APIs besitzen häufig keine klassische Navigationsoberfläche. Ihre Angriffsfläche entsteht aus Definitionen, Endpunkten, Parametern, Objektbeziehungen, Authentisierung und mehrstufigen Abläufen.
Das Seminar verbindet Definitionsimport, manuelle Request-Analyse und automatisierte Scans. Dadurch werden technische Schwachstellen ebenso berücksichtigt wie objektbezogene Zugriffsfehler und unzureichend abgesicherte Prozessketten.
Inhaltsübersicht
- Seminarziel und Arbeitsweise
- API-Landschaft und Testmodell erfassen
- Definitionen und Sammlungen importieren
- Authentifizierung und Tokenfluss einrichten
- Endpunkte und Parameter erkunden
- Aktive API-Scans abstimmen
- Autorisierung und Geschäftslogik manuell prüfen
- API-Scans automatisieren und berichten
- Praxisübungen und Arbeitsaufträge
- Zielgruppe, Voraussetzungen und Arbeitsumgebung
Seminarziel
Aufbau eines reproduzierbaren API-Testplans, der Definitionen, Authentifizierung, Exploration, aktive Scans, manuelle Prüfungen und automatisierte Ausführung zusammenführt.
Arbeitsweise
Vortrag, Demonstrationen und praktische Übungen werden in kurzen Arbeitszyklen verbunden. Jeder Themenblock beginnt mit einem klar abgegrenzten Testziel, führt über die Konfiguration und Durchführung zur fachlichen Prüfung und endet mit dokumentierten Kontrollpunkten. Belastende oder angreifende Funktionen werden ausschließlich in ausdrücklich freigegebenen Labor- und Zielumgebungen eingesetzt.
Schrittweise Seminarinhalte
1. API-Landschaft und Testmodell erfassen
Vor dem Import werden Protokolle, Versionen, Basispfade, Rollen und schreibende Operationen inventarisiert.
- REST-, SOAP- und GraphQL-Schnittstellen voneinander abgrenzen.
- Testdaten, Mandanten und Benutzerrollen festlegen.
- Kritische Operationen und irreversible Aktionen kennzeichnen.
- Sollverhalten für Statuscodes, Schemas und Berechtigungen definieren.
Kontrollpunkte: Jede API-Version besitzt einen eindeutigen Scope; destruktive Operationen sind abgesichert oder ausgeschlossen.
2. Definitionen und Sammlungen importieren
ZAP erzeugt aus OpenAPI, WSDL, GraphQL-Schema und Postman-Sammlung eine prüfbare Sites-Struktur.
- Definition auf Vollständigkeit und gültige Serverangaben prüfen.
- Importverfahren passend zum Format auswählen.
- Generierte Endpunkte, Methoden und Parameter kontrollieren.
- Fehlende oder dynamische Requests manuell ergänzen.
Kontrollpunkte: Importierte Pfade stimmen mit der Testumgebung überein; keine produktive Serveradresse wird versehentlich übernommen.
3. Authentifizierung und Tokenfluss einrichten
API-Tests benötigen stabile Tokens, Rollen und Erneuerungslogik. Statische Header genügen nur für einfache Fälle.
- Tokenquelle und Gültigkeitsdauer bestimmen.
- Header, Cookies oder Request-Bodies über Context, Replacer oder Skript setzen.
- Erkennung abgelaufener Anmeldung konfigurieren.
- Mehrere Benutzer für Autorisierungstests anlegen.
Kontrollpunkte: Tokenwechsel erfolgt ohne manuelle Sitzungstricks; Secrets erscheinen nicht in Berichten oder Protokollen.
4. Endpunkte und Parameter erkunden
Importierte Definitionen werden durch reale Requests, Fehlerfälle und Datenvarianten ergänzt.
- Pfad-, Query-, Header- und Body-Parameter klassifizieren.
- Optionale Felder, Grenzwerte und unterschiedliche Content-Types testen.
- GraphQL-Operationen und Variablen getrennt erfassen.
- Antwortschemas, Fehlermeldungen und Seiteneffekte vergleichen.
Kontrollpunkte: Testdaten decken gültige und ungültige Varianten ab; Objektkennungen verschiedener Benutzer sind verfügbar.
5. Aktive API-Scans abstimmen
Regelwahl und Eingabevektoren werden auf API-Protokolle und tatsächliche Technologien zugeschnitten.
- API-geeignete Scan Policy erstellen.
- Unpassende browserorientierte Regeln deaktivieren.
- Request-Rate und Parallelität an die Testumgebung anpassen.
- Serverfehler, unerwartete Content-Types und Scanbefunde gemeinsam bewerten.
Kontrollpunkte: Policy und Definition sind versioniert; Scan erzeugt keine unkontrollierten Datenbestände.
6. Autorisierung und Geschäftslogik manuell prüfen
Objektzugriffe, Mengenbegrenzungen und Prozessreihenfolgen benötigen gezielte Gegenproben.
- Objektkennungen zwischen Benutzern tauschen.
- Nicht dokumentierte Methoden und Parameterkombinationen testen.
- Reihenfolgeabhängige Operationen als Sequenz prüfen.
- Rate-Limits, Fehlerbehandlung und Wiederholungen beobachten.
Kontrollpunkte: Fachliche Auswirkung wird unabhängig vom Scanner bestätigt; Testfälle unterscheiden fehlende Authentisierung von fehlender Autorisierung.
7. API-Scans automatisieren und berichten
Docker-API-Scan oder Automation Framework führen die geprüfte Konfiguration wiederholbar aus.
- Definition und Konfiguration als Pipeline-Artefakte bereitstellen.
- Secrets zur Laufzeit injizieren.
- Warn-, Fehler- und Abbruchkriterien festlegen.
- HTML-, JSON- oder XML-Berichte ohne sensible Nutzdaten erzeugen.
Kontrollpunkte: Pipeline-Ergebnis ist anhand klarer Regeln deterministisch; Berichte enthalten reproduzierbare Endpunkt- und Parameternachweise.
Praxisübungen und Arbeitsaufträge
- Import und Kontrolle einer OpenAPI-Definition
- Konfiguration eines Tokenflusses für zwei Benutzerrollen
- Aktiver Scan mit API-spezifischer Policy
- GraphQL- und SOAP-Beispielprüfung mit manueller Gegenprobe
- Automatisierter API-Scan mit reproduzierbarem Ergebniscode
Zielgruppe
API-Entwickler, Penetration Tester, Application-Security-Teams, DevSecOps Engineers und technische Qualitätssicherung
Voraussetzungen
ZAP-Grundlagen, HTTP- und JSON-Kenntnisse sowie Zugriff auf eine freigegebene Test-API mit Beispieldaten
Arbeitsumgebung
Verwendet werden eine isolierte ZAP-Installation oder ein geeigneter Container, ein getrenntes Browserprofil, eine ausdrücklich freigegebene Laboranwendung, vorbereitete Testkonten und versionskontrollierbare Konfigurationsdateien. Produktive Ziele, persönliche Konten und nicht genehmigte Drittsysteme sind ausgeschlossen.
Fachbereichsleitung / Leitung des Trainerteams / Ansprechpersonen
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Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de -

Paul Goldschmidt
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: paul.goldschmidt@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 3 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 1.797 zzgl. MwSt. Inhaus: € 5.100 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | API-Entwickler, Penetration Tester, Application-Security-Teams, DevSecOps Engineers und technische Qualitätssicherung |
| Voraussetzungen: | ZAP-Grundlagen, HTTP- und JSON-Kenntnisse sowie Zugriff auf eine freigegebene Test-API mit Beispieldaten |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmern |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja, selbstverständlich |
| Verpflegung: | Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch) |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055 |
Seminartermine
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