Seminar Turbinia – Beweismittel, Evidence-Typen und Verarbeitungspipelines

Seminar / Training

Die Qualität einer Turbinia-Verarbeitung hängt wesentlich von der korrekten Modellierung und Übergabe der Evidence ab. Das Seminar behandelt Evidence-Typen, Metadaten, Pfade, Kopierbarkeit, Cloud-Bezug, Vor- und Nachverarbeitung sowie die Entstehung mehrstufiger forensischer Pipelines.

Inhaltsübersicht

  • Zielsetzung
  • Zielgruppe
  • Voraussetzungen
  • Seminarinhalte
  • Praxisübungen
  • Methodik

Zielsetzung

  • Evidence-Metadaten und eigentliche Beweisdaten sauber voneinander trennen
  • Lokale, kopierbare, nicht kopierbare und cloudgebundene Evidence korrekt behandeln
  • Pre- und Post-Processor für kontrollierte Verarbeitungspipelines einsetzen
  • Erzeugte Evidence nachvollziehbar an nachfolgende Jobs übergeben

Zielgruppe

DFIR-Analysten, technische Fallverantwortliche, Entwickler eigener Tasks und Evidence-Typen sowie Plattformteams mit Verantwortung für Beweismittelzugriff und Speicher.

Voraussetzungen

Turbinia-Grundlagen, sicherer Umgang mit Dateisystemen und Images sowie allgemeine Kenntnisse forensischer Beweismittelkette und Integritätsprüfung.

Seminarinhalte

  1. Schritt 1: Evidence als Datenmodell verstehen

    Typ, Name, Quelle, lokale Pfade, Attribute und Beziehungen werden von den eigentlichen Beweisdaten getrennt betrachtet.

  2. Schritt 2: Evidence-Typ passend auswählen

    Datenträgerabbilder, Cloud-Datenträger, Verzeichnisse, Plaso-Dateien, Textausgaben und weitere Typen werden nach Verarbeitungsziel zugeordnet.

  3. Schritt 3: Speicherzugriff planen

    Gemeinsame Ablage, lokaler Worker-Pfad, Objekt- oder Cloud-Speicher und temporäre Arbeitsverzeichnisse werden auf Erreichbarkeit und Berechtigung geprüft.

  4. Schritt 4: Kopierbarkeit und Lebensdauer festlegen

    Copyable-, nicht kopierbare und cloudgebundene Evidence werden hinsichtlich Transferkosten, Datenschutz, Laufzeit und Wiederverwendung bewertet.

  5. Schritt 5: Pre-Processor einsetzen

    Vorbereitungsschritte wie Bereitstellung, Abbildzugriff, Mounting oder Metadatenanreicherung werden vor der eigentlichen Task-Ausführung kontrolliert.

  6. Schritt 6: Task-Ausgabe als Evidence modellieren

    Ergebnisse werden nicht nur als Dateien, sondern mit Typ, Herkunft, Kontext und Weiterverarbeitungsfähigkeit beschrieben.

  7. Schritt 7: Post-Processor anwenden

    Aufräumen, Persistieren, Upload, Integritätsprüfung und Metadatenabschluss werden nach der Task-Ausführung nachvollziehbar durchgeführt.

  8. Schritt 8: Pipeline-Ketten entwerfen

    Erzeugte Evidence löst passende Folge-Jobs aus; Schleifen, Doppelverarbeitung und ungeplante Task-Explosion werden durch klare Regeln verhindert.

  9. Schritt 9: Integrität und Nachvollziehbarkeit sichern

    Hashwerte, Zeitstempel, Request- und Task-Bezug, Protokolle und Übergabepunkte werden in einem prüfbaren Nachweis zusammengeführt.

  10. Schritt 10: Fehler- und Sonderfälle behandeln

    Fehlende Pfade, nicht erreichbare Cloud-Ressourcen, unvollständige Images, volle Speicher und fehlerhafte Prozessoren werden mit definierten Reaktionen versehen.

Praxisübungen

  • Evidence-Metadaten für ein Datenträgerabbild vollständig modellieren
  • Eine zweistufige Pipeline aus Ausgangsevidence und erzeugter Timeline skizzieren
  • Kopier- und Speicherstrategie für einen hybriden Betrieb bewerten
  • Fehlerfälle in Pre- und Post-Processing anhand eines Entscheidungsbaums bearbeiten

Methodik

Datenmodelle, Ablaufdiagramme und praktische Pipeline-Übungen werden miteinander verbunden. Jede Übung endet mit einer Prüfung von Herkunft, Integrität, Speicherort und nächstem Verarbeitungsschritt.

Fachbereichsleiter / Leiter der Trainer / Ihre Ansprechpartner

Seminardetails

   
Dauer: 2 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr
Preis: Öffentlich oder Live Stream: € 1.198 zzgl. MwSt.
Inhaus: € 3.400 zzgl. MwSt.
Teilnehmeranzahl: min. 2 - max. 8
Teilnehmer: DFIR-Analysten, technische Fallverantwortliche, Task- und Evidence-Entwickler, Plattformteams
Voraussetzungen: Turbinia-Grundlagen, Dateisystem- und Imagekenntnisse, Verständnis forensischer Integrität
Standorte: Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg
Methoden: Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System
Seminararten: Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht
Durchführungsgarantie: ja, ab 2 Teilnehmern
Sprache: Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich
Seminarunterlage: Dokumentation auf Datenträger oder als Download
Teilnahmezertifikat: ja, selbstverständlich
Verpflegung: Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch)
Support: 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten
Barrierefreier Zugang: an den meisten Standorten verfügbar
  Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055

Seminartermine

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Seminar Startdatum Enddatum Ort Dauer
Klagenfurt 2 Tage
Bregenz 2 Tage
Linz 2 Tage
Salzburg 2 Tage
Graz 2 Tage
Wien 2 Tage
Stream live 2 Tage
Inhaus / Firmenseminar 2 Tage
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