Seminar KrakenD – Protokollintegration mit gRPC, GraphQL und Messaging

Inhaltsübersicht

  1. Seminarprofil
  2. Lernziele
  3. Zielgruppe
  4. Voraussetzungen
  5. Seminarinhalte
  6. Praxisübungen
  7. Technische Arbeitsumgebung

Seminarprofil

Das Seminar behandelt KrakenD als Integrationsschicht zwischen REST-Clients und unterschiedlichen Backendprotokollen. GraphQL, gRPC, Kafka, NATS, RabbitMQ, Cloud-Messaging, asynchrone Agenten und serverlose Funktionen werden anhand ihrer Semantik, Fehlerbilder und Betriebsanforderungen integriert.

Der Schwerpunkt liegt nicht auf einer bloßen Protokollkonvertierung. Für jede Integration werden Vertrag, Authentifizierung, Zeitgrenzen, Datenform, Wiederholbarkeit, Observability und Rückfallverhalten ausdrücklich festgelegt.

Lernziele

  • Protokollübersetzung und transparentes Proxying fachlich unterscheiden
  • GraphQL-Backends hinter kontrollierten REST-Verträgen bereitstellen
  • gRPC-Clients und Enterprise-gRPC-Server passend konfigurieren
  • Kafka-, NATS-, RabbitMQ- und Cloud-Pub/Sub-Dienste über Endpoints anbinden
  • asynchrone Agenten und serverlose Funktionen sicher einordnen
  • Fehler, Delivery-Semantik und Telemetrie über Protokollgrenzen hinweg beherrschen

Zielgruppe

Integrationsentwicklung, API- und Plattform-Engineering, Event-Driven-Architecture, Backend-Entwicklung, DevOps und Solution-Architektur.

Voraussetzungen

Gute HTTP- und JSON-Kenntnisse sowie KrakenD-Grundlagen. Grundkenntnisse zu gRPC, GraphQL oder Messaging sind hilfreich.

Seminarinhalte

1. Integrationsarchitektur und Vertragsgrenzen

Vor der technischen Anbindung werden Clientvertrag, Backendsemantik und Fehlerübersetzung festgelegt.

  1. Schritt 1: Synchronen Request/Response-Verkehr von ereignisbasierter Verarbeitung unterscheiden.
  2. Schritt 2: Entscheiden, ob KrakenD transformiert oder als No-Op-Proxy arbeitet.
  3. Schritt 3: Authentifizierung, Timeouts, Idempotenz und Größenlimits pro Protokoll erfassen.
  4. Schritt 4: Einheitliche Fehler- und Observability-Anforderungen für alle Integrationen definieren.

2. GraphQL hinter REST-Endpunkten

GraphQL-Komplexität kann hinter einer stabilen, clientgerechten REST-API gekapselt werden.

  1. Schritt 1: Query und Variablen als kontrollierte Backendanfrage definieren.
  2. Schritt 2: Nur benötigte Felder abfragen und interne GraphQL-Strukturen verbergen.
  3. Schritt 3: Antworten filtern, aggregieren und mit weiteren Backends verbinden.
  4. Schritt 4: GraphQL-Fehler, Teilantworten, Rate Limits und Berechtigungstests prüfen.

3. gRPC-Client und gRPC-Server

gRPC-Integration benötigt eine konsistente Verwaltung der Protobuf-Verträge und eindeutige Statusübersetzung.

  1. Schritt 1: Proto-Dateien und Dienstmethoden versioniert bereitstellen.
  2. Schritt 2: Enterprise-gRPC-Client konfigurieren und REST-Ausgabe aus einer gRPC-Antwort erzeugen.
  3. Schritt 3: Optional einen gRPC-Server vor HTTP- oder gRPC-Backends einrichten.
  4. Schritt 4: Deadlines, Nachrichtengrößen, Metadaten, Reflection und Statuscodes testen.

4. Pub/Sub mit Kafka, NATS und RabbitMQ

REST-Aufrufe können Nachrichten veröffentlichen oder aus Abonnements lesen, benötigen aber klare Delivery-Erwartungen.

  1. Schritt 1: Publisher- und Subscriber-Fälle getrennt modellieren.
  2. Schritt 2: Treiber, Topic oder Subscription und Verbindungsdaten außerhalb der fachlichen Route konfigurieren.
  3. Schritt 3: Nachrichtenformat, Schlüssel, Header und Validierung festlegen.
  4. Schritt 4: Brokerausfall, Zeitüberschreitung, Duplikate und unerwartete Payloads testen.

5. Cloud-Messaging und erweiterte Kafka-Funktionen

Cloud-Dienste und Enterprise-Kafka erweitern die Konnektivität, erhöhen aber den Bedarf an Identity- und Netzwerkplanung.

  1. Schritt 1: SNS, SQS, Azure Service Bus oder GCP Pub/Sub nach dem vorhandenen Plattformstandard auswählen.
  2. Schritt 2: Serviceidentität, Region, TLS und Netzwerkzugriff kontrolliert bereitstellen.
  3. Schritt 3: Enterprise-Kafka-Verbindungsparameter und TLS für produktive Broker konfigurieren.
  4. Schritt 4: Metriken für Brokerverbindung, Publish, Consume, Fehler und Latenz definieren.

6. Asynchrone Agenten und serverlose Funktionen

Nicht jede Verarbeitung wird durch einen Clientrequest ausgelöst; Agenten können selbständig Ereignisse konsumieren.

  1. Schritt 1: Asynchronen Agenten mit Trigger, Zielbackend und Fehlerstrategie definieren.
  2. Schritt 2: Kafka- oder AMQP-Ereignisse ohne direkte Clientverbindung verarbeiten.
  3. Schritt 3: AWS-Lambda-Aufrufe mit Region, Identität, Payload und Retrygrenze konfigurieren.
  4. Schritt 4: Idempotenz, Dead Letter, Wiederanlauf und kontrollierte Abschaltung einplanen.

7. End-to-End-Integration und Betrieb

Zum Abschluss werden synchrone und asynchrone Pfade in einem gemeinsamen Betriebsmodell verbunden.

  1. Schritt 1: REST-Endpoint, gRPC-Backend und Messaging-Event in einer Beispielarchitektur kombinieren.
  2. Schritt 2: Korrelationskennungen über Protokollgrenzen weitergeben.
  3. Schritt 3: Metriken, Traces und Logs für jeden Übergang prüfen.
  4. Schritt 4: Last-, Ausfall-, Berechtigungs- und Wiederanlauftests als Freigabepaket ausführen.

Praxisübungen

  • REST-Fassade vor einem GraphQL-Backend mit Feldbegrenzung
  • gRPC-zu-REST-Integration mit Protobuf-Vertrag und Fehlerübersetzung
  • REST-Publisher und Subscriber für einen Messaging-Broker
  • Asynchroner Agent für ein Ereignis und nachgelagerten Backendaufruf
  • Aufruf einer serverlosen Funktion mit kontrollierter Identität
  • End-to-End-Telemetrie über synchrone und asynchrone Pfade

Technische Arbeitsumgebung

Benötigt werden Docker, ein API-Client, ein gRPC-Testwerkzeug, lokale GraphQL- und gRPC-Dienste sowie ein Kafka-, NATS- oder RabbitMQ-Testbroker. Enterprise-Funktionen werden in einer vorbereiteten Lizenzumgebung ausgeführt.

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Öffentliche Schulung

Diese Seminarform ist auch als Präsenzseminar bekannt und bedeutet, dass Sie in unseren Räumlichkeiten von einem Trainer vor Ort geschult werden. Jeder Teilnehmer hat einen Arbeitsplatz mit virtueller Schulungsumgebung. Öffentliche Seminare werden in deutscher Sprache durchgeführt, die Unterlagen sind teilweise in Englisch.

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Inhausschulung

Diese Seminarform bietet sich für Unternehmen an, welche gleiche mehrere Teilnehmer gleichzeitig schulen möchten. Der Trainer kommt zu Ihnen ins Haus und unterrichtet in Ihren Räumlichkeiten. Diese Seminare können in Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich gebucht werden.

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Webinar

Diese Art der Schulung ist geeignet, wenn Sie die Präsenz eines Trainers nicht benötigen, nicht Reisen können und über das Internet an einer Schulung teilnehmen möchten.

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Seminardetails

   
Dauer: 3 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr
Preis: Öffentlich und Webinar: € 1.797 zzgl. MwSt.
Inhaus: € 5.100 zzgl. MwSt.
Teilnehmeranzahl: min. 2 - max. 8
Teilnehmer: Integrations-, API-, Plattform- und Backend-Engineers, DevOps und Architekten
Voraussetzungen: Gute HTTP-, JSON- und KrakenD-Kenntnisse; Protokoll- oder Messaginggrundlagen hilfreich
Standorte: Bregenz, Graz, Innsbruck, Klagenfurt, Linz, Salzburg, Wien
Methoden: Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System
Seminararten: Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht
Durchführungsgarantie: ja, ab 2 Teilnehmern
Sprache: Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich
Seminarunterlage: Dokumentation auf Datenträger oder als Download
Teilnahmezertifikat: ja, selbstverständlich
Verpflegung: Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch)
Support: 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten
Barrierefreier Zugang: an den meisten Standorten verfügbar
  Weitere Informationen unter + 43 (720) 022000

Seminartermine

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