Seminar / Training
Planung und Umsetzung der Matter-Vertrauenskette sowie chargenfähige Bereitstellung von Gerätezertifikaten in der Fertigung.
Die Inhalte verbinden Architekturentscheidungen, nachvollziehbare Konfiguration und praktische Übungen. Jeder Arbeitsschritt wird zunächst an einer Referenzumgebung vorbereitet, anschließend kontrolliert ausgeführt und zuletzt mit einem Soll-Ist-Vergleich geprüft.
Inhaltsübersicht
- Hardware Root of Trust und Vertrauensanker
- Eindeutige Geräteidentitäten und Vertrauensbeziehungen
- Matter-Vertrauenskette mit PAA, PAI und DAC
- PKI-Architektur, Zertifizierungsstellen und Vertrauensketten
- Matter-Credential-Provisioning in der Fertigung
- Produktionsarchitektur und Vertrauenskette
- Qualitätssicherung und Rückverfolgbarkeit
- Matter-Betrieb, Nachweis und Störungsanalyse
Zielsetzung
Nach dem Seminar können PAA-, PAI- und DAC-Rollen eingeordnet, Produktfamilien vorbereitet, Credential-Chargen kontrolliert provisioniert und Fehler bis zur Gerätezuordnung diagnostiziert werden.
Zielgruppe
Matter-Produktteams, PKI-Verantwortliche, Produktionsingenieure, Embedded-Entwickler, Security Engineers und Qualitätsmanagement.
Voraussetzungen
Grundkenntnisse zu X.509-Zertifikaten, Matter-Geräteklassen und industriellen Fertigungsabläufen.
Seminarinhalte
1. Hardware Root of Trust und Vertrauensanker
Der Vertrauensanker bestimmt, wie sicher Identität, Schlüssel und kryptografische Operationen auf dem Gerät geschützt sind.
- Schritt 1: Angriffsmodell, physische Exposition und erforderliches Schutzniveau je Geräteklasse bestimmen.
- Schritt 2: Secure-Element-, integrierte und softwarebasierte Optionen nach Schlüsselschutz, Kosten und Integrationsaufwand vergleichen.
- Schritt 3: Schlüsselentstehung, Speicherung, Nutzung und Sperrung als geschlossene Vertrauenskette modellieren.
- Schritt 4: Fehlerfälle wie Austausch, Manipulation und Verlust des Vertrauensankers mit Wiederanlaufverfahren absichern.
2. Eindeutige Geräteidentitäten und Vertrauensbeziehungen
Eine eindeutige, nicht beliebig kopierbare Identität bildet den Ausgangspunkt für jede sichere Gerätekommunikation.
- Schritt 1: Identitätsarten für Gerät, Produkt, Mandant, Anwendung und Betreiber voneinander abgrenzen.
- Schritt 2: Eindeutigkeit, Herkunft und Bindung einer Geräteidentität an den Vertrauensanker überprüfen.
- Schritt 3: Identität mit Geräteprofil, Eigentümer, Betriebsstatus und zulässigen Diensten verknüpfen.
- Schritt 4: Duplikate, ungültige Zuordnungen und kompromittierte Identitäten erkennen und kontrolliert behandeln.
3. Matter-Vertrauenskette mit PAA, PAI und DAC
Die Matter-Zertifikatskette wird fachlich und technisch in die Produkt- und Fertigungsstruktur eingeordnet.
- Schritt 1: Produktfamilie, Herstellerkontext und benötigte Zertifikatsebenen bestimmen.
- Schritt 2: PAA-, PAI- und DAC-Rollen sowie ihre Schlüssel- und Freigabeverantwortung abgrenzen.
- Schritt 3: Zertifikatsprofile, Produktkennzeichen und zulässige Laufzeiten prüfen.
- Schritt 4: Vertrauenskette mit Testzertifikaten vollständig bis zur Geräteidentität validieren.
4. PKI-Architektur, Zertifizierungsstellen und Vertrauensketten
Die Public-Key-Infrastruktur wird an Geräteklassen, Betriebsdauer und organisatorische Zuständigkeiten angepasst.
- Schritt 1: Vertrauensdomänen, Root- und Zwischeninstanzen sowie zulässige Zertifikatsketten festlegen.
- Schritt 2: Zertifikatsprofile für Geräte, Dienste, Signatur und gegenseitige Authentisierung definieren.
- Schritt 3: Schlüsselaufbewahrung, Freigaben und Trennung kritischer Rollen in das Betriebsmodell integrieren.
- Schritt 4: Kettenprüfung, Laufzeiten und Fehlerfälle mit repräsentativen Testzertifikaten validieren.
5. Matter-Credential-Provisioning in der Fertigung
Gerätezertifikate werden chargenfähig erzeugt, sicher geliefert und eindeutig dem vorgesehenen Produkt zugeordnet.
- Schritt 1: Fertigungsauftrag, Produktfamilie, Zielmenge und erforderliche Zertifikatsdaten vorbereiten.
- Schritt 2: Credential-Anforderung freigeben und die sichere Bereitstellung für die Produktionsstation organisieren.
- Schritt 3: DAC und zugehörige Daten in das Gerät einbringen und die Zuordnung unmittelbar prüfen.
- Schritt 4: Nicht verwendete, fehlerhafte und nachzuarbeitende Credentials kontrolliert behandeln und bilanzieren.
6. Produktionsarchitektur und Vertrauenskette
Fertigungsschritte werden so gestaltet, dass Identitäten, Credentials und Produktdaten eindeutig und überprüfbar bleiben.
- Schritt 1: Stationen, Systeme, Bedienrollen, Netzwerkzonen und Übergabepunkte der Fertigung erfassen.
- Schritt 2: Je Station zulässige Daten, Schlüsseloperationen und Freigaben festlegen.
- Schritt 3: Geräteseriennummer, Hardwareidentität, Produktvariante und Provisionierungsergebnis eindeutig verknüpfen.
- Schritt 4: Fehler, Nacharbeit und Ausschuss behandeln, ohne Identitäten doppelt oder unkontrolliert weiterzuverwenden.
7. Qualitätssicherung und Rückverfolgbarkeit
Jedes produzierte Gerät erhält einen prüfbaren Nachweis über Identität, Konfiguration und Freigabestatus.
- Schritt 1: Pflichtprüfungen und Akzeptanzwerte für Hardware, Identität, Zertifikate und Verbindung festlegen.
- Schritt 2: Prüfergebnisse manipulationsgeschützt mit Gerät, Auftrag, Station und Zeitpunkt verknüpfen.
- Schritt 3: Abweichungen in Nacharbeit, Sperrung oder Ausschuss überführen und erneut kontrolliert prüfen.
- Schritt 4: Stichproben und Bestandsabgleich verwenden, um Serienfehler und Lücken frühzeitig zu erkennen.
8. Matter-Betrieb, Nachweis und Störungsanalyse
Nach der Fertigung müssen Zertifikatskette, Gerätezuordnung und Produktstatus dauerhaft nachvollziehbar bleiben.
- Schritt 1: Bestand, Zertifikatsserien, Produktvarianten und Freigabestatus regelmäßig abgleichen.
- Schritt 2: Fehlerhafte Ketten, falsche Produktzuordnung und doppelte Geräteidentitäten diagnostizieren.
- Schritt 3: Produktions- und Sicherheitsereignisse mit betroffenen Chargen und Geräten verknüpfen.
- Schritt 4: Korrekturmaßnahmen, Austausch und Sperrung mit reproduzierbaren Prüfprotokollen abschließen.
Praxisübungen
- PAA-, PAI- und DAC-Vertrauenskette für eine Produktfamilie modellieren.
- Zertifikatsprofil und Produktzuordnung anhand von Testdaten prüfen.
- Credential-Charge vorbereiten, freigeben und einem Fertigungsauftrag zuordnen.
- Gerätezertifikat provisionieren und die vollständige Kette validieren.
- Nicht verwendete, doppelte und fehlerhaft zugeordnete Credentials bilanzieren.
Fachbereichsleiter / Leiter der Trainer / Ihre Ansprechpartner
-

Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 2 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, 2. Tag: 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 1.198 zzgl. MwSt. Inhaus: € 3.400 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | Matter-Produktentwicklung, PKI, Produktion, Embedded, Security und Qualität |
| Voraussetzungen: | Grundwissen zu X.509, Matter und Fertigungsprozessen |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Vortrag, Demonstrationen, angeleitete Konfiguration, praktische Übungen am System, Fallstudien |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmern |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja, selbstverständlich |
| Verpflegung: | Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch) |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055 |
Seminartermine
Die Ergebnissliste kann durch Anklicken der Überschrift neu sortiert werden.
