Seminar Migration vom VC Data Model 1.1 auf 2.0

Der eintägige Migrationskurs konzentriert sich auf die Unterschiede, die in vorhandenen Datenmodellen, APIs, Signaturpipelines, Tests und Betriebsprozessen tatsächlich Änderungen auslösen. Ziel ist ein belastbarer Migrationsplan mit Parallelbetrieb, Kompatibilitätsregeln und klaren Abschaltkriterien.

Inhaltsverzeichnis

  • Einordnung
  • Zielgruppe
  • Voraussetzungen
  • Lernziele
  • Seminarinhalte
  • Bestandsaufnahme
  • Änderungen im Datenmodell
  • Proofs, Status und Präsentationen
  • Kompatibilitätsarchitektur
  • Test- und Einführungsplan
  • Praktische Übungen
  • Methodik
  • Einordnung im Seminarprogramm

Einordnung

Der Schwerpunkt liegt auf kontrollierte Umstellung bestehender Credential-Lösungen auf das VC Data Model 2.0. Die Inhalte werden von der fachlichen Anforderung über Datenmodell und Protokoll bis zu Validierung, Fehlerbehandlung und betrieblichen Kontrollen entwickelt.

Zielgruppe

Architektur, technische Produktverantwortung, Issuer-, Wallet- und Verifier-Entwicklung, Qualitätssicherung, Integration und Betrieb bestehender VC-1.1-Lösungen.

Voraussetzungen

Praktische Kenntnisse einer bestehenden VC-Data-Model-1.1-Implementierung. Beispiel-Credentials, Schnittstellenbeschreibungen und Testfälle aus dem eigenen System erhöhen den Nutzen.

Lernziele

  • relevante Modell- und Kontextänderungen identifizieren
  • alte und neue Zeit- sowie Metadatenfelder korrekt abbilden
  • Abhängigkeiten in Issuer, Wallet, Verifier und Statusdiensten erfassen
  • Parallelbetrieb und Versionsaushandlung entwerfen
  • Regressionstests und Interoperabilitätstests priorisieren
  • Datenmigration von Protokollmigration unterscheiden
  • einen umsetzbaren Einführungs- und Abschaltplan erstellen

Seminarinhalte

Modul 1: Bestandsaufnahme

  1. Schritt 1: Credential-Typen, Kontexte, Proof-Formate, Statusmechanismen und Präsentationsprotokolle werden inventarisiert.
  2. Schritt 2: Produzenten und Konsumenten jedes Formats werden in einer Abhängigkeitsmatrix erfasst.
  3. Schritt 3: Eigenentwicklungen, Bibliotheken und externe Komponenten werden nach ihrer 2.0-Fähigkeit bewertet.

Modul 2: Änderungen im Datenmodell

  1. Schritt 1: Basiskontext und Typangaben werden auf die 2.0-Struktur umgestellt.
  2. Schritt 2: Zeitangaben werden auf validFrom und validUntil abgebildet und ihre bisherige fachliche Bedeutung geprüft.
  3. Schritt 3: Eigene Erweiterungsbegriffe werden auf Kollisionen, Datentypen und Kontextschutz untersucht.
  4. Schritt 4: Nicht mehr gewünschte Altlasten werden nicht blind übernommen, sondern ausdrücklich entfernt oder ersetzt.

Modul 3: Proofs, Status und Präsentationen

  1. Schritt 1: Bestehende Signatur- und Proof-Mechanismen werden auf kompatible Data-Integrity- oder andere Sicherungsverfahren abgebildet.
  2. Schritt 2: Statusmechanismen werden hinsichtlich Datenmodell, Datenschutz und Verifier-Verhalten neu bewertet.
  3. Schritt 3: Präsentationsflüsse werden auf Challenge, Domain, Holder Binding und Versionsangaben geprüft.
  4. Schritt 4: Gemischte Fälle mit 1.1- und 2.0-Credentials erhalten explizite Akzeptanzregeln.

Modul 4: Kompatibilitätsarchitektur

  1. Schritt 1: Es wird entschieden, ob Übersetzung, Doppel-Ausgabe oder getrennte Endpunkte eingesetzt werden.
  2. Schritt 2: Versionsaushandlung und Fehlermeldungen werden so gestaltet, dass keine stille Fehlinterpretation entsteht.
  3. Schritt 3: Canonical Data Model und Adaptergrenzen verhindern, dass beide Versionen die Fachlogik dauerhaft verdoppeln.
  4. Schritt 4: Telemetrie misst die tatsächliche Nutzung alter und neuer Formate ohne Credential-Inhalte zu protokollieren.

Modul 5: Test- und Einführungsplan

  1. Schritt 1: Goldene Testfälle und Negativtests werden für jede betroffene Credential-Klasse erstellt.
  2. Schritt 2: Issuer, Wallet, Verifier und Statusdienste werden in einer Kompatibilitätsmatrix kombiniert.
  3. Schritt 3: Pilot, gestufte Aktivierung, Rückfalloption und Supportfenster werden geplant.
  4. Schritt 4: Abschaltkriterien für 1.1 werden messbar festgelegt und organisatorisch freigegeben.

Praktische Übungen

  • Erstellung einer Migrations- und Abhängigkeitsmatrix
  • Überführung eines Beispiel-Credentials in ein 2.0-konformes Modell
  • Entwurf eines Parallelbetriebs mit Versionsaushandlung
  • Priorisierung eines Regressionstestkatalogs

Methodik

Fachliche Einordnung, strukturierte Demonstrationen, gemeinsame Modellierung, angeleitete Implementierungs- und Prüfaufgaben, Negativtests sowie Auswertung typischer Fehlersituationen. Die Übungen verwenden synthetische Beispieldaten und werden schrittweise von einem kontrollierten Normalfall zu Manipulations-, Grenz- und Ausfallszenarien erweitert.

Einordnung im Seminarprogramm

Für Teams mit vorhandener 1.1-Lösung. Bei fehlender VC-Erfahrung ist zunächst der Grundlagenkurs zum VC Data Model 2.0 geeigneter.

Fachbereichsleitung und Seminarorganisation

Seminardetails

   
Dauer: 1 Tag ca. 6 h, Beginn: 10:00 Uhr
Preis: Öffentlich oder Live Stream: € 599 zzgl. MwSt.
Inhaus: € 1.700 zzgl. MwSt.
Teilnehmeranzahl: min. 2 - max. 8
Teilnehmer: Architektur, technische Produktverantwortung, Issuer-, Wallet- und Verifier-Entwicklung, Qualitätssicherung, Integration und Betrieb bestehender VC-1.1-Lösungen.
Voraussetzungen: Praktische Kenntnisse einer bestehenden VC-Data-Model-1.1-Implementierung. Beispiel-Credentials, Schnittstellenbeschreibungen und Testfälle aus dem eigenen System erhöhen den Nutzen.
Standorte: Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg
Methoden: Fachvortrag, Demonstrationen, strukturierte Schritt-für-Schritt-Übungen, praktische Prüf- und Implementierungsaufgaben
Seminararten: Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht
Durchführungsgarantie: ja, ab 2 Teilnehmern
Sprache: Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich
Seminarunterlage: Dokumentation auf Datenträger oder als Download
Teilnahmezertifikat: ja, selbstverständlich
Verpflegung: Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch)
Support: 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten
Barrierefreier Zugang: an den meisten Standorten verfügbar
  Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055

Seminartermine

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Seminar Startdatum Enddatum Ort Dauer
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