Seminar KrakenD – Performance, Resilienz und Traffic Management

Inhaltsübersicht

  1. Seminarprofil
  2. Lernziele
  3. Zielgruppe
  4. Voraussetzungen
  5. Seminarinhalte
  6. Praxisübungen
  7. Technische Arbeitsumgebung

Seminarprofil

Das Seminar behandelt die Abstimmung von Durchsatz, Latenz und Schutzmechanismen in einer stateless Gateway-Architektur. Timeouts, Load Balancing, Service Discovery, Rate Limits, Spike Arrest, Circuit Breaker, parallele Aufrufe, Caching und horizontale Skalierung werden nicht isoliert, sondern als zusammenhängendes Kapazitätsmodell betrachtet.

Messungen unter Last bilden die Grundlage jeder Änderung. Enterprise-Funktionen wie Redis-gestützte globale Limits, Tarife und Quoten werden den stateless Mechanismen gegenübergestellt.

Lernziele

  • Leistungsziele und Backendkapazitäten in ein belastbares Verkehrsmodell überführen
  • Timeouts, Verbindungen, Load Balancing und Service Discovery abstimmen
  • Endpoint-, Proxy- und globale Rate Limits korrekt unterscheiden
  • Circuit Breaker, parallele Aufrufe und Cache passend einsetzen
  • horizontale Skalierung und Ressourcenbedarf aus Lasttests ableiten
  • Fehler- und Überlastverhalten mit messbaren Akzeptanzkriterien prüfen

Zielgruppe

Plattform-Engineering, DevOps, SRE, Performance Engineering, API-Architektur und technische Betriebsverantwortung.

Voraussetzungen

KrakenD-Grundkenntnisse, sichere HTTP-Kenntnisse und Erfahrung mit Containern. Grundlagen zu Lasttests und verteilten Systemen sind hilfreich.

Seminarinhalte

1. Leistungsmodell und Messplan

Optimierung beginnt mit realistischen Verkehrsprofilen, Backendgrenzen und klaren Messgrößen.

  1. Schritt 1: Raten, Parallelität, Payloadgrößen, Methoden und typische Clientwege erfassen.
  2. Schritt 2: Latenzbudget auf Gateway, Netzwerk und Backends verteilen.
  3. Schritt 3: Akzeptanzwerte für Perzentile, Fehlerquote, Durchsatz und Ressourcen festlegen.
  4. Schritt 4: Einen reproduzierbaren Lasttest mit Aufwärmphase und Kontrollmessung vorbereiten.

2. Timeouts, Verbindungen und Backendauswahl

Zeitgrenzen und Verbindungsverhalten bestimmen, wie schnell Fehler sichtbar und Ressourcen wieder frei werden.

  1. Schritt 1: Endpoint- und Backendtimeouts aus dem Latenzbudget ableiten.
  2. Schritt 2: Keep-Alive, Verbindungsgrenzen und Backendantwortzeiten gemeinsam beobachten.
  3. Schritt 3: Statische Hosts und DNS-basierte Service Discovery vergleichen.
  4. Schritt 4: Load-Balancing- und Ausfallszenarien mit mehreren Backendinstanzen testen.

3. Rate Limits und Spike Arrest

Limits schützen unterschiedliche Ressourcen und müssen deshalb an der richtigen Ebene greifen.

  1. Schritt 1: Endpointlimit für Clientverkehr und Backendlimit für Upstreamdruck getrennt konfigurieren.
  2. Schritt 2: Burst- und Spike-Verhalten mit kurzfristigen Lastspitzen prüfen.
  3. Schritt 3: Schlüsselung nach Client, Benutzer oder Tarif nur auf vertrauenswürdige Merkmale stützen.
  4. Schritt 4: Rückgabecodes, Retry-Verhalten der Clients und Monitoring der Ablehnungen festlegen.

4. Circuit Breaker und konkurrierende Aufrufe

Resilienzfunktionen verhindern Kaskaden, können bei falscher Einstellung aber zusätzliche Last erzeugen.

  1. Schritt 1: Fehlerdefinition, Intervall, Fehlerschwelle und Erholungszeit des Circuit Breakers bestimmen.
  2. Schritt 2: Zustandswechsel in Logs und Metriken sichtbar machen.
  3. Schritt 3: Parallele oder konkurrierende Backendaufrufe nur für geeignete, idempotente Fälle einsetzen.
  4. Schritt 4: Backendausfall, langsame Antwort und intermittierende Fehler getrennt simulieren.

5. Caching und Antwortgrößen

Caching entlastet Backends nur bei geeigneter Semantik und kontrollierter Schlüsselbildung.

  1. Schritt 1: Cachefähige GET-Antworten und notwendige Variationsmerkmale identifizieren.
  2. Schritt 2: TTL, Cache-Control und mögliche veraltete Daten fachlich abstimmen.
  3. Schritt 3: Große Payloads, Kompression und Transformation auf CPU- und Speicherwirkung prüfen.
  4. Schritt 4: Trefferquote, Backendentlastung und Fehlerverhalten bei Cachemiss messen.

6. Horizontale Skalierung und Kapazität

Stateless Instanzen skalieren linearer, solange externe Engpässe und zentrale Zustände berücksichtigt werden.

  1. Schritt 1: CPU-, Speicher-, Netzwerk- und Backendauslastung während des Lasttests korrelieren.
  2. Schritt 2: Replikazahl und Ressourcenrequests aus gemessener Kapazität ableiten.
  3. Schritt 3: Autoscaling gegen schnelle Spitzen und langsame Abkühlung testen.
  4. Schritt 4: Zentrale Redis-Funktionen als mögliche Abhängigkeit und Engpassquelle berücksichtigen.

7. Enterprise-Quoten und Gesamtabnahme

Globale und tarifabhängige Limits benötigen Konsistenz über alle Instanzen und ein definiertes Verhalten bei Storefehlern.

  1. Schritt 1: Redis-gestütztes globales Rate Limit konfigurieren und über mehrere Nodes prüfen.
  2. Schritt 2: Tarife, Quoten und kostenabhängige Gewichtungen in eindeutige Schlüssel abbilden.
  3. Schritt 3: Fail-open- und Fail-closed-Entscheidungen für den Quotenstore dokumentieren.
  4. Schritt 4: Gesamttest mit Normalverkehr, Lastspitze, Backendausfall und Redisstörung ausführen.

Praxisübungen

  • Erstellung eines realistischen Last- und Latenzbudgets
  • Abstimmung von Timeouts und Load Balancing über mehrere Backends
  • Vergleich von Endpoint- und Backend-Rate-Limits
  • Circuit-Breaker-Test mit langsamen und fehlerhaften Backends
  • Messung von Cachewirkung und horizontaler Skalierung
  • Globales Redis-Limit im Mehrinstanzbetrieb

Technische Arbeitsumgebung

Benötigt werden Docker, ein Lasttestwerkzeug, mehrere lokale Backendinstanzen, Redis für Enterprise-Übungen und eine Metrik- und Logauswertung.

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Öffentliche Schulung

Diese Seminarform ist auch als Präsenzseminar bekannt und bedeutet, dass Sie in unseren Räumlichkeiten von einem Trainer vor Ort geschult werden. Jeder Teilnehmer hat einen Arbeitsplatz mit virtueller Schulungsumgebung. Öffentliche Seminare werden in deutscher Sprache durchgeführt, die Unterlagen sind teilweise in Englisch.

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Inhausschulung

Diese Seminarform bietet sich für Unternehmen an, welche gleiche mehrere Teilnehmer gleichzeitig schulen möchten. Der Trainer kommt zu Ihnen ins Haus und unterrichtet in Ihren Räumlichkeiten. Diese Seminare können in Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich gebucht werden.

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Webinar

Diese Art der Schulung ist geeignet, wenn Sie die Präsenz eines Trainers nicht benötigen, nicht Reisen können und über das Internet an einer Schulung teilnehmen möchten.

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Seminardetails

   
Dauer: 2 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weiterer Tag 09:00 Uhr
Preis: Öffentlich und Webinar: € 1.198 zzgl. MwSt.
Inhaus: € 3.400 zzgl. MwSt.
Teilnehmeranzahl: min. 2 - max. 8
Teilnehmer: Plattform-, DevOps-, SRE- und Performance-Engineers sowie API-Architekten
Voraussetzungen: KrakenD-, HTTP- und Containerkenntnisse; Lasttestgrundlagen hilfreich
Standorte: Bregenz, Graz, Innsbruck, Klagenfurt, Linz, Salzburg, Wien
Methoden: Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System
Seminararten: Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht
Durchführungsgarantie: ja, ab 2 Teilnehmern
Sprache: Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich
Seminarunterlage: Dokumentation auf Datenträger oder als Download
Teilnahmezertifikat: ja, selbstverständlich
Verpflegung: Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch)
Support: 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten
Barrierefreier Zugang: an den meisten Standorten verfügbar
  Weitere Informationen unter + 43 (720) 022000

Seminartermine

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Seminar Startdatum Enddatum Ort Dauer
Klagenfurt 2 Tage
Bregenz 2 Tage
Linz 2 Tage
Salzburg 2 Tage
Graz 2 Tage
Wien 2 Tage
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