ZAP verbindet Desktopanwendung, Java-Laufzeit, lokale Zertifizierungsstelle, Browser, Add-ons, Sitzungsdaten und optional Container. Störungen entstehen häufig an den Übergängen dieser Komponenten.
Die Schulung etabliert einen reproduzierbaren Betriebsstandard mit getrennten Profilen, kontrollierten Updates, klaren Datenpfaden und einer Diagnose, die Ursachen statt Symptome behandelt.
Inhaltsübersicht
- Seminarziel und Arbeitsweise
- Installations- und Laufzeitprofile standardisieren
- Add-ons und Funktionsumfang verwalten
- Sessions, Speicher und sensible Daten behandeln
- Updates kontrolliert durchführen
- Proxy-, Zertifikats- und Browserprobleme diagnostizieren
- Leistung, Logs und Störungsablauf
- Praxisübungen und Arbeitsaufträge
- Zielgruppe, Voraussetzungen und Arbeitsumgebung
Seminarziel
ZAP-Installationen sicher aktualisieren, reproduzierbar konfigurieren, überwachen und bei Proxy-, Browser-, Add-on-, Ressourcen- oder Sitzungsproblemen systematisch wiederherstellen.
Arbeitsweise
Vortrag, Demonstrationen und praktische Übungen werden in kurzen Arbeitszyklen verbunden. Jeder Themenblock beginnt mit einem klar abgegrenzten Testziel, führt über die Konfiguration und Durchführung zur fachlichen Prüfung und endet mit dokumentierten Kontrollpunkten. Belastende oder angreifende Funktionen werden ausschließlich in ausdrücklich freigegebenen Labor- und Zielumgebungen eingesetzt.
Schrittweise Seminarinhalte
1. Installations- und Laufzeitprofile standardisieren
Betriebsprofile unterscheiden Desktoparbeit, Headless-Scans, Entwicklung und CI. Jede Variante erhält definierte Java-, Speicher- und Datenpfade.
- Unterstützte Plattform und Java-Laufzeit prüfen.
- ZAP-Home, Sessions, Logs und temporäre Daten lokalisieren.
- Getrennte Profile für Produktion, Test und Entwicklung anlegen.
- Startparameter und Speichergrenzen dokumentieren.
Kontrollpunkte: Profilpfade sind eindeutig und gesichert; Startkonfiguration ist ohne persönliche Einstellungen reproduzierbar.
2. Add-ons und Funktionsumfang verwalten
Add-ons erweitern ZAP erheblich, erhöhen aber auch Abhängigkeiten und Änderungsbedarf.
- Installierte Add-ons und Status inventarisieren.
- Core-, Beta- und optionale Komponenten nach Freigabeklasse trennen.
- Updates zunächst in einem Testprofil prüfen.
- Nicht benötigte Add-ons entfernen und Abhängigkeiten kontrollieren.
Kontrollpunkte: Jedes Add-on besitzt Zweck und Verantwortlichkeit; Änderungen sind über Changelog oder Freigabe dokumentiert.
3. Sessions, Speicher und sensible Daten behandeln
Sitzungen können Requests, Responses, Tokens und Testdaten enthalten. Aufbewahrung und Löschung benötigen klare Regeln.
- Persistente und temporäre Sessions unterscheiden.
- Speicherbedarf und Datenbankwachstum beobachten.
- Export- und Berichtsdaten minimieren.
- Lösch-, Backup- und Wiederherstellungsabläufe testen.
Kontrollpunkte: Sensible Sitzungen liegen nur in freigegebenen Verzeichnissen; Backups besitzen definierte Aufbewahrung und Schutz.
4. Updates kontrolliert durchführen
Core-, Add-on- und Plattformupdates werden getrennt bewertet und mit Rückfallmöglichkeit eingeführt.
- Ist-Versionen und Abhängigkeiten erfassen.
- Releaseänderungen auf Authentifizierung, Browser und Scanregeln prüfen.
- Repräsentative Regressionstests im Testprofil ausführen.
- Rollback auf vorherige Kombination vorbereiten.
Kontrollpunkte: Updatefreigabe basiert auf dokumentierten Tests; Scan Policies und Automationspläne werden mitgeprüft.
5. Proxy-, Zertifikats- und Browserprobleme diagnostizieren
Viele Fehler erscheinen als ZAP-Problem, entstehen jedoch durch Proxyketten, Vertrauen, Browserprofile oder Zielnetzwerke.
- Verbindung ohne ZAP und anschließend über ZAP vergleichen.
- Listener, Upstream-Proxy, DNS und Firewall schrittweise prüfen.
- ZAP-CA und Zertifikatsvertrauen im richtigen Browserprofil kontrollieren.
- Client Spider und WebDriver getrennt von Proxyproblemen testen.
Kontrollpunkte: Jeder Diagnoseschritt verändert nur eine Variable; Zertifikatsfehler werden nicht dauerhaft durch unsichere Umgehungen gelöst.
6. Leistung, Logs und Störungsablauf
Lange Scans benötigen Messwerte zu Speicher, CPU, Queue, Request-Rate und Zielreaktion.
- Baseline für Ressourcen und typische Laufzeit erfassen.
- Logs nach Zeitpunkt, Komponente und Fehlerkette auswerten.
- Scanparallelität und Datenpersistenz bedarfsgerecht begrenzen.
- Standardpaket für Support und interne Eskalation definieren.
Kontrollpunkte: Diagnosepakete enthalten keine unnötigen Secrets; Abbruch und Wiederanlauf sind dokumentiert.
Praxisübungen und Arbeitsaufträge
- Aufbau eines reproduzierbaren ZAP-Betriebsprofils
- Inventur und kontrolliertes Update ausgewählter Add-ons
- Analyse einer fehlerhaften Proxy- und Zertifikatskette
- Diagnose eines ressourcenintensiven Scans
- Erstellung einer Betriebs-, Backup- und Störungscheckliste
Zielgruppe
Administratoren, Security-Tooling-Teams, DevSecOps Engineers, Application-Security-Verantwortliche und interne ZAP-Betreiber
Voraussetzungen
Grundkenntnisse in ZAP, Betriebssystemen, Java, Netzwerk- und Proxykonfiguration
Arbeitsumgebung
Verwendet werden eine isolierte ZAP-Installation oder ein geeigneter Container, ein getrenntes Browserprofil, eine ausdrücklich freigegebene Laboranwendung, vorbereitete Testkonten und versionskontrollierbare Konfigurationsdateien. Produktive Ziele, persönliche Konten und nicht genehmigte Drittsysteme sind ausgeschlossen.
Fachbereichsleitung / Leitung des Trainerteams / Ansprechpersonen
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Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 2 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 1.198 zzgl. MwSt. Inhaus: € 3.400 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | Administratoren, Security-Tooling-Teams, DevSecOps Engineers, Application-Security-Verantwortliche und interne ZAP-Betreiber |
| Voraussetzungen: | Grundkenntnisse in ZAP, Betriebssystemen, Java, Netzwerk- und Proxykonfiguration |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmern |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja, selbstverständlich |
| Verpflegung: | Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch) |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055 |
Seminartermine
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