Seminar Keylime – Keylime-Policy für Runtime und Measured Boot

Seminar / Training

Überblick

Das Seminar behandelt reproduzierbare, signierte und versionierte Runtime- und Boot-Policies. Theorie, Konfiguration und technische Prüfung werden in einem durchgängigen Szenario verbunden, sodass aus einzelnen Funktionen ein nachvollziehbarer Betriebs- oder Sicherheitsprozess entsteht.

Zwei Tage sind erforderlich, da Grundlagen und Konfiguration zunächst belastbar aufgebaut und anschließend mit Vertiefung, negativen Prüffällen, Fehleranalyse und Betriebsübergabe abgesichert werden. Im Mittelpunkt stehen reproduzierbare Arbeitsschritte, positive und negative Testfälle sowie eine dokumentierte technische Abnahme.

Inhaltsübersicht

  1. Policy-Ziel und Geltungsbereich definieren
  2. Referenzsystem technisch abnehmen
  3. Runtime-Policy erzeugen
  4. Measured-Boot-Policy erzeugen
  5. Policy kryptografisch signieren
  6. Policy vor Enrollment validieren
  7. Policy dem Verifier zuordnen
  8. Abweichungen fachlich analysieren
  9. CI- und Releaseprozess integrieren
  10. Lebenszyklus und Rückfall verwalten

Lernziele

  • Reproduzierbare, signierte und versionierte runtime- und boot-policies fachlich einordnen und für ein konkretes Einsatzszenario planen.
  • Policy-Ziel und Geltungsbereich definieren.
  • Referenzsystem technisch abnehmen.
  • Runtime-Policy erzeugen.
  • Measured-Boot-Policy erzeugen.
  • Positive und negative Prüfergebnisse technisch bewerten, Fehler schichtweise lokalisieren und die Betriebs- oder Freigabeentscheidung dokumentieren.

Seminarinhalte Schritt für Schritt

Schritt 1: Policy-Ziel und Geltungsbereich definieren

Systemklassen, Betriebssystemstand, Hardwarevarianten und zu schützende Artefakte werden so beschrieben, dass eine gemeinsame Richtlinie fachlich begründet ist. Der resultierende Sollzustand wird mit einer Kontrollabfrage bestätigt und als Ausgangspunkt für den nächsten Arbeitsschritt festgehalten.

Schritt 2: Referenzsystem technisch abnehmen

Paketstand, Firmware, Secure-Boot-Zustand, IMA-Konfiguration und unerwünschte Änderungen werden vor der Datenerfassung geprüft. Konfiguration, erwartete Werte und tatsächliches Ergebnis werden versioniert dokumentiert; ein gezielter Negativtest prüft die Wirksamkeit.

Schritt 3: Runtime-Policy erzeugen

IMA-Messdaten, zulässige Hashes, Signaturschlüssel, Ausschlüsse und Metadaten werden reproduzierbar in eine strukturierte Richtlinie überführt. Die Umsetzung erfolgt in einer Laborumgebung und wird anhand von Statusdaten, Dienstprotokollen und einem reproduzierbaren Prüffall abgenommen.

Schritt 4: Measured-Boot-Policy erzeugen

UEFI-Ereignisprotokolle, erwartete Bootkomponenten und legitim variable Werte werden kontrolliert modelliert. Fehlerbilder werden nicht pauschal behoben, sondern der verursachenden Identitäts-, Netzwerk-, Policy-, TPM- oder Betriebsschicht zugeordnet.

Schritt 5: Policy kryptografisch signieren

Signaturschlüssel, Zertifikat, Algorithmus und sichere Schlüsselablage werden festgelegt; beschädigte oder falsch signierte Artefakte müssen scheitern. Der resultierende Sollzustand wird mit einer Kontrollabfrage bestätigt und als Ausgangspunkt für den nächsten Arbeitsschritt festgehalten.

Schritt 6: Policy vor Enrollment validieren

Schema, Signatur, Referenzabdeckung sowie positive und negative Testdaten werden geprüft, bevor eine Zuordnung erfolgt. Konfiguration, erwartete Werte und tatsächliches Ergebnis werden versioniert dokumentiert; ein gezielter Negativtest prüft die Wirksamkeit.

Schritt 7: Policy dem Verifier zuordnen

Version, Systemklasse, Aktivierungszeitpunkt und Rückfallstand werden für Agent oder Agentengruppe dokumentiert. Die Umsetzung erfolgt in einer Laborumgebung und wird anhand von Statusdaten, Dienstprotokollen und einem reproduzierbaren Prüffall abgenommen.

Schritt 8: Abweichungen fachlich analysieren

Veraltete Policy, fehlender Referenzeintrag, Signaturproblem, legitime Systemänderung und Manipulation werden getrennt behandelt. Fehlerbilder werden nicht pauschal behoben, sondern der verursachenden Identitäts-, Netzwerk-, Policy-, TPM- oder Betriebsschicht zugeordnet.

Schritt 9: CI- und Releaseprozess integrieren

Erzeugung, Schema- und Signaturprüfung, Testattestation und Freigabe werden zu einer automatisierten Policy-Pipeline verbunden. Der resultierende Sollzustand wird mit einer Kontrollabfrage bestätigt und als Ausgangspunkt für den nächsten Arbeitsschritt festgehalten.

Schritt 10: Lebenszyklus und Rückfall verwalten

Neue Paket- oder Firmwarestände erhalten neue Versionen, Pilotierung, Parallelbetrieb, Rückfall, Archivierung und kontrollierte Stilllegung. Konfiguration, erwartete Werte und tatsächliches Ergebnis werden versioniert dokumentiert; ein gezielter Negativtest prüft die Wirksamkeit.

Praxisübungen

  • Runtime-Policy aus kontrollierten IMA-Daten erzeugen.
  • Measured-Boot-Policy aus einem UEFI-Ereignisprotokoll ableiten.
  • Policy signieren, verifizieren und beschädigte Variante ablehnen.
  • Versionierten Rollout mit Pilotgruppe und Rückfallstand entwerfen.
  • CI-Prüfkette für Policy-Artefakte spezifizieren.

Einordnung in den Lernpfad

Nach IMA und Measured Boot. Vor großflächiger Richtlinienautomatisierung und produktivem Policy-Rollout einzuordnen.

Fachbereichsleitung / Trainerleitung / Ansprechpersonen

Seminardetails

   
Dauer: 2 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, 2. Tag: 09:00 Uhr
Preis: Öffentlich oder Live Stream: € 1.198 zzgl. MwSt.
Inhaus: € 3.400 zzgl. MwSt.
Teilnehmeranzahl: min. 2 - max. 8
Teilnehmer: Security Engineering, Linux-Härtung, Plattformbetrieb, Release Engineering und Verantwortliche für Integritätsrichtlinien.
Voraussetzungen: Kenntnisse zu Keylime-Architektur sowie Grundlagen von IMA, PCRs oder Measured Boot. Sicherer Umgang mit Linux und kryptografischen Schlüsseln.
Standorte: Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg
Methoden: Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System
Seminararten: Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht
Durchführungsgarantie: ja, ab 2 Teilnehmern
Sprache: Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich
Seminarunterlage: Dokumentation auf Datenträger oder als Download
Teilnahmezertifikat: ja, selbstverständlich
Verpflegung: Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch)
Support: 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten
Barrierefreier Zugang: an den meisten Standorten verfügbar
  Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055

Seminartermine

Die Ergebnissliste kann durch Anklicken der Überschrift neu sortiert werden.

Seminar Startdatum Enddatum Ort Dauer
Bregenz 2 Tage
Linz 2 Tage
Salzburg 2 Tage
Graz 2 Tage
Wien 2 Tage
Inhaus / Firmenseminar 2 Tage
Stream live 2 Tage
Innsbruck 2 Tage
Stream gespeichert 2 Tage
Klagenfurt 2 Tage
Innsbruck 2 Tage
Stream gespeichert 2 Tage
Klagenfurt 2 Tage
Bregenz 2 Tage
Linz 2 Tage
Salzburg 2 Tage
Graz 2 Tage
Wien 2 Tage
Inhaus / Firmenseminar 2 Tage
Stream live 2 Tage
Wien 2 Tage
Stream live 2 Tage
Inhaus / Firmenseminar 2 Tage
Stream gespeichert 2 Tage
Innsbruck 2 Tage
Klagenfurt 2 Tage
Bregenz 2 Tage
Linz 2 Tage
Salzburg 2 Tage
Graz 2 Tage
Salzburg 2 Tage
Graz 2 Tage
Wien 2 Tage
Inhaus / Firmenseminar 2 Tage
Stream live 2 Tage
Innsbruck 2 Tage
Stream gespeichert 2 Tage
Klagenfurt 2 Tage
Bregenz 2 Tage
Linz 2 Tage
Nach oben
Seminare als Stream SRI zertifiziert
© 2026 www.seminar-experts.at All rights reserved.  | Kontakt | Impressum | Nach oben