Eine Ontologie schafft eine stabile fachliche Sicht über relationale Strukturen. Für Ontop muss sie ausdrucksstark genug für die benötigte Semantik und zugleich für effiziente Abfragebeantwortung geeignet sein.
Inhaltsverzeichnis
- Kompetenzfragen und Modellgrenzen
- Klassen und Eigenschaften
- RDFS-Hierarchien
- OWL 2 QL für Ontop
- Abgleich mit Mappings
- Validierung und Governance
Lernziele
- Kompetenzfragen in ein klares Klassen- und Eigenschaftsmodell überführen.
- RDFS- und OWL-2-QL-Konstrukte passend zu Ontop einsetzen.
- Ontologie, Mapping und Datentypen konsistent aufeinander abstimmen.
- Inferenz- und Abfragefälle mit positiven und negativen Tests validieren.
Zielgruppe
Ontologie- und Datenmodellierung, Knowledge-Graph-Entwicklung, Ontop-Mapping-Teams, Datenarchitektur und Fachmodellierung.
Voraussetzungen
Grundkenntnisse zu RDF und SPARQL; SQL- und Mapping-Erfahrung ist für die Integrationsübungen hilfreich.
Kapitel 1: Kompetenzfragen und Modellgrenzen
Kapitel-Inhaltsverzeichnis: Fachfragen, Kernbegriffe, Scope, Benennung und Wiederverwendung.
- Schritt 1: Fachliche Fragen werden als prüfbare Kompetenzfragen formuliert.
- Schritt 2: Kernklassen und Beziehungen werden von technischen Quellstrukturen getrennt.
- Schritt 3: Modellgrenzen und nicht abgedeckte Sachverhalte werden ausdrücklich dokumentiert.
Kapitel 2: Klassen und Eigenschaften
Kapitel-Inhaltsverzeichnis: Taxonomien, Objekt- und Dateneigenschaften, Domänen, Wertebereiche und Datentypen.
- Schritt 1: Klassen werden nach stabilen fachlichen Kriterien und nicht nach Tabellen zugeschnitten.
- Schritt 2: Beziehungen und Attribute werden als Objekt- beziehungsweise Dateneigenschaften modelliert.
- Schritt 3: Domänen, Wertebereiche und Datentypen werden mit realen Mapping-Werten abgeglichen.
Kapitel 3: RDFS-Hierarchien
Kapitel-Inhaltsverzeichnis: Unterklassen, Untereigenschaften, Vererbung und Abfrageauswirkung.
- Schritt 1: Eine Klassenhierarchie wird aus fachlicher Spezialisierung und nicht aus bloßer Benennung entwickelt.
- Schritt 2: Untergeordnete Eigenschaften werden nur bei klarer semantischer Implikation eingesetzt.
- Schritt 3: Abfragen auf Oberklassen werden mit Daten aus Unterklassen getestet.
Kapitel 4: OWL 2 QL für Ontop
Kapitel-Inhaltsverzeichnis: Äquivalenzen, inverse Eigenschaften, Existenz und leichtgewichtige Schlussfolgerung.
- Schritt 1: Benötigte Schlussfolgerungen werden einzeln begründet und auf den unterstützten Profilumfang begrenzt.
- Schritt 2: Inverse oder äquivalente Beziehungen werden anhand konkreter Abfragen geprüft.
- Schritt 3: Existenzbasierte Modellierung wird auf unbeabsichtigte zusätzliche Resultate untersucht.
Kapitel 5: Abgleich mit Mappings
Kapitel-Inhaltsverzeichnis: Vokabular, IRI-Regeln, Datentypen, Kardinalität und Änderungswirkung.
- Schritt 1: Jede gemappte Klasse und Eigenschaft wird gegen die Ontologie validiert.
- Schritt 2: Literaltypen und Objektbeziehungen werden auf konsistente Zieltypen geprüft.
- Schritt 3: Ontologieänderungen werden mit einem Auswirkungsbericht für Mapping und Abfragen versehen.
Kapitel 6: Validierung und Governance
Kapitel-Inhaltsverzeichnis: Reasoning-Tests, Kompetenzfragen, Namensregeln, Versionierung und Freigabe.
- Schritt 1: Positive und negative Testdaten prüfen erwartete sowie unerwünschte Schlussfolgerungen.
- Schritt 2: Kompetenzfragen werden als automatisierbare SPARQL-Regressionstests umgesetzt.
- Schritt 3: Versionierung, Review, Änderungsantrag und Freigabe werden als Ontologie-Governance definiert.
Fachbereichsleitung und Trainingskoordination
-

Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 2 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 1.198 zzgl. MwSt. Inhaus: € 3.400 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | Ontologie- und Datenmodellierung, Knowledge-Graph- und Mapping-Teams |
| Voraussetzungen: | RDF- und SPARQL-Grundlagen; SQL und Mapping-Erfahrung hilfreich |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmern |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja, selbstverständlich |
| Verpflegung: | Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch) |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055 |
Seminartermine
Die Ergebnissliste kann durch Anklicken der Überschrift neu sortiert werden.
