ports anschließen.
- Tabellen nach Schema oder Domäne clustern.
- Teilmodell um eine Zieltabelle filtern.
- Ausgeblendete Objekte und Kanten berichten.
6. Netzwerk und Infrastruktur: Topologie
Physische und logische Topologie dürfen nicht unkontrolliert vermischt werden. Zonen, Geräte, Dienste und Verbindungen werden mit einer klaren Sichtdefinition modelliert.
Schritt-für-Schritt
- Physische oder logische Sicht auswählen.
- Zonen und Verantwortungsgrenzen definieren.
- Geräte, Dienste und Endpunkte erfassen.
- Verbindungen mit Richtung, Typ und Redundanz modellieren.
- Topologie gegen Inventardaten prüfen.
7. Netzwerk und Infrastruktur: Abhängigkeiten und Datenflüsse
Betriebliche Abhängigkeiten, Kommunikationswege und Sicherheitszonen benötigen andere Kantenmerkmale als reine Verkabelung. Kritische Pfade und Übergänge werden hervorgehoben.
Schritt-für-Schritt
- Anwendungs- und Kommunikationsbeziehungen ergänzen.
- Protokoll- oder Portangaben auf notwendige Fälle begrenzen.
- Sicherheitszonen und Übergänge kennzeichnen.
- Redundante und kritische Pfade vergleichen.
- Betriebs- und Störungssicht als separate Ausgabe erzeugen.
8. Gemeinsames Style- und Legendensystem
Ein kleines semantisches Style-System sorgt dafür, dass ähnliche Zustände über alle Diagrammarten gleich erscheinen. Legenden werden aus denselben Definitionen erzeugt.
Schritt-für-Schritt
- Elementtypen und Zustände priorisieren.
- Farben, Formen, Rahmen und Linienregeln definieren.
- Typografie und Abstände festlegen.
- Legendenbausteine automatisch erzeugen.
- Bildschirm- und Druckprofil prüfen.
9. Metadatenimport und Sichtgenerator
Strukturierte Daten aus Inventar, Modell oder Konfiguration werden in ein neutrales Graphmodell überführt. Sichtfilter und Style-Zuordnung bleiben vom Datenimport getrennt.
Schritt-für-Schritt
- Gemeinsames Eingabeschema definieren.
- Daten validieren und normalisieren.
- Graphobjekte mit stabilen IDs erzeugen.
- Sichtfilter für Architektur, Daten und Infrastruktur anwenden.
- DOT deterministisch ausgeben und rendern.
10. Review, Qualität und Veröffentlichung
Jede Sicht erhält fachliche und technische Prüfpunkte. Syntax, Objektzahlen, Warnungen, Legende, Lesbarkeit und Aktualität werden vor der Veröffentlichung kontrolliert.
Schritt-für-Schritt
- Technische Prüfungen automatisieren.
- Fachliche Reviewrollen festlegen.
- Änderungen und Datenstand im Diagramm kenntlich machen.
- SVG und PDF nach festen Profilen erzeugen.
- Freigabebericht und Korrekturliste abschließen.
Praxisübungen und Qualitätskontrollen
- Eine Systemkontext- und Komponentensicht aus einem gemeinsamen Architekturmodell erstellen.
- Ein Datenbankteilmodell mit Tabellen, Ports, Schlüsseln und Kardinalitäten erzeugen.
- Eine Infrastrukturübersicht mit Zonen, Redundanz und Datenfluss aufbauen.
- Ein gemeinsames Style- und Legendensystem für alle drei Anwendungsfelder entwickeln.
- Aus strukturierten Metadaten mehrere Sichten generieren und einem fachlichen Review unterziehen.
Arbeitsweise im Seminar
Fachliche Modellierung, intensive DOT-Labore, Gruppenreviews, Generatorübungen und ein durchgängiges Mehrsichtenprojekt.
Fachbereichsleitung / Leitung der Trainer / Ansprechpartner
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Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de -

Paul Goldschmidt
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: paul.goldschmidt@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 5 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 2.995 zzgl. MwSt. Inhaus: € 8.500 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | Architekten, Datenbank- und Netzwerkfachkräfte, Entwickler technischer Dokumentation und technische Projektleiter |
| Voraussetzungen: | Grundkenntnisse der DOT-Sprache sowie fachliche Erfahrung in mindestens einem der Bereiche Softwarearchitektur, Datenmodelle oder Infrastruktur. |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmern |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja, selbstverständlich |
| Verpflegung: | Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch) |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055 |
Seminartermine
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