Seminar Great Expectations (GX Core) – Intensivseminar Entwicklung und Validierungslogik

Seminar / Training

Das Intensivseminar bündelt den Entwurf und die technische Umsetzung anspruchsvoller Datenqualitätsregeln. Von Regelarchitektur und Expectation Suites über Parameter, Row Conditions und Severity bis zu Python-, SQL- und Multi-Source-Expectations entsteht ein getestetes, dokumentiertes und paketierbares Validierungsmodul.

Inhaltsübersicht

  • Zielsetzung und fachliche Einordnung
  • Schrittweise Seminarinhalte
  • Praxisübungen und Laborszenarien
  • Zielgruppe und Voraussetzungen
  • Didaktik und Arbeitsweise

Zielsetzung

  • Fachliche Qualitätsanforderungen in wartbare GX-Core-Regelarchitekturen übersetzen.
  • Standard-Expectations, Parameter, Row Conditions, Severity und Result Formats sicher kombinieren.
  • Custom Expectations mit Python sowie SQL-basierte Fehlerzeilenprüfungen entwickeln.
  • Multi-Source-Abgleiche für Migration und ETL-Konsistenz umsetzen.
  • Tests, Dokumentation, Paketierung, Review und Versionspflege als Entwicklungsprozess etablieren.

Zielgruppe

Python- und SQL-Entwickler, Data Engineers, Analytics Engineers, Data-Quality-Architekten und technische Data Stewards mit Verantwortung für komplexe Validierungslogik.

Voraussetzungen

Sichere Python- und SQL-Kenntnisse, Erfahrung mit automatisierten Tests und grundlegende GX-Core-Praxis. Für Spark-spezifische Varianten sind entsprechende Kenntnisse hilfreich.

Seminarinhalte

  1. Schritt 1: Qualitätsanforderungen und Regelquellen analysieren

    Geschäftsregeln, Datenverträge, Referenzdaten und Risiken werden in messbare Kriterien und Akzeptanzfälle überführt.

  2. Schritt 2: Regelarchitektur und Suite-Grenzen entwerfen

    Datenprodukt, Prozessstufe, Eigentümer und Lebenszyklus bestimmen den Zuschnitt von Suites und Namensräumen.

  3. Schritt 3: Standard-Expectations gezielt auswählen

    Tabellen-, Spalten-, Paar- und Verteilungsregeln werden nach Aussagekraft, Kosten und Diagnosebedarf eingesetzt.

  4. Schritt 4: Schwellen, mostly und Nullsemantik beherrschen

    Toleranzen, leere Daten, technische Nullwerte und fachlich nicht anwendbare Fälle werden eindeutig modelliert.

  5. Schritt 5: Parameter und dynamische Werte einsetzen

    Grenzen, Referenzwerte und Umgebungswerte werden typisiert, validiert und nachvollziehbar übergeben.

  6. Schritt 6: Row Conditions formulieren

    Bedingte Gültigkeit wird mit lesbaren AND-/OR-Ausdrücken umgesetzt und anhand der tatsächlichen Treffermenge getestet.

  7. Schritt 7: Severity und Reaktionsmodell festlegen

    Critical, Warning und Info werden mit fachlicher Konsequenz, Pipeline-Verhalten und Eskalation verbunden.

  8. Schritt 8: Validation Results und Result Formats nutzen

    Ergebnisstruktur, observed values, Fehlerbeispiele und Detailstufen werden für Entwicklung und Betrieb getrennt optimiert.

  9. Schritt 9: Custom-Expectation-Architektur verstehen

    Klassenmodell, Domain, Parameter, Metriken, Engines und Success-Kriterium werden als Implementierungsplan dokumentiert.

  10. Schritt 10: Pandas-Implementierung entwickeln

    Eine eigene Regel wird vektorisiert umgesetzt und mit leeren, fehlerhaften und grenzwertigen Daten getestet.

  11. Schritt 11: SQL- und Spark-Varianten ergänzen

    Pushdown, Dialekte, Nullsemantik und verteilte Berechnung werden für weitere Execution Engines behandelt.

  12. Schritt 12: Unexpected-Rows-Prüfung mit SQL erstellen

    Komplexe fachliche Logik wird als Abfrage formuliert, die ausschließlich verletzende Zeilen zurückgibt.

  13. Schritt 13: Multi-Source Expectation entwickeln

    Quell- und Zielabfragen werden deterministisch normalisiert und für Zeilen- oder Aggregatvergleich eingesetzt.

  14. Schritt 14: Diagnose und Datenschutz gestalten

    Fehlerwerte, Zeilen, Schlüssel und Metadaten werden auf notwendige Informationen begrenzt.

  15. Schritt 15: Automatisierte Testmatrix aufbauen

    Positive, negative, Null-, Duplikat-, Dialekt-, Performance- und Regressionstests sichern die Regelbibliothek.

  16. Schritt 16: Dokumentation und Beispiele erstellen

    Zweck, Parameter, Grenzen, unterstützte Engines, Beispielcode und typische Fehlinterpretationen werden vollständig beschrieben.

  17. Schritt 17: Paketierung und interne Veröffentlichung umsetzen

    Modulstruktur, Versionierung, Abhängigkeiten, Installation und Kompatibilität werden reproduzierbar organisiert.

  18. Schritt 18: Review, Governance und Wartung etablieren

    Fachliche Freigabe, Code-Review, Deprecation, Änderungsnachweis und regelmäßige Wirksamkeitsprüfung schließen den Lebenszyklus.

Praxisübungen

  • Regelkatalog und Suite-Struktur für ein Datenprodukt entwerfen.
  • Standardregeln mit mostly, Parametern, Row Conditions und Severity kombinieren.
  • Custom Expectation für pandas entwickeln und automatisiert testen.
  • SQL-basierte Fehlerzeilenprüfung mit Datenschutzbegrenzung umsetzen.
  • Multi-Source-Abgleich zwischen zwei SQL-Systemen erstellen.
  • Result Format für Diagnose und regulären Betrieb getrennt konfigurieren.
  • Regelpaket dokumentieren, versionieren und in einem zweiten Projekt installieren.
  • Fachliches und technisches Review mit Abnahmematrix durchführen.

Methodik

Das fünftägige Format folgt einem Entwicklungsprojekt vom Fachkonzept bis zum installierbaren Regelpaket. Jede Regel wird mit kontrollierten Testdaten, mehreren Ergebnisstufen und einem Review aus Fachlichkeit, Performance, Datenschutz und Wartbarkeit abgesichert.

Fachbereichsleiter / Leiter der Trainer / Ihre Ansprechpartner

Seminardetails

   
Dauer: 5 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr
Preis: Öffentlich oder Live Stream: € 2.995 zzgl. MwSt.
Inhaus: € 8.500 zzgl. MwSt.
Teilnehmeranzahl: min. 2 - max. 8
Teilnehmer: Python- und SQL-Entwickler, Data Engineers, Analytics Engineers, Data-Quality-Architekten und technische Data Stewards mit Verantwortung für komplexe Validierungslogik.
Voraussetzungen: Sichere Python- und SQL-Kenntnisse, Erfahrung mit automatisierten Tests und grundlegende GX-Core-Praxis. Für Spark-spezifische Varianten sind entsprechende Kenntnisse hilfreich.
Standorte: Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg
Methoden: Vortrag, Demonstrationen, strukturierte Schritt-für-Schritt-Übungen und praktische Laboraufgaben am System
Seminararten: Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht
Durchführungsgarantie: ja, ab 2 Teilnehmern
Sprache: Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich
Seminarunterlage: Dokumentation auf Datenträger oder als Download
Teilnahmezertifikat: ja, selbstverständlich
Verpflegung: Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch)
Support: 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten
Barrierefreier Zugang: an den meisten Standorten verfügbar
  Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055

Seminartermine

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Seminar Startdatum Enddatum Ort Dauer
Salzburg 5 Tage
Graz 5 Tage
Wien 5 Tage
Inhaus / Firmenseminar 5 Tage
Stream live 5 Tage
Innsbruck 5 Tage
Stream gespeichert 5 Tage
Klagenfurt 5 Tage
Bregenz 5 Tage
Linz 5 Tage
Bregenz 5 Tage
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