Keine Trust-Architektur ist in jeder Lage überlegen. X.509-PKI besitzt hohe Betriebsreife, KERI optimiert portable Schlüsselkontrolle, DID/VC entkoppelt Identifier und Nachweise, Föderation verteilt Metadaten und Policies. Gute Architektur nutzt Unterschiede bewusst.
Inhaltsübersicht
- Seminarprofil
- Zielgruppe
- Lernziele
- Seminarinhalte
- Praxisanteile
- Voraussetzungen
Seminarprofil
Der Kurs schafft eine gemeinsame Vergleichsmethodik und wendet sie auf mehrere End-to-End-Szenarien an. Teilnehmer entwickeln eine hybride Zielarchitektur, statt bestehende Infrastruktur vorschnell zu ersetzen.
Zielgruppe
Enterprise-, Security- und IAM-Architekten, PKI-Verantwortliche, Entwickler, technische Entscheider und Integrationsspezialisten.
Lernziele
- Trust Anchors und Kontrollmodelle verschiedener Architekturen erklären
- Schlüsselrotation, Revocation und Recovery vergleichbar bewerten
- Identifier-, Credential- und Federation-Schichten entkoppeln
- Interoperabilitätsbrücken ohne unbemerkten Assurance-Verlust entwerfen
- Koexistenz und Migration realistisch planen
Seminarinhalte
Schritt 1: Vergleichskriterien festlegen
Sicherheit, Portabilität, Verfügbarkeit, Governance, Datenschutz, Skalierung, Offline-Fähigkeit, Betriebsreife und Kosten werden in messbare Kriterien übersetzt.
- Muss-Kriterien definieren
- Assurance-Level festlegen
- Lebenszykluskosten berücksichtigen
Schritt 2: X.509-PKI analysieren
CA-Hierarchie, Zertifikat, Trust Store, Enrollment, CRL beziehungsweise Online-Status, Schlüsselwechsel und Audit werden als etabliertes Vertrauensmodell untersucht.
- Name Binding und Schlüsselbindung trennen
- Revocation-Latenz bewerten
- Private und öffentliche PKI unterscheiden
Schritt 3: KERI vergleichen
AIDs, Key Event Logs, Pre-Rotation, Witnessing, Watchers und Delegation werden gegen Zertifikatsketten gestellt. Portabilität und endseitige Kontrollprovenienz stehen im Mittelpunkt.
- Key State statt Zertifikatslaufzeit betrachten
- Recovery-Grenzen prüfen
- Witness-Infrastruktur dimensionieren
Schritt 4: DID/VC-Stacks ordnen
DID-Methode, DID Resolution, Credential-Datenmodell, Proof Format, Status und Wallet-Protokoll werden getrennt. Dadurch werden Architekturentscheidungen über austauschbare und nicht austauschbare Teile sichtbar.
- Methodenabhängigkeit bewerten
- Credential-Format profilieren
- Wallet- und Verifier-Trust festlegen
Schritt 5: Föderation und Trust Registries prüfen
OpenID-Föderation, signierte Metadaten, Trust Lists und Registry-Modelle verteilen Zulassungs- und Konfigurationsinformationen. Kettenlänge, Policy-Vererbung und Ausschluss werden untersucht.
- Metadata Trust Chain validieren
- Policy Merge und Konflikte behandeln
- Caching und Ablaufzeiten bestimmen
Schritt 6: Revocation, Status und Incident vergleichen
Zertifikatssperrung, Key Events, Credential Registries und Statuslisten werden in ein gemeinsames Incident-Szenario gesetzt. Zeit bis zur wirksamen Abwehr ist ein zentrales Kriterium.
- Kompromittierungszeitlinie erstellen
- Offline-Verifier berücksichtigen
- Trust Recovery und Re-Onboarding planen
Schritt 7: Interoperabilität und Brücken entwerfen
mTLS plus VC, PKI-gesicherte Federation, DID-Auflösung für KERI-AIDs und Credential-to-Token-Gateways werden als kontrollierte Brücken modelliert.
- Semantik und Assurance erhalten
- Trust nicht stillschweigend erweitern
- Brücken protokollieren und begrenzen
Schritt 8: Hybrides Zielbild und Migration planen
Bestehende PKI bleibt dort bestehen, wo sie geeignet ist; neue Mechanismen werden für klaren Zusatznutzen eingeführt. Pilot, Parallelbetrieb, Rückfall und Abschaltung werden messbar geplant.
- Use Cases segmentieren
- Dual Verification definieren
- Exit-Kriterien und technische Schulden erfassen
Praxisanteile
- Vergleichsmatrix ausfüllen
- Kompromittierungsszenario für mehrere Architekturen durchspielen
- Interoperabilitätsbrücke mit Trust Boundaries entwerfen
- hybriden Migrationspfad erstellen
Voraussetzungen
Grundkenntnisse in PKI, IAM, digitalen Signaturen und API-Sicherheit. Erfahrung mit OAuth oder OpenID Connect ist hilfreich.
Fachbereichsleiter / Leiter der Trainer / Ihre Ansprechpartner
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Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de -

Paul Goldschmidt
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: paul.goldschmidt@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 3 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage: 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 1.797 zzgl. MwSt. Inhaus: € 5.100 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | Enterprise-, Security- und IAM-Architekten, PKI-Verantwortliche, Entwickler, technische Entscheider und Integrationsspezialisten. |
| Voraussetzungen: | Grundkenntnisse in PKI, IAM, digitalen Signaturen und API-Sicherheit. Erfahrung mit OAuth oder OpenID Connect ist hilfreich. |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Vortrag, Demonstrationen, strukturierte Übungen, Architektur- und Fallstudienarbeit |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmern |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja, selbstverständlich |
| Verpflegung: | Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch) |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055 |
Seminartermine
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