Seminar / Training
BBS-Signaturen ermöglichen, aus signierten Attributsätzen abgeleitete Präsentationen mit selektiver Offenlegung und kryptografischem Besitznachweis zu erzeugen.
Die Schulung legt besonderen Wert auf korrekte Datenbindung, Unverknüpfbarkeit, Nonce-Verwendung und die Grenzen dessen, was ein BBS-Nachweis tatsächlich beweist.
Inhaltsübersicht
- Zielsetzung
- Zielgruppe und Voraussetzungen
- Format und Schwerpunkte
- Seminarinhalte
- Praxisübungen
- Arbeitsunterlagen
Zielsetzung
Das Seminar behandelt BBS-basierte Credentials und daraus abgeleitete Nachweise für selektive Offenlegung und Unverknüpfbarkeit. Es verbindet mathematische Grundideen, Datenmodell, Canonicalization, Schlüssel- und Nonce-Verwendung, Verifikation, Angriffsszenarien und prototypische Integration.
Zielgruppe und Voraussetzungen
Zielgruppe: Kryptografie-nahe Entwicklung, Identity- und Wallet-Engineering, Security Engineering, technische Architektur, Forschung und fortgeschrittene Integrationsentwicklung.
Voraussetzungen: Sichere Programmierkenntnisse, Verständnis digitaler Signaturen, Hashfunktionen und Public-Key-Kryptografie. Grundkenntnisse zu Verifiable Credentials und JSON-LD sind hilfreich.
Format und Schwerpunkte
Drei Tage sind notwendig, weil mathematische Grundlagen, Datenaufbereitung, Proof-Ableitung, Verifikation, Sicherheitsanalyse und eine durchgängige Implementierungsübung aufeinander aufbauen. Ein kürzeres Format würde die entscheidenden Integrations- und Fehlerbilder nur oberflächlich behandeln.
Seminarinhalte
Modul 1: Kryptografisches Modell verstehen
- Schritt 1: Signierte Nachrichtenvektoren, öffentliche und verborgene Attribute sowie Proof of Knowledge unterscheiden.
- Schritt 2: Grundidee von Paarungen, Gruppen und Sicherheitsannahmen auf Implementierungsniveau einordnen.
- Schritt 3: Trennen, was Signaturgültigkeit, Attributbesitz, selektive Offenlegung und Unverknüpfbarkeit jeweils aussagen.
Modul 2: Credential-Datenmodell vorbereiten
- Schritt 1: Claims in einen stabilen, eindeutig geordneten Nachrichtenvektor überführen.
- Schritt 2: Datentypen, Kontexte, Canonicalization und Schemaabhängigkeiten festlegen.
- Schritt 3: Altersrelevante Attribute so modellieren, dass keine unnötigen Identifikatoren in jede Präsentation gelangen.
Modul 3: BBS-Credential ausstellen
- Schritt 1: Issuer-Schlüssel erzeugen, schützen und mit nachvollziehbaren Parametern veröffentlichen.
- Schritt 2: Credential-Attribute serialisieren, signieren und mit Gültigkeits- sowie Kontextinformationen versehen.
- Schritt 3: Ausgabeprotokoll gegen Attributvertauschung, Schemawechsel und fehlerhafte Schlüsselzuordnung absichern.
Modul 4: Selektive Offenlegung ableiten
- Schritt 1: Offenzulegende und verborgene Nachrichten anhand einer Verifier-Anforderung auswählen.
- Schritt 2: Nonce beziehungsweise Challenge und Domänenbindung in die Proof-Ableitung einbeziehen.
- Schritt 3: Abgeleiteten Nachweis erzeugen, ohne die ursprüngliche Signatur oder verborgene Attribute offenzulegen.
Modul 5: Nachweis verifizieren
- Schritt 1: Issuer-Schlüssel, Schema, Challenge, Domäne, Gültigkeit und offengelegte Aussagen prüfen.
- Schritt 2: Fehlerfälle wie geänderte Reihenfolge, falscher Datentyp, wiederverwendete Challenge oder unbekannter Schlüssel testen.
- Schritt 3: Verifikationsentscheidung von der fachlichen Altersentscheidung und Zugriffsfreigabe trennen.
Modul 6: Unverknüpfbarkeit bewerten
- Schritt 1: Kryptografische Unverknüpfbarkeit von Korrelation über Netzwerk, Browser, Wallet und Geschäftsprozess unterscheiden.
- Schritt 2: Stabile Claims, seltene Merkmalskombinationen und wiederverwendete Metadaten als Linkability-Risiko identifizieren.
- Schritt 3: Pairwise-Kontexte, minimale Offenlegung und getrennte Telemetrie als Gegenmaßnahmen umsetzen.
Modul 7: Age-Proof-Varianten entwerfen
- Schritt 1: Direkte Offenlegung eines Geburtsdatums, Offenlegung eines vorberechneten Schwellenattributs und Prädikatsnachweis vergleichen.
- Schritt 2: Aktualität, erneute Ausgabe und Änderung der Altersschwelle im Credential-Lebenszyklus berücksichtigen.
- Schritt 3: Geeignete Variante anhand von Datenschutz, Verifier-Flexibilität, Wallet-Komplexität und Offline-Fähigkeit auswählen.
Modul 8: Sicherheits- und Interoperabilitätstests durchführen
- Schritt 1: Testvektoren für gültige, manipulierte, abgelaufene und falsch gebundene Nachweise erstellen.
- Schritt 2: Bibliotheks- und Formatunterschiede durch deterministische Fixtures und Cross-Verification sichtbar machen.
- Schritt 3: Fehlermeldungen, Timing, Ressourcenverbrauch und Denial-of-Service-Schutz bewerten.
Praxisübungen
- Übung 1: BBS-Credential mit mehreren Attributen ausstellen.
- Übung 2: Zwei unterschiedliche selektive Präsentationen aus demselben Credential ableiten.
- Übung 3: Verifier mit Challenge-, Domänen- und Schlüsselprüfung implementieren.
- Übung 4: Linkability-Analyse für Browser-, Wallet- und Backend-Metadaten durchführen.
- Übung 5: Interoperabilität mit Testvektoren und Negativfällen prüfen.
Arbeitsunterlagen
- Datenmodell-Checkliste für BBS-Credentials
- Proof-Ableitungs- und Verifikationsablauf
- Testfallkatalog für selektive Offenlegung
- Linkability-Analyse
- Sicherheitscheckliste für Bibliotheksintegration
Fachbereichsleitung / Seminarorganisation
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Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de -

Paul Goldschmidt
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: paul.goldschmidt@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 3 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage: 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 1.797 zzgl. MwSt. Inhaus: € 5.100 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | Kryptografie-nahe Entwicklung, Identity- und Wallet-Engineering, Security Engineering, technische Architektur, Forschung und fortgeschrittene Integrationsentwicklung. |
| Voraussetzungen: | Sichere Programmierkenntnisse, Verständnis digitaler Signaturen, Hashfunktionen und Public-Key-Kryptografie. Grundkenntnisse zu Verifiable Credentials und JSON-LD sind hilfreich. |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Vortrag, Demonstrationen, Fallstudien und praktische Übungen am System |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhouse, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmern |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja, selbstverständlich |
| Verpflegung: | Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch) |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055 |
Seminartermine
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