Seminar / Training
Der Workshop entwickelt keine bloße Demonstration, sondern einen nachvollziehbaren vertikalen Schnitt aus Ausgabe, Speicherung, Präsentation, Verifikation, Fehlerbehandlung und Betrieb.
Kryptografische Bibliotheken werden als sicherheitskritische Bausteine behandelt: Protokollbindung, Datenmodell und Integrationslogik werden systematisch getestet.
Inhaltsübersicht
- Zielsetzung
- Zielgruppe und Voraussetzungen
- Format und Schwerpunkte
- Seminarinhalte
- Praxisübungen
- Arbeitsunterlagen
Zielsetzung
Der Workshop führt ein Zero-Knowledge-Age-Proof-System von der fachlichen Anforderung bis zum getesteten Prototyp. Enthalten sind Credential- und Prädikatsmodell, Issuer, Wallet beziehungsweise Holder, Verifier, Challenge und Domänenbindung, Status, APIs, Testvektoren, Sicherheitsanalyse, Monitoring und Übergabe in den Betrieb.
Zielgruppe und Voraussetzungen
Zielgruppe: Softwareentwicklung, Security Engineering, Wallet- und Identity-Teams, technische Architektur, DevOps, Testautomation und leitende Integrationsentwicklung.
Voraussetzungen: Sichere Programmierkenntnisse, Erfahrung mit APIs, Public-Key-Kryptografie und automatisierten Tests. Grundkenntnisse von Verifiable Credentials oder anonymen Credentials werden vorausgesetzt.
Format und Schwerpunkte
Vier Tage sind erforderlich, weil der Workshop einen zusammenhängenden Prototyp mit Issuer, Holder, Verifier, Testautomation und Sicherheitsprüfung erstellt. Drei Tage reichen für Einzelbausteine, nicht für Integration, Negativtests und Betriebsübergabe.
Seminarinhalte
Modul 1: Fachliche Anforderungen und Sicherheitsziele festlegen
- Schritt 1: Altersschwelle, Anwendungsfall, Nachweisstärke, Offline-Anteil und Fehlentscheidungsfolgen definieren.
- Schritt 2: Datenschutz- und Sicherheitsziele als überprüfbare Anforderungen formulieren.
- Schritt 3: Nichtziele, Vertrauensannahmen und zulässige Abhängigkeiten dokumentieren.
Modul 2: Credential- und Prädikatsmodell entwerfen
- Schritt 1: Attributquelle, Datentypen, Gültigkeit, Kontext und Aktualisierung festlegen.
- Schritt 2: Geburtsdatum, vorberechnete Schwelle und Range-Proof-Ansatz vergleichen.
- Schritt 3: Schema und Serialisierung so definieren, dass Attributvertauschung und Interpretationsfehler ausgeschlossen werden.
Modul 3: Issuer-Komponente implementieren
- Schritt 1: Schlüsselbereitstellung, Metadaten, Berechtigungsprüfung und Credential-Ausgabe aufbauen.
- Schritt 2: Eingabedaten validieren und Signatur beziehungsweise Commitment korrekt an das Schema binden.
- Schritt 3: Fehlercodes, Auditprotokoll und sichere Neuausgabe implementieren.
Modul 4: Holder- oder Wallet-Logik implementieren
- Schritt 1: Credential sicher speichern und für eine Anforderung geeignete Nachweise auswählen.
- Schritt 2: Challenge, Domäne, Schwelle und Offenlegungsumfang vor Proof-Erzeugung prüfen.
- Schritt 3: Nutzerentscheidung, Abbruch, Wiederholung und lokale Löschung als kontrollierte Zustände umsetzen.
Modul 5: Zero-Knowledge-Nachweis erzeugen
- Schritt 1: Öffentliche Eingaben, geheime Witness-Werte und Kontextbindung eindeutig definieren.
- Schritt 2: Proof mit frischer Challenge und korrekter Altersschwelle erzeugen.
- Schritt 3: Fehlerhafte, veraltete oder nicht passende Credentials vor der Proof-Erzeugung ablehnen.
Modul 6: Verifier und Fachentscheidung implementieren
- Schritt 1: Request erzeugen und Challenge serverseitig kurzlebig sowie einmalig verwalten.
- Schritt 2: Proof, Schlüssel, Parameter, Domäne, Ablauf, Status und fachliche Schwelle prüfen.
- Schritt 3: Verifikationsergebnis in ein minimales, zeitlich begrenztes Autorisierungstoken für die Fachanwendung überführen.
Modul 7: API- und Sitzungsintegration absichern
- Schritt 1: Endpunkte, Zustandsmaschine, Redirects, App-Links oder QR-Flows konsistent modellieren.
- Schritt 2: CSRF, Session Fixation, Open Redirect, Replay, Relay und parallele Sitzungen behandeln.
- Schritt 3: Keine unnötigen Credential- oder Proof-Daten in Browser-Speicher, URLs, Logs oder Analytik übertragen.
Modul 8: Status, Widerruf und Schlüsselwechsel integrieren
- Schritt 1: Gültigkeits- und Statusmodell mit Datenschutzwirkung auswählen.
- Schritt 2: Cache-, Offline- und Störungsregeln implementieren, ohne Sicherheitsgrenzen stillschweigend abzusenken.
- Schritt 3: Schlüsselrotation und kompromittierte Schlüssel mit nachvollziehbarer Übergangsphase testen.
Modul 9: Testautomation und Negativtests aufbauen
- Schritt 1: Deterministische Testfixtures und bekannte gültige Proofs für Regressionen erstellen.
- Schritt 2: Manipulationen an Schwelle, Challenge, Domäne, Schlüssel, Attribut und Ablauf systematisch testen.
- Schritt 3: Fuzzing, Lasttests und Ressourcenlimits für parser- und kryptografienahe Komponenten ergänzen.
Modul 10: Datenschutz- und Linkability-Test durchführen
- Schritt 1: Netzwerk- und Applikationstelemetrie auf stabile Identifikatoren und wiederkehrende Muster untersuchen.
- Schritt 2: Prüfen, ob zwei Präsentationen ohne fachliche Notwendigkeit miteinander verknüpft werden können.
- Schritt 3: Logs, Traces, Metriken und Supportdaten auf minimale Felder und definierte Löschung begrenzen.
Modul 11: Deployment und Betriebsübergabe vorbereiten
- Schritt 1: Secrets, Schlüssel, Konfiguration, Health Checks und Monitoring in die Zielumgebung integrieren.
- Schritt 2: Runbooks für Störung, Schlüsselkompromittierung, Fehlerrate und Anbieterwechsel erstellen.
- Schritt 3: Abnahmeergebnisse, Restrisiken, offene Punkte und Verantwortlichkeiten dokumentieren.
Praxisübungen
- Übung 1: Durchgängigen Issuer-Holder-Verifier-Prototyp erstellen.
- Übung 2: Zero-Knowledge-Prädikat mit Challenge- und Domänenbindung integrieren.
- Übung 3: Positiv-, Manipulations-, Replay-, Ablauf- und Statusfälle automatisieren.
- Übung 4: Linkability- und Log-Review am laufenden Prototyp durchführen.
- Übung 5: Betriebs- und Sicherheitsübergabe als Review präsentieren.
Arbeitsunterlagen
- Referenzarchitektur für den Workshop
- Credential- und Proof-Schema
- API- und Zustandsmaschinenvorlage
- Negativtest- und Security-Testkatalog
- Linkability-Prüfliste
- Deployment- und Runbook-Vorlage
Fachbereichsleitung / Seminarorganisation
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Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de -

Paul Goldschmidt
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: paul.goldschmidt@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 4 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage: 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 2.396 zzgl. MwSt. Inhaus: € 6.800 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | Softwareentwicklung, Security Engineering, Wallet- und Identity-Teams, technische Architektur, DevOps, Testautomation und leitende Integrationsentwicklung. |
| Voraussetzungen: | Sichere Programmierkenntnisse, Erfahrung mit APIs, Public-Key-Kryptografie und automatisierten Tests. Grundkenntnisse von Verifiable Credentials oder anonymen Credentials werden vorausgesetzt. |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Vortrag, Demonstrationen, Fallstudien und praktische Übungen am System |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhouse, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmern |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja, selbstverständlich |
| Verpflegung: | Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch) |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055 |
Seminartermine
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