Seminar / Training
Praxisorientierte Einordnung: Ein Cluster ist kein vergrößerter Einzelserver. Planung, Zeitbasis, Namensauflösung, Datenbankmehrheit, Storage, Netzwerk und Wartungsprozesse müssen als gemeinsames System entworfen werden. Die vier Tage enthalten deshalb umfangreiche Aufbau- und Fehlerszenarien.
Inhaltsübersicht
- Zielsetzung
- Zielgruppe und Voraussetzungen
- Seminarinhalte
- Praxisworkshop
- Typische Einsatzszenarien
Zielsetzung
Planung und Betrieb eines Incus-Clusters mit klaren Ausfallgrenzen und Wartungsverfahren. Teilnehmende können Mitglieder hinzufügen, Rollen und Gruppen verwenden, Workloads platzieren, Knoten evakuieren und typische Clusterfehler kontrolliert beheben.
Zielgruppe und Voraussetzungen
Zielgruppe: Erfahrene Linux-Administratoren, Plattformarchitekten, Infrastructure Engineers und technische Verantwortliche für hochverfügbare Virtualisierungsplattformen.
Vorkenntnisse: Gute Incus-Administrationskenntnisse, sichere Linux- und Netzwerkkenntnisse sowie Verständnis von Storage, Zertifikaten und verteilten Systemen.
Seminarinhalte
1. Clusterarchitektur und Ausfallmodell
- Schritt 1: Globale und lokale Daten, verteilte Datenbank, Rollen und Mehrheitsentscheidungen technisch einordnen.
- Schritt 2: Ausfallgrenzen für ein, zwei oder mehrere Mitglieder berechnen und geeignete Datenbankrollen festlegen.
- Schritt 3: Abhängigkeiten zu DNS, NTP, Zertifikaten, Storage und Netzwerk als verbindliche Vorbedingungen prüfen.
2. Planung von Mitgliedern und Infrastruktur
- Schritt 1: Mitgliederzahl, Leistungsprofile, Failure Domains, Managementnetz und Instanznetze dimensionieren.
- Schritt 2: Lokale und gemeinsam erreichbare Storage-Varianten passend zu Migration und Verfügbarkeit auswählen.
- Schritt 3: Mitgliedsspezifische Netzwerk- und Storage-Werte vor dem Join vollständig erfassen.
3. Bootstrap und Clusterbeitritt
- Schritt 1: Erstes Mitglied initialisieren und Clusterzertifikat, Adresse und globale Ressourcen kontrollieren.
- Schritt 2: Join-Token erzeugen, neue Mitglieder mit lokalen Parametern aufnehmen und deren Rollen prüfen.
- Schritt 3: Fehlerhafte Beitrittsversuche bereinigen und unvollständige Ressourcendefinitionen korrigieren.
4. Placement, Gruppen und Kapazität
- Schritt 1: Instanzen gezielt oder automatisch auf Mitglieder verteilen und lokale Einschränkungen berücksichtigen.
- Schritt 2: Clustergruppen für Hardwareklassen, Standorte oder Betriebsrollen anlegen und Projekten zuordnen.
- Schritt 3: Placement- und Rebalancing-Regeln mit CPU-, Speicher- und Lastdaten testen.
5. Migration, Evakuierung und Wartung
- Schritt 1: Kalte und zustandsbehaftete Migration von VMs unterscheiden und die Voraussetzungen prüfen.
- Schritt 2: Mitglieder planmäßig evakuieren, Wartungsarbeiten ausführen und Workloads kontrolliert zurückführen.
- Schritt 3: Shutdown-Aktionen, Batch-Größen und Wartezeiten auf das betriebliche Wartungsfenster abstimmen.
6. Clusterweite Netzwerke und Storage
- Schritt 1: Globale Definition und lokale Zielkonfiguration von Netzwerken und Storage-Pools sauber trennen.
- Schritt 2: Nicht gemeinsam genutzte und gemeinsam genutzte Storage-Varianten hinsichtlich Migration und Ausfall bewerten.
- Schritt 3: Inkonsistenzen zwischen Mitgliedern erkennen und vor der Inbetriebnahme korrigieren.
7. Upgrade, Zertifikat und Datenbankschutz
- Schritt 1: Versionskompatibilität prüfen und Upgrade-Reihenfolge mit begrenzter Mischversion planen.
- Schritt 2: Clusterzertifikate kontrolliert erneuern und den Zugriff aller Mitglieder verifizieren.
- Schritt 3: Datenbanksicherung, Wiederherstellung und administrative Notfallzugriffe dokumentieren und testen.
8. Fehlerfälle und Cluster-Recovery
- Schritt 1: Ausfall einzelner Mitglieder, Verlust der Mehrheit und dauerhaft entfernte Knoten unterscheiden.
- Schritt 2: Mitglieder ersetzen, Rollen neu verteilen und verwaiste Ressourcen kontrolliert behandeln.
- Schritt 3: Cluster-Recovery in einer isolierten Übung durchführen und anschließend Konsistenzprüfungen ausführen.
Praxisworkshop
- Aufbau eines Mehrknotenclusters mit lokalen und globalen Ressourcendefinitionen.
- Placement, Gruppen, Live-Migration einer VM, Evakuierung und automatische Lastverteilung.
- Simulation von Mitgliedsausfall und Quorumproblem mit dokumentierter Wiederherstellung.
Typische Einsatzszenarien
- Produktionscluster für Systemcontainer und virtuelle Maschinen.
- Hardwarewartung mit planmäßiger Evakuierung und möglichst geringer Dienstunterbrechung.
- Skalierbare Plattformen mit mehreren Hardwareklassen oder Standorten.
Seminar und Anbieter vergleichen
Öffentliche Schulung
Diese Seminarform ist auch als Präsenzseminar bekannt und bedeutet, dass Sie in unseren Räumlichkeiten von einem Trainer vor Ort geschult werden. Jeder Teilnehmer hat einen Arbeitsplatz mit virtueller Schulungsumgebung. Öffentliche Seminare werden in deutscher Sprache durchgeführt, die Unterlagen sind teilweise in Englisch.
Inhausschulung
Diese Seminarform bietet sich für Unternehmen an, welche gleiche mehrere Teilnehmer gleichzeitig schulen möchten. Der Trainer kommt zu Ihnen ins Haus und unterrichtet in Ihren Räumlichkeiten. Diese Seminare können in Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich gebucht werden.
Webinar
Diese Art der Schulung ist geeignet, wenn Sie die Präsenz eines Trainers nicht benötigen, nicht Reisen können und über das Internet an einer Schulung teilnehmen möchten.
Fachbereichsleitung / Trainingsleitung / Ansprechpartner
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René Launa
Telefon: + 43 (720) 022000
E-Mail: rené.launa@seminar-experts.at -

Adam Steyer
Telefon: + 43 (720) 022000
E-Mail:
Seminardetails
| Dauer: | 4 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich und Webinar: € 2.396 zzgl. MwSt. Inhaus: € 6.800 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | Erfahrene Linux-Administratoren, Plattformarchitekten, Infrastructure Engineers und technische Verantwortliche für hochverfügbare Virtualisierungsplattformen. |
| Voraussetzungen: | Gute Incus-Administrationskenntnisse, sichere Linux- und Netzwerkkenntnisse sowie Verständnis von Storage, Zertifikaten und verteilten Systemen. |
| Standorte: | Bregenz, Graz, Innsbruck, Klagenfurt, Linz, Salzburg, Wien |
| Methoden: | Vortrag, Demonstrationen, Schritt-für-Schritt-Anleitungen und praktische Übungen am System |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhouse, Workshop - alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmern |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja, selbstverständlich |
| Verpflegung: | Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch) |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 43 (720) 022000 |
Seminartermine
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