Wachsende DHCP-Umgebungen benötigen wiederholbare Änderungen und einen eindeutigen gültigen Konfigurationsstand. Dieses Seminar führt von manuellen API-Abfragen zu einem nachvollziehbaren Verfahren für Konfiguration, Prüfung und Verteilung. Die Laboraufgaben verwenden mehrere Kea-Instanzen und einen vorbereiteten Datenbestand mit Subnetzen, Reservierungen und Optionswerten. Wiederholte Ausführung und fehlerhafte Eingaben sind fester Bestandteil der Übungen.
Die Automatisierung orientiert sich an den direkten Verwaltungsendpunkten aktueller Kea-Versionen. Bestehende Control-Agent-Anbindungen werden als Migrationsfall betrachtet. Besonderes Gewicht erhalten die Unterschiede zwischen Laufzeitänderung und dauerhafter Speicherung, die Zuständigkeit von Dateien und Datenbanken sowie konkurrierende Änderungen über Stork. Kommerzielle Zusatzfunktionen werden hinsichtlich ihres Einsatzzwecks eingeordnet; die Pflichtübungen verwenden frei verfügbare Komponenten.
Seminarziele
- Kea-Kommandos über geeignete lokale oder abgesicherte direkte API-Endpunkte ausführen.
- Laufzeitkonfiguration, persistierte Dateien und Datenbankinhalte auseinanderhalten.
- Bestandsdaten validieren und daraus reproduzierbare Konfigurationen erzeugen.
- Änderungen mit Versionierung, Vorabprüfung, Freigabe und Rückkehrmöglichkeit verteilen.
- Konkurrierende Schreibwege erkennen und einen eindeutigen Verwaltungsprozess festlegen.
Inhaltsübersicht
- API-Architektur und Zugriffswege
- Sicherer Änderungszyklus
- Versionierung und Datenmodell
- Python- und Ansible-Praxis
- Hooks, Datenbanken und zentrale Verwaltung
- Zusammenarbeit mit Stork und Betriebsfreigabe
Seminarinhalte
API-Architektur und Zugriffswege
Die Verwaltungsschnittstelle wird passend zum Versionsstand und zum Schutzbedarf eingerichtet.
- Direkte Endpunkte von DHCPv4, DHCPv6 und D2 sowie lokale UNIX-Sockets unterscheiden.
- HTTP-Nachrichten, JSON-Kommandos, Antworten und Fehlerwerte mit einfachen Abfragen untersuchen.
- TLS, Authentifizierung, Firewallbegrenzung und geschützte Zugangsdaten im Labor kombinieren.
- Den in Kea 3.2 entfernten Control Agent bei der Umstellung bestehender Automatisierung berücksichtigen.
Sicherer Änderungszyklus
Jede Änderung durchläuft einen prüfbaren Weg vom Ausgangsstand bis zur dauerhaften Speicherung.
- Verfügbare Kommandos und Ist-Konfiguration vor einer Änderung abfragen.
- config-test, config-set und config-write nach ihrer unterschiedlichen Wirkung einsetzen.
- Konfigurationsstände vergleichen und veraltete Änderungsgrundlagen vor dem Schreiben erkennen.
- Fehlgeschlagene Änderungen, Teilfehler und Rückkehr zum gesicherten Stand kontrolliert behandeln.
Versionierung und Datenmodell
Fachliche Bestandsdaten werden von erzeugten Konfigurationen und geheimen Werten getrennt.
- Subnetz-IDs, eindeutige Clientidentitäten und konsistente Optionswerte als Datenregeln festlegen.
- Git für nachvollziehbare Änderungen und überprüfbare Freigaben einsetzen.
- JSON-Konfigurationen aus strukturierten Eingaben erzeugen und vor der Verteilung validieren.
- Passwörter, Schlüssel und Zertifikate aus öffentlich lesbaren Dateien und Versionshistorien heraushalten.
Python- und Ansible-Praxis
Vorbereitete Beispiele werden zu einem kleinen reproduzierbaren Verwaltungsablauf erweitert.
- Mit Python API-Abfragen auswerten und einen strukturierten Bestandsbericht erzeugen.
- Reservierungen auf Dubletten prüfen und Soll-Ist-Abweichungen vor einer Änderung anzeigen.
- Mit Ansible Konfigurationsdateien verteilen, Prüfungen ausführen und gezielte Änderungen anwenden.
- Idempotenz, Rückgabecodes und nachvollziehbare Protokollierung anhand wiederholter Läufe überprüfen.
Hooks, Datenbanken und zentrale Verwaltung
Verwaltungsfunktionen werden ihren tatsächlichen Speicherorten und Voraussetzungen zugeordnet.
- host_cmds, subnet_cmds und lease_cmds für passende Verwaltungsaufgaben einsetzen.
- Reservierungen im Host-Backend von Einträgen in der JSON-Konfiguration unterscheiden.
- Configuration Backend, cb_cmds und kommerzielle RBAC-Funktionen architektonisch einordnen.
- Eine zentrale Verwaltung nicht automatisch mit Hochverfügbarkeit oder einer verteilten Transaktion gleichsetzen.
Zusammenarbeit mit Stork und Betriebsfreigabe
Mehrere Werkzeuge werden in einen einheitlichen Änderungsprozess eingebunden.
- Zuständigkeiten von Git, Automatisierung, Stork und manuellen Eingriffen verbindlich beschreiben.
- Parallele Änderungen und das Überschreiben neuerer Konfigurationsstände im Labor erkennen.
- Änderungen über mehrere Server gestuft ausrollen und nach jedem Schritt Funktionstests ausführen.
- Freigabekriterien und einen kontrollierten Abbruch bei unerwartetem Clientverhalten festlegen.
Praktische Übungen
- Den Status mehrerer Kea-Dienste abfragen und einen lesbaren Bestandsvergleich erzeugen.
- Aus strukturierten Netzdaten eine Konfiguration generieren, prüfen und in zwei Laborinstanzen verteilen.
- Eine Reservierung mit Soll-Ist-Prüfung ergänzen und den identischen Auftrag erneut ohne Doppelanlage ausführen.
- Eine absichtlich ungültige Konfiguration vor dem Aktivieren abfangen.
- Eine Änderung über Stork und eine ältere Datei gegeneinander prüfen und einen Konflikt auflösen.
Fachbereichsleiter / Leiter der Trainer / Ihre Ansprechpartner
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Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de -

Paul Goldschmidt
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Seminardetails
| Dauer: | 3 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr |
|---|---|
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 1.797 zzgl. MwSt. Inhaus: € 5.100 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | Erfahrene Kea-Administratoren, Automatisierungsverantwortliche, DevOps-Teams sowie Betreiber mehrerer DHCP-Instanzen. |
| Voraussetzungen: | Sichere Kea-Administration, Linux-Shell und JSON. Grundkenntnisse in Git sowie Lesen einfacher Python- oder Ansible-Beispiele; keine Entwicklung eigener C++-Hooks erforderlich. |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmern |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja, selbstverständlich |
| Verpflegung: | Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch) |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055 |
Seminartermine
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