Das Seminar behandelt DFIR-ORC als produktionsnahen Lastverursacher, dessen Wirkung vor dem großflächigen Einsatz gemessen und begrenzt werden muss. Ziel ist kein pauschales Tuning, sondern ein nachvollziehbarer Kompromiss zwischen Erfassungsqualität, Zeitdruck und Systemstabilität.
Seminarziel
Ziel ist ein messbares Ressourcen- und Freigabemodell für unterschiedliche Sammelprofile und Zielklassen. Grenzwerte, Testmethoden, Abbruchregeln und Wiederanläufe werden so definiert, dass der Betrieb kalkulierbar und dokumentierbar bleibt.
Inhaltsverzeichnis
- Messmodell und Baseline
- Befehlsreihenfolge und Parallelität
- Priorität, Timeouts und Abbruchregeln
- Datenträger, temporäre Pfade und freier Speicher
- Filter, Limits und Datenreduktion
- Komprimierung, Verschlüsselung und Uploadlast
- Freigabematrix und laufende Kontrolle
Seminarinhalte
1. Messmodell und Baseline
Vorher-Nachher-Messungen für CPU, Speicher, Datenträger, Netzwerk, Laufzeit und Ausgabemenge schaffen eine objektive Vergleichsbasis.
- Schritt 1: Repräsentative Systemklassen und Leerlaufbaseline auswählen.
- Schritt 2: Messpunkte, Intervalle und zulässige Schwankungen definieren.
- Schritt 3: Sammellauf wiederholt durchführen und Messwerte vergleichbar protokollieren.
2. Befehlsreihenfolge und Parallelität
Abhängige und ressourcenintensive Befehle werden so angeordnet, dass Engpässe und gegenseitige Störungen vermieden werden.
- Schritt 1: Befehle nach CPU-, I/O-, Speicher- und Datenprofil klassifizieren.
- Schritt 2: Parallele und serielle Gruppen mit maximaler Gleichzeitigkeit festlegen.
- Schritt 3: Alternative Reihenfolgen auf Laufzeit und Systemwirkung vergleichen.
3. Priorität, Timeouts und Abbruchregeln
Prozesspriorität, Befehlszeitgrenzen und Gesamtlimits verhindern unkontrollierte Ausführung.
- Schritt 1: Zulässige Priorität für Arbeitsplatz-, Server- und kritische Systeme bestimmen.
- Schritt 2: Timeouts aus Testwerten mit Sicherheitsreserve ableiten.
- Schritt 3: Abbruchfall auf saubere Archive, Logs und Wiederanlaufbarkeit prüfen.
4. Datenträger, temporäre Pfade und freier Speicher
Temporäre Extraktion, Zwischendaten und Archive benötigen reservierte, geschützte Kapazität.
- Schritt 1: Spitzenbedarf aus unkomprimierten und komprimierten Daten abschätzen.
- Schritt 2: Temporären und endgültigen Pfad mit freien Reserven auswählen.
- Schritt 3: Knappen Speicher gezielt simulieren und geordnetes Fehlerverhalten kontrollieren.
5. Filter, Limits und Datenreduktion
Suchbereiche, Dateigrößen, Trefferzahlen, Hashing und Zusatzmerkmale werden anhand des Erkenntniswerts begrenzt.
- Schritt 1: Kostenintensive Optionen und breite Suchbereiche identifizieren.
- Schritt 2: Minimalen erforderlichen Geltungsbereich pro Profil festlegen.
- Schritt 3: Trefferqualität und Laufzeit nach jeder Reduktion erneut messen.
6. Komprimierung, Verschlüsselung und Uploadlast
Archivierung und Transport verlagern Last zwischen CPU, Datenträger und Netzwerk und müssen gemeinsam betrachtet werden.
- Schritt 1: Komprimierungs- und Verschlüsselungsanteil getrennt messen.
- Schritt 2: Upload parallel oder nachgelagert anhand der Netzkapazität testen.
- Schritt 3: End-to-End-Laufzeit und Rückstau am Uploadziel bewerten.
7. Freigabematrix und laufende Kontrolle
Messwerte werden in Profile, Systemklassen, Betriebsfenster und Abbruchschwellen überführt.
- Schritt 1: Grenzwerte und zulässige Profile je Systemklasse dokumentieren.
- Schritt 2: Pilotfreigabe mit Verantwortlichkeit und Ablaufdatum versehen.
- Schritt 3: Produktive Messwerte regelmäßig gegen Baseline und Änderungsstand prüfen.
Praxisübungen
- Performance-Baseline und Messprotokoll für zwei Systemklassen erstellen
- Befehlsreihenfolge, Limits und Parallelität anhand eines Lasttests optimieren
- Freigabematrix mit Abbruch- und Wiederanlaufregeln entwickeln
Zielgruppe und Voraussetzungen
Zielgruppe: DFIR-Engineers, Windows-Administratoren, Endpoint- und Infrastrukturteams sowie Einsatzleitungen für großflächige Sammlungen.
Voraussetzungen: DFIR-ORC-Konfigurationskenntnisse sowie Erfahrung mit Windows-Performancewerten, Datenträgern und Netzwerkbetrieb.
Fachbereichsleitung / Trainerteam / Ansprechpartner
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Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 2 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 1.198 zzgl. MwSt. Inhaus: € 3.400 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | DFIR-Engineers, Windows-Administratoren, Endpoint- und Infrastrukturteams sowie Einsatzleitungen für großflächige Sammlungen. |
| Voraussetzungen: | DFIR-ORC-Konfigurationskenntnisse sowie Erfahrung mit Windows-Performancewerten, Datenträgern und Netzwerkbetrieb. |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmern |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja, selbstverständlich |
| Verpflegung: | Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch) |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055 |
Seminartermine
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