Das Seminar vermittelt den kontrollierten Einsatz des integrierten Intrusion-Prevention-Systems auf Basis von Snort. Regelwerke, Schutzprofile, Netzbereiche, Alarmierung, Sperrwirkung, Ausnahmen und Leistungsbedarf werden so abgestimmt, dass Angriffe erkannt und begrenzt werden, ohne den produktiven Verkehr unnötig zu beeinträchtigen.
Inhaltsverzeichnis
- Lernziele
- Zielgruppe
- Voraussetzungen
- Seminarinhalte
- Praxisübungen
Lernziele
- IDS- und IPS-Betrieb fachlich voneinander unterscheiden
- Schutzbereiche, Regelquellen und Richtlinien gezielt auswählen
- Snort zunächst beobachtend und anschließend blockierend einsetzen
- Alarme analysieren und Fehlalarme kontrolliert behandeln
- Leistung, Updates und Regelpflege dauerhaft organisieren
Zielgruppe
- Firewall- und Sicherheitsadministration
- Security Operations und Incident Response
- Netzwerkbetrieb mit erhöhtem Schutzbedarf
- Technische Verantwortliche für Angriffserkennung
Voraussetzungen
Gute Kenntnisse zu Firewall-Zonen, TCP/IP, Diensten und Protokollen. Für die Übungen ist ein isoliertes Testnetz erforderlich.
Seminarinhalte
Schritt 1: Schutzauftrag definieren
Zu schützende Netze, veröffentlichte Dienste, besonders kritische Systeme und zulässige Reaktionszeiten werden erfasst. Daraus ergibt sich, auf welchen Datenpfaden eine Analyse sinnvoll und technisch tragbar ist.
Schritt 2: IDS und IPS abgrenzen
Reine Erkennung wird von aktiver Sperrung unterschieden. Auswirkungen auf Verfügbarkeit, Fehleranalyse und Freigabeprozesse werden vor dem Aktivieren einer Blockierwirkung festgelegt.
Schritt 3: Regelwerk auswählen
Regelquellen, Kategorien und Schutzprofile werden nach tatsächlichem Risiko ausgewählt. Eine ungeprüfte Aktivierung aller Regeln wird vermieden, da sie Last und Fehlalarme unnötig erhöht.
Schritt 4: Heimnetze und externe Bereiche festlegen
Interne Adressbereiche und nicht vertrauenswürdige Gegenstellen werden korrekt definiert. Fehlerhafte Netzdefinitionen würden die Bewertung von Datenströmen verfälschen.
Schritt 5: Beobachtungsbetrieb starten
Snort wird zunächst alarmierend eingesetzt. Normaler Geschäftsverkehr und kontrollierte Testereignisse liefern eine Ausgangsbasis für Häufigkeit, Relevanz und mögliche Fehlklassifikationen.
Schritt 6: Alarme auswerten
Signatur, Quelle, Ziel, Dienst, Zeit, Richtung und betroffener Vermögenswert werden gemeinsam betrachtet. Einzelne Meldungen werden mit Firewall- und Systemprotokollen korreliert.
Schritt 7: Blockierwirkung aktivieren
Nur ausreichend bewertete Kategorien werden in den IPS-Modus überführt. Die Änderung erhält Wartungsfenster, Rückfallmöglichkeit und einen klaren Funktionstest.
Schritt 8: Ausnahmen eng begrenzen
Fehlalarme werden nicht durch globale Deaktivierung gelöst. Ausnahmen werden auf Signatur, Quelle, Ziel oder Dienst begrenzt und mit Begründung sowie Prüftermin dokumentiert.
Schritt 9: Leistung und Stabilität prüfen
CPU, Speicher, Durchsatz und Verzögerung werden unter realistischer Last beobachtet. Schutzumfang und Hardwareleistung werden aufeinander abgestimmt.
Schritt 10: Regelpflege organisieren
Aktualisierung, Änderungsbeobachtung, regelmäßige Alarmprüfung und Bereinigung veralteter Ausnahmen werden in einen wiederkehrenden Betriebsprozess überführt.
Praxisübungen
- Einrichtung eines beobachtenden Snort-Profils
- Erzeugen und Analysieren kontrollierter Testalarme
- Gezielte Aktivierung einer Sperrwirkung
- Dokumentierte Behandlung eines Fehlalarms mit enger Ausnahme
Fachbereichsleitung / Trainerteam / Ansprechpersonen
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Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de -

Paul Goldschmidt
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: paul.goldschmidt@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 1 Tag ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 599 zzgl. MwSt. Inhaus: € 1.700 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | Firewall- und Sicherheitsadministration; Security Operations und Incident Response; Netzwerkbetrieb mit erhöhtem Schutzbedarf; Technische Verantwortliche für Angriffserkennung |
| Voraussetzungen: | Gute Kenntnisse zu Firewall-Zonen, TCP/IP, Diensten und Protokollen. Für die Übungen ist ein isoliertes Testnetz erforderlich. |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmern |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja, selbstverständlich |
| Verpflegung: | Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch) |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055 |
Seminartermine
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