Seminar / Training
Überblick
Das Seminar behandelt gegenseitige TLS-Authentifizierung, Zertifikatslebenszyklen und minimale API-Rechte. Theorie, Konfiguration und technische Prüfung werden in einem durchgängigen Szenario verbunden, sodass aus einzelnen Funktionen ein nachvollziehbarer Betriebs- oder Sicherheitsprozess entsteht.
Zwei Tage sind erforderlich, da Grundlagen und Konfiguration zunächst belastbar aufgebaut und anschließend mit Vertiefung, negativen Prüffällen, Fehleranalyse und Betriebsübergabe abgesichert werden. Im Mittelpunkt stehen reproduzierbare Arbeitsschritte, positive und negative Testfälle sowie eine dokumentierte technische Abnahme.
Inhaltsübersicht
- Kommunikationsbeziehungen inventarisieren
- CA-Hierarchie und Zertifikatsprofile entwerfen
- mTLS auf Registrar und Verifier aktivieren
- Agenten- und Administrationsidentitäten trennen
- Autorisierungsregeln formulieren
- Push-Sitzungen und Besitznachweis einordnen
- Zertifikate rotieren und widerrufen
- TLS- und Autorisierungsfehler diagnostizieren
- Hardening-Baseline freigeben
Lernziele
- Gegenseitige tls-authentifizierung, zertifikatslebenszyklen und minimale api-rechte fachlich einordnen und für ein konkretes Einsatzszenario planen.
- Kommunikationsbeziehungen inventarisieren.
- CA-Hierarchie und Zertifikatsprofile entwerfen.
- mTLS auf Registrar und Verifier aktivieren.
- Agenten- und Administrationsidentitäten trennen.
- Positive und negative Prüfergebnisse technisch bewerten, Fehler schichtweise lokalisieren und die Betriebs- oder Freigabeentscheidung dokumentieren.
Seminarinhalte Schritt für Schritt
Schritt 1: Kommunikationsbeziehungen inventarisieren
Administrative Zugriffe, Agentenkommunikation und interne Dienstverbindungen werden nach Identität, Methode, Zielressource und Schutzbedarf klassifiziert. Der resultierende Sollzustand wird mit einer Kontrollabfrage bestätigt und als Ausgangspunkt für den nächsten Arbeitsschritt festgehalten.
Schritt 2: CA-Hierarchie und Zertifikatsprofile entwerfen
Vertrauensanker, Intermediate-CAs, Laufzeiten, Schlüsselverwendung und Subject Alternative Names werden für Dienste und Clients getrennt geplant. Konfiguration, erwartete Werte und tatsächliches Ergebnis werden versioniert dokumentiert; ein gezielter Negativtest prüft die Wirksamkeit.
Schritt 3: mTLS auf Registrar und Verifier aktivieren
Serverzertifikate, Clientzertifikatspflicht, CA-Ketten und Zielnamen werden konfiguriert und mit positiven sowie negativen Handshakes geprüft. Die Umsetzung erfolgt in einer Laborumgebung und wird anhand von Statusdaten, Dienstprotokollen und einem reproduzierbaren Prüffall abgenommen.
Schritt 4: Agenten- und Administrationsidentitäten trennen
Agenten erhalten ausschließlich die für ihren Lebenszyklus notwendigen Rechte; administrative Operationen werden an eigene Identitäten gebunden. Fehlerbilder werden nicht pauschal behoben, sondern der verursachenden Identitäts-, Netzwerk-, Policy-, TPM- oder Betriebsschicht zugeordnet.
Schritt 5: Autorisierungsregeln formulieren
Zulässige Identität, Ressource, HTTP-Methode und erwartete Entscheidung werden als Testmatrix mit erlaubten und verbotenen Fällen festgelegt. Der resultierende Sollzustand wird mit einer Kontrollabfrage bestätigt und als Ausgangspunkt für den nächsten Arbeitsschritt festgehalten.
Schritt 6: Push-Sitzungen und Besitznachweis einordnen
Kurzlebige Sitzungsberechtigungen werden an einen kryptografischen Besitznachweis gebunden und klar von langfristigen Dienstzertifikaten getrennt. Konfiguration, erwartete Werte und tatsächliches Ergebnis werden versioniert dokumentiert; ein gezielter Negativtest prüft die Wirksamkeit.
Schritt 7: Zertifikate rotieren und widerrufen
Parallelphase, Umschaltung, Ablaufüberwachung, Schlüsselverlust und Kompromittierung werden mit getrennten Ersatz- und Sperrverfahren behandelt. Die Umsetzung erfolgt in einer Laborumgebung und wird anhand von Statusdaten, Dienstprotokollen und einem reproduzierbaren Prüffall abgenommen.
Schritt 8: TLS- und Autorisierungsfehler diagnostizieren
Uhrzeit, Namensauflösung, Zertifikatskette, Schlüsselzuordnung, Extended Key Usage, Zielname und Policy-Entscheidung werden in einem festen Diagnosebaum geprüft. Fehlerbilder werden nicht pauschal behoben, sondern der verursachenden Identitäts-, Netzwerk-, Policy-, TPM- oder Betriebsschicht zugeordnet.
Schritt 9: Hardening-Baseline freigeben
Vertrauensanker, Mindestparameter, Dateirechte, Rotationsintervalle, Überwachung und Notfallverfahren werden als prüfbare Sollvorgabe dokumentiert. Der resultierende Sollzustand wird mit einer Kontrollabfrage bestätigt und als Ausgangspunkt für den nächsten Arbeitsschritt festgehalten.
Praxisübungen
- Dienst- und Clientzertifikate mit getrennten Profilen planen.
- mTLS mit gültigen, abgelaufenen und nicht vertrauenswürdigen Zertifikaten testen.
- Autorisierungsmatrix für Agent, Betrieb und Administration aufbauen.
- Zertifikatsrotation mit Parallelphase und Rückfalloption simulieren.
Einordnung in den Lernpfad
Nach Architektur und Installation. Vor produktivem Betrieb, Push-Modell, REST-Automatisierung und Hardening sollte dieses Seminar abgeschlossen sein.
Fachbereichsleitung / Trainerleitung / Ansprechpersonen
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Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 2 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, 2. Tag: 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 1.198 zzgl. MwSt. Inhaus: € 3.400 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | Keylime-Administration, Plattform- und Security Engineering, PKI-Verantwortliche, DevSecOps und technische Revision. |
| Voraussetzungen: | Kenntnisse der Keylime-Komponenten sowie Grundlagen zu TLS, X.509-Zertifikaten, privaten Schlüsseln und Zertifizierungsstellen. |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmern |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja, selbstverständlich |
| Verpflegung: | Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch) |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055 |
Seminartermine
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